Forint jagt Negativ-Rekord
Nur um Haaresbreite hat der Ungarische Forint am Dienstag (3.1.) seinen Negativrekord vom 14. November vergangenen Jahres verfehlt. Kurz vor Mittag wurde der Euro mit 316,14 Forint gehandelt, womit er nur um 1,78 Forint besser lag als vor gut anderthalb Monaten.
Das immer weitere Einbrechen der Landeswährung zeugt vom immensen Vertrauensverlust der ungarischen Währung. Experten sehen darin eine wachsende Gefahr des Staatsbankrotts, was jedoch die Regierung Viktor Orbáns heftig bestreitet. Die von der national-konservativen Fidesz-Partei mit parlamentarischer Zwei-Drittel-Mehrheit betriebene Wirtschaftspolitik soll nach Aussage führender Regierungsmitglieder noch im Sommer den Aufschwung in Gang setzen.
Unklar ist immer noch, ob demnächst Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und EU-Kommission über einen neuen Kreditrahmen für Ungarn im Umfang von rund 20 Milliarden Dollar beginnen können. Vorverhandlungen im Dezember hatte die gemeinsame Delegation von IWF und EU vorzeitig abgebrochen, da sie unter anderem die Unabhängigkeit der Nationalbank durch ein neues Gesetz gefährdet sah.
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