Ungarn: Straßenblockaden und Warnstreiks bei der Bahn
Staatsdiener, Feuerwehrleute, Polizisten, Zöllner und zahlreiche Sympathisanten – rund 50.000 Menschen - hatten bereits am 16. Juni 2011 in Budapest, Debrecen, Kecskemét und Zalaegerszég gegen die rückwirkende Durchsetzung von geplanten Gesetzen der Regierung und damit gegen die Streichung von erworbenen Rechten, der Aufhebung des Rentnerstatus von Staatsbeamten und ihre Rückführung in das Arbeitsleben protestiert.
Dem Protest gegen die Willkür der Staatsführung schlossen sich in den darauf folgenden Tagen Angestellte des öffentlichen Verkehrs und mehrere Gewerkschaftsverbände, so der starke Gewerkschaftsverband LIGA und die Gewerkschaft der Polizei an. Sie kündigten für den 29. Juni ordentlich angemeldete Warnstreiks bei der Bahn und im Nahverkehr, sowie Straßenblockaden auf 40 Bahnstrecken und Straßen des Landes an. Mit ihren Protesten fordern sie Verhandlungen der Regierung mit den Gewerkschaften, die Anhörung der Argumente der Arbeitnehmer und die Einhaltung demokratischer Prinzipien.
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