Szenna-Pack nimmt Produktion auf

Die irische Ardagh Group mit Hauptsitz in Dublin erwarb als das weltweit führende Verpackungsunternehmen in den Bereichen Metall, Glas und Technologie, sowie als Zulieferer für große Markenhersteller mit der Szenna-Pack Group ungarische Beteiligungen.

Das Mammutunternehmen kaufte die europäische Firma Boxal der amerikanischen Exal Group, die sich als Anleger bei Szenna-Pack hatte eintragen lassen. Damit kann der im Juli eingeleitete Gläubigerschutz auf der Somogyer Firma nach der Bezahlung der Gläubiger aufgehoben und in Kürze in Szenna die Produktion von Monoblock-Aluminium-Aerosoldosen, Aluminiumtuben und Laminattuben wieder aufgenommen werden.

Fördermittel in West-Transdanubien

In der Region West-Transdanubien wurden im Rahmen des so genannten Neuen Széchenyi Plans ÚSZT bisher 180 Projekte mit EU-Fördermitteln unterstützt.

Für die Entwicklung der Infrastruktur in benachteiligten Gemeinden und zur Erhaltung von Arbeitsplätzen wurden 79 Projekte mit insgesamt 3,7 Milliarden Forint gefördert. Damit können Investitionen im Werte von 8,3 Milliarden Forint verwirklicht, 1736 Arbeitsplätze erhalten und 567 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Zu den geförderten Einrichtungen gehören u.a. eine Transport- und Logistikfirma, ein Mineralwasserbetrieb, Betriebe in der Industrie. 1,5 Milliarden Forint fließen in Projekte des Tourismus, vor allem in den Kur- und Wellnesstourismus. Gefördert werden zum Beispiel die Umbauarbeiten im Baudekomplex der Kurstadt Sárvár, die Erweiterung der Dienstleistungen in Hotels, sowie die Installierung von Festivals und neuer Attraktionen. Bei der Rekultivierung von Land werden in dieser Region insgesamt sechs Projekte mit 221 Millionen Forint gefördert.

Im Rahmen des Operativen Programms West-Transdanubien werden bis April acht weitere Förderprogramme mit Mitteln in Höhe von insgesamt 13 Milliarden Forint aufgelegt.

Pek-Snack auf Vormarsch

Die Pek-Snack GmbH aus Igal wird im März mit Hilfe von EU-Fördermitteln Investitionen in Höhe von 147 Millionen Ft tätigen. Mit der Flucht nach vorn sollen in Krisenzeiten die Kapazitäten erhöht und weitere Märkte erschlossen werden.

Pek-Snack betreibt eine Franchise-Kette für Schaubäckereien. Sie produziert seit 13 Jahren mit zurzeit 205 Angestellten auf 6000 Quadratmetern und versorgt seit einem Jahr ihre eigenen 900 Franchise-Partner in Ungarn mit vorgefertigten Waren, die vor Ort ausgebacken werden. Über ihre Tochtergesellschaft werden 500 Partner in Kroatien beliefert.

Vor knapp zwei Jahren erweiterte und modernisierte Pek-Snack ihren Standort bereits mit einem Investvolumen von 700 Millionen Ft. Mit der jetzigen Investition sollen Maschinen zur Optimierung der Verpackungstechnik und für die Erweiterung der Produktpalette gekauft werden. In Kürze werden damit Backwaren in Haushalt tauglichen Mengen, sowie einzeln verpackte Croissants auf den Markt gebracht. Als Teil des Projektes wird auch die Computertechnik modernisiert.

Pálinka beschlagnahmt

Die Steuer- und Zollbehörde NAV hat in Eperjeske nahe der ukrainischen Grenze auf einer Immobilie 900 Liter vom ungarischen Obstbrand Pálinka beschlagnahmt. Der Eigentümer konnte die Herkunft des Schnapses nicht bescheinigen, teilte der Sprecher von NAV der Presse gegenüber mit.

Bei der Kontrolle von Monopolerzeugnissen wurden im Keller des Wohnhauses 540 Liter Pálinka gefunden, der den Aussagen des Eigentümers zufolge von einer Lohnbrennerei gebrannt worden war. Des Weiteren wurden 300 Liter mit Zucker und Obstextrakt versetzter, angeblich ebenfalls lohngebrannter Pálinka sichergestellt.

Zur Bescheinigung der Herkunft der Produkte legte der Mann der Finanzverwaltung auf seinen Namen oder auf den Namen von Familienmitgliedern lautende Herkunftsbescheinigungen vor. Diese wurden von den Beamten als fingiert nicht akzeptiert.

Zur Ermittlung des Alkoholgehaltes und der darauf fußenden Feststellung der nicht bezahlten Steuern wurde Proben genommen.

Die Beamten beschlagnahmten die rund neunhundert Liter. Neben der Zahlung der ausfallenden steuern, droht dem Mann auch eine Strafe.

Das Gesetz gestattet seit September 2010 erwachsene Personen, mit einer eigenen Brennvorrichtung aus eigenem Obst eine geringe Menge an Obstbrand (z.B. 100 Liter 43-prozentigen) steuerfrei herstellen zu dürfen oder das Obst in einer Lohnbrennerei bei Abführung der Steuer verarbeiten zu lassen. Der Vorgang muss präzise belegbar und kontrollierbar sein.

Imker rechnen mit gutem Jahr

Am Regionalen Imkertreffen Transdanubiens nahmen 100 Aussteller und mehr als 3000 Imker aus allen Teilen Ungarns teil. Mit Interesse verfolgten die Vertreter der insgesamt 15.000 Imker im Lande die Ausführungen zur Marktsituation. Der Redner hob hervor, dass Honig auf dem Weltmarkt zurzeit einen guten Preis erzielt.

Mit einer außerordentlich hohen Bienendichte von 10,2 Bienenvölkern auf einem Quadratmeter kann Ungarn sehr viel Honig produzieren: die jährlich 150 Tausend Tonnen Honig der hiesigen Imker sind 10% der Gesamtmenge in der EU. Mehr als zwei Drittel des edlen Produktes gehen nach Italien, Frankreich und Deutschland.

Nach dem trockenen Jahr 2011, als die Imker nur geringe Mengen u.a. vom begehrten Rapshonig erzeugen konnten, hoffen sie für dieses Jahr auf ausreichend Niederschläge. Angesichts der mit 3 Dollar pro Kilogramm historisch hohen Preise auf dem Weltmarkt kann eine zufriedenstellende Honigernte den Imkern ein gutes Jahr bescheren.

Ungarn ist bekannt für seinen feinen Honig, besonders für seinen Akazienhonig und für seine zahlreichen Honigprodukte, die man u. a. bei hungaro.de bestellen kann.

Erleichterungen bei EU-Ausschreibungen

Die iEuro-Anwendung der Körics Euroconsulting soll es kleineren und mittleren Unternehmen (kurz Kkv) leichter möglich machen, in Abhängigkeit ihres Standortes, ihrer Größe und der geplanten Investitionsvorhaben aktuell erreichbare Ausschreibungen schnell und bequem zu finden, teilte das Beratungsbüro für Ausschreibungen der Nachrichtenagentur MTI gegenüber mit.

In der Mitteilung betont Körics Euroconsulting, dass es für den Kkv-Sektor bei der Entscheidung von Entwicklungsstrategien die wichtigste Frage sei, ob für die geplanten Investitionen Fördermittel erreichbar sind.

Das angebotene iEuro-Programm kann schon jetzt kostenlos auf das Handy geladen werden und wird in Kürze auch für iPhone zur Verfügung stehen. Neben der Grundversion entwickelt die Firma eine erweiterte Anwendung, die weitere Informationen und Dienstleistungen enthalten wird.

Vereinfachte Administration bei Unternehmen

Der Staatssekretär im Ministerium für Nationale Wirtschaft, Zoltán Cséfalvay, sagte der Nachrichtenagentur MTI gegenüber, dass mit der Durchsetzung des kürzlich angenommenen Einfachen Staatsprogramms (Egyszerü Állam Program) begonnen wurde. Ziel des Programms sei die Senkung von Kosten in der Administration von Unternehmen in Höhe von 500 Milliarden Forint. Unternehmen in Ungarn geben mehr als 10% des GDP für Administration aus, in anderen Ländern beträgt dieser Summe nur etwa ein Drittel davon.

Im Programm wurden 114 Schritte festgelegt, mit denen in den folgenden Jahren die Administrationskosten bei durchschnittlichen Unternehmen von jährlich 3 Millionen Forint auf 500.000 Forint gesenkt werden sollen. Bei der Umgestaltung des Administrationssystems wurden vor allem überflüssige Datendienstleistungen gestrichen. Darüber hinaus soll die Gründung von Niederlassungen erleichtert werden. Außerdem soll die Teilnahme an Ausschreibungen vereinfacht und die Vergabe von Genehmigungen von Seiten der Regierungsbehörde beschleunigt werden.

Auf der Grundlage der Regierungsverordnung zur Durchführung des Staatsprogramms liegen die Fristen für die meisten Maßnahmen bereits im Jahre 2012.

Neue Frequenz für Mobiltelefon

Ein von der Aktiengesellschaft Magyar Posta Zrt., den Ungarischen Elektrowerken MVM und der Ungarischen Entwicklungsbank MFB gebildetes Konsortium beteiligt sich an der Frequenzausschreibung für einen vierten Mobiltelefonanbieter, berichtete das Wirtschaftsblatt „Napi Gazdaság”. Die genannten Firmen äußerten sich nicht zu dieser Aussage.

Im Erfolgsfall würden MVM und MFB je 45 % der Anteile an der neuen Firma, die Ungarische Post 10 % Anteile halten, so das Wirtschaftsblatt. Die Post wolle vor allem ihr eigenes Netz mit zahlreichen Poststellen in die Firma apportieren, denn rund 500 Postämter seien bestens für die neuen Aufgaben geeignet. MVM und MFB würden die finanziellen Mittel für die durchzuführenden Investitionen zur Verfügung stellen. Experten zufolge sind zum Aufbau des neuen Mobiltelefonnetzes in den nächsten fünf Jahren etwa 80-110 Milliarden Forint notwendig.

Über die Gebote für die Frequenz wird im Januar entschieden.

Start der ungarischen Supermarktkette im Januar

Dem Internetportal Gazdaság.hu zufolge geht unter dem Namen „Arzenál Élelmiszer – Arsenal Lebensmittel” eine neue-alte Supermarktkette selbständig auf den ungarischen Lebensmittelmarkt. Arzenál trennt sich von der Real-Kette, wo sie mit 900 Mitarbeitern und zwei Logistikzentren in Budapest und Pécs bisher mehr als ein Drittel der Umsätze machte und will eine eigenständige Marke etablieren.

Die Arzenál GmbH soll sich mit den anderen sechs Partnern von Real bereits geeinigt haben. Mit ihren landesweit rund 300, zum größten Teil im Franchise-System bewirtschaften Standorten, will Arzenál bald ganz vorn am Markt mitspielen und baut anders als andere Ketten in großem Maße auf lokale Zulieferer.

Tesco-Einrichtungen versteigert

Nach erfolgreichen Auktionen im Herbst 2011 hat die in Ungarn weit verzweigte Supermarktkette Tesco im Dezember eine weitere Auktion mit 268 gebrauchten Einrichtungsgegenständen und Betriebsmitteln aus ihren Supermärkten im mittel-osteuropäischen Raum gestartet. Die angebotenen Gebrauchsgegenstände konnten im Internet und in den Lagerhallen Györ und Budapest besichtigt werden. Die Auktion war bis zum 15. Dezember offen, der Gesamtwert der zum größten Teil erstmalig angebotenen Gegenstände betrug im Ausrufungspreis rund 50.000 Euro. Auf der Liste der Gegenstände waren zum Beispiel Maschinen und Geräte zum Backen, für den Transport, des weiteren Verkaufspulte, Spülmaschinen und Büromöbel. Wegen des breiten Spektrums der Angebote war das Interesse an den Auktionen weiterhin sehr groß.

Vereinfachter Weinausschank

Ab 1. Januar ist es Weinbauern erlaubt, ihre Weine auch in ihren eigenen oder gemieteten Läden auszuschenken. Bisher durften sie die Weine ausschließlich nur im eigenen Keller anbieten. Mit den neuen Maßnahmen verbessern sich die Verkaufsbedingungen der Weinbauern, die nun näher zum Endverbraucher kommen. Die neue Regelung bezieht sich auch auf gemeinsam betriebene Weinhandlungen.

Im Dezember bestätigte das Parlament eine Gesetzesmodifizierung für die Monopolsteuer und den Vertrieb von Monopolerzeugnissen, die am 1. Januar in Kraft tritt. Mit Unterstützung des Ministeriums für Ländliche Entwicklung VM befasst sich eine Expertengruppe nun mit der Überarbeitung der zahlreichen Vorschriften für Winzer in Bezug auf die Administration und Buchführung.

Top 100 Firmenliste West-Transdanubien erschienen

Anfang Dezember wurde in Győr die Liste der Top 100 Firmen in der Region West-Transdanubien – bestehend aus den Komitaten Győr-Moson-Sopron, Vas und Zala – vorgestellt. „Das Ranking wurde auf der Grundlage der Körperschaftsteuererklärungen des Jahres 2010 unter Verwendung der Umsatzzahlen der Firmen angefertigt“, sagte die Direktorin der Regionalen Steuerbehörde NAV, Varga Lászlóné, auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Dokumentation.

Auf Platz eins der Rangliste steht die Audi Hungaria Motor GmbH Győr mit einem Jahresumsatz von 1326 Milliarden Forint. Auf dem zweiten Platz folgt die zur LuK Group gehörende LuK Savaria GmbH, Szombathely mit einem Umsatz von 117 Milliarden Forint. Den dritten Platz belegt E.ON Elektrostromnetz gAg Nord-Transdanubien /Észak-dunántúli Áramhálózati Zrt/ mit 68 Milliarden Forint Umsatz.

Im Bericht wird lobend hervorgehoben, dass Audi 2010 einen Umsatzzuwachs von 27% im Vergleich zum Vorjahr aufzuweisen hat. Auch LuK erzielte eine Umsatzsteigerung von 21%.

Den Ausführungen von Varga Lászlóné zufolge stieg der Export aus der Region um 27 % im Vergleich zum Vorjahr. 83 % des gesamten Exportes werden von den Unternehmen der Top 100 realisiert.

Die Liste der Top 100 enthält auch eine fachliche Analyse zur wirtschaftlichen Rolle der Gesellschaften in diesen drei Komitaten. Angefertigt wurde die Dokumentation von den Mitarbeitern der Steuerbehörde NAV in enger Zusammenarbeit mit den Kammern für Handel und Industrie der drei Komitate.