Infrastruktur komplett

Abwasserinvestition in Kerkabarabás

Ein lange gehegtes, wichtiges Anliegen der Gemeindeversammlung und der Einwohner von Kerkabarabás geht in Erfüllung, das Abwassernetz wird gebaut – kündigte der Bürgermeister Ferenc Szente auf der Feier an, auf der der Vertrag mit dem Bauunternehmen, das die Investition realisiert, unterzeichnet wurde. Mit der Verlegung des letzten der öffentlichen Versorgungsanschlüsse wird die Infrastruktur in der am Kerkabach liegenden Gemeinde mit 308 Einwohnern komplett.

Die vierte von der Gemeinde eingereichte Ausschreibungsbewerbung war erfolgreich: Zur Umsetzung der 156 Millionen Forint kostenden Investition erhielt die Selbstverwaltung mehr als 93 Millionen Forint vom Westtransdanubischen Regionalen Entwicklungsrat. Die verbleibenden Kosten werden aus Eigenmitteln, aus den Beiträgen der Bevölkerung und aus Krediten gedeckt, außerdem wurde eine Ausschreibungsbewerbung beim Entwicklungsrat des Komitats eingereicht, was auch im kommenden Jahr wieder getan wird, und man vertraut darauf, dass mit diesen Fördermitteln die den Kredit und die Bevölkerung belastende Summe weiter gesenkt werden kann – sagte der Bürgermeister auf der feierlichen Unterzeichnungszeremonie, dann fügte er hinzu, dass zusammen mit den Instandsetzungsarbeiten der Straßendecke die Investition, die für das Dorf und die Einwohner von großer Bedeutung ist, wahrscheinlich im Herbst 2007 abgeschlossen wird.

Nach der Begrüßungsansprache unterzeichneten der Bürgermeister Ferenc Szente und László Dormán, der geschäftsführende Direktor des Unternehmens Hydrocomp Kft., das den Zuschlag im öffentlichen Beschaffungsverfahren erhielt, den Vertrag über die Bauausführung.

Auf der Feier sprach auch der Parlamentsabgeordnete István Göndör, der seine Freude zum Ausdruck brachte, dass die Investition nach langem Warten und Vorbereitungsarbeiten endlich realisiert werden kann. Wie er sagte, fühlt er sich als Parlamentsabgeordneter verantwortlich dafür, wie die Menschen leben, denen der Ausbau des Abwassernetzes langfristig dient, denn ihr Leben wird komfortabler und der Wert der Immobilien steigt, ganz zu schweigen von der Wichtigkeit des Abwassernetzes für die Umwelt und den Schutz des Trinkwasserreservoirs.

András Pásztohy, der parlamentarische Staatsekretär des Landwirtschaftsministeriums, betonte ebenfalls die Bedeutung des Abwassernetzes als einen wichtigen Schritt für die Entwicklung des Dorfes. Nicht nur die Lebensqualität der Ortseinwohner verbessert sich dadurch, sondern das höhere Infrastrukturniveau ist auch ein Damm gegen die Abwanderung und Entvölkerung, hielt er fest. In seiner Ansprache ging er darauf ein, dass Kerkabarabás als einer Gemeinde des erfolgreich im Unions-Leader-Programm auftretenden Kleingebietsverbandes Örség–Göcsej–Hetés weitere Möglichkeiten hinsichtlich des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Aufschwungs offen stehen.

Mit dem Ausbau des Abwassernetzes geht in Kerkabarabás ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung, auch im Hinblick darauf, dass die Gemeinden zwischen Lenti und Csesztreg schon seit Jahren über ein Abwassernetz verfügen, hielt László Dormán fest. Der Direktor der Hydrocomp Kft. sagte über die Daten der Bauausführung, dass 3600 laufende Meter Hauptleitung und 1400 laufende Meter Anschlussleitungen verlegt werden müssen, der Ausbau von 5000 Meter Abwasserkanal ist mit den nötigen Straßeninstandsetzungsarbeiten zusammen erforderlich. Außerdem wird eine große Druckschleuse gebaut, die das Abwasser in die Kläranlage von Lenti pumpt. Wie er sagte, können die Kosten der Investition und der späteren Gebühren günstig sein, da kein neues Klärwerk gebaut werden muss. Der geplante Termin für die Fertigstellung der Investition ist der Oktober nächsten Jahres, sofern die finanziellen Zuwendungen früher ausgezahlt werden, kann die Investition auch eher abgeschlossen werden.

Ferenc Szente sagte zum Schluss, dass es in der stillen, freundlichen Gemeinde Kerkabarabás ein reges Dorfleben gibt. Seit mehreren Jahren ist die Schauspiel-Kulturgruppe aktiv, die mit ihrer auf dem Zala-Künstlerfestival des Kleingebiets in Lenti gezeigten Aufführung eine Runde weiterkam. Auf dem Festival erntete auch György Krisztánovics Erfolg, der unter den Rezitatoren in die Komitatsauswahl gelangte. Die Sektion Auto-Motocross nimmt an Gebietsausscheiden teil, sehr beliebt ist die Kegelsektion, die Gemeinde pflegt nicht nur kulturelle Kontakte und Sportaustausch zu den Nachbardörfern, sondern auch zu dem slowenischen Kapca.