Windsurfhalle in Siófok?

Touristik-Angebot der Stadt soll sich noch mehr vom Durchschnitt abheben

Manche Mitbürger sind der Auffassung, dass die Erfahrungen mit dem Tourismus in den letzten Jahren eindeutig belegen, dass zur Entwicklung des Fremdenverkehrs die spektakulären, Publikum anlockenden Investitionen, Erlebnisbäder, Wellness-Komplexe und möglichst auch solche Besonderheiten, die nicht an jedem anderen Ort zu finden sind, unabdingbar nötig sind. Andere meinen, dass es am Balaton kaum Uferabschnitte gibt, die die Gelegenheit zu einem erholsamen Urlaub, zu Ruhe und Meditation bieten.

Siófok steht in der gesamten Balatongegend an der Spitze der Akzeptanz und des Ausbaus der neuen und, geben wir es zu, lauten Entwicklung im Tourismus. Heute ist eindeutig erwiesen, dass ein epochemachender Beschluss gefasst wurde, als die Stadt im Interesse der Belebung des Tourismus am Balaton die eigene Fremdenverkehrskonzeption ausarbeitete, die den Übergang zum Wellness- und Konferenztourismus als Ziel anstrebte. Infolgedessen wurden in der Stadt eine Reihe von neuen Hotels eröffnet bzw. die Hotels modernisiert, die neue Anziehungspunkte im Siófoker Fremdenverkehr schaffen.

Für die Selbstverwaltung ist dieser Prozess nicht abgeschlossen, im Gegenteil, sie erwartet immer neue Ideen und Möglichkeiten, die dazu beitragen, dass sich das Touristik-Angebot noch mehr vom Durchschnitt abhebt. Ein Siófoker Architekt arbeitete ebenfalls eine realisierbar und originell erscheinende Idee aus. Der mögliche Ort der Investition wäre der „Silberstrand” Ezüstpart direkt am Balatonufer. Am Reißbrett entstanden schon die Zeichnungen einer Halle für Windsurfer sowie einer ebenfalls überdachten Wildwasserbahn. Eine Windsurfhalle gibt es schon in England, von einer anderswo befindlichen Wildwasserbahn hat jedoch selbst der Planer noch nichts gehört. Zum Surfen wird der entsprechende Wind von Turbinen erzeugt. Die Bahn sollte nach den Vorstellungen des Planers nicht nur den Surfern, die ihrem Hobby frönen, Vergnügen bringen, sondern auch zum Austragen nationaler und internationaler Sportveranstaltungen geeignet sein. Die Raftingbahn wäre als Teil eines Erlebnisbades mit künstlichen Hindernissen ausgestattet. Der Architekt kombiniert den Komplex mit einem Platz für Inline-Skating. Die zwei Gebäude sollen durch eine eigenwillig konstruierte Brücke verbunden werden. Ob der Plan umgesetzt wird, ist noch ungewiss. Auf jeden Fall ist die Fläche vorhanden, die Ansichtszeichnungen sind fertig, es braucht „nur” noch einen Investor, der die Realisierung der Vorstellungen betreibt.