Balaton bleibt zum Wohnen attraktiv

Allgemein kennt man den Balaton als schlechthin das Ferienzentrum in Ungarn. Dabei ist das ungarische Meer auch zum Wohnen sehr attraktiv. Der Bevölkerungsschwund, der zwei Drittel der ungarischen Kommunen belastet, droht den meisten Orten rund um den größten See Mitteleuropas vorläufig nicht, berichtet das Nachrichtenmagazin für Wirtschaft und Politik „HVG“ nach Angaben des Statistischen Amtes in seiner jüngsten Ausgabe.

Insgesamt wohnten im vorigen Jahr 146 000 Menschen in den Siedlungen der Balaton-Agglomeration, 5000 mehr als zu Beginn des Jahrzehnts. In 40 von den insgesamt 52 Städten und Dörfern, die zum Einzugsgebiet des Plattensees gehören, wohnten Anfang vorigen Jahres mehr als im Jahr 2001.

So hat Siófok, das Zentrum am Südufer heute 24 000 ständige Einwohner anstelle der 22 700 zur Jahrtausendwende. Das relativ größte Wachstum verzeichnete jedoch Cserszegtomaj, eine Gemeinde nahe der Bucht von Keszthely: Innerhalb eines halben Jahrzehnts nahm dort die Einwohnerzahl um 27 Prozent zu. Im nahe gelegenen Gyenesdiás betrug das Wachstum 25 Prozent. Dagegen ging die Einwohnerzahl von Kesztkely, dem Zentrum des westlichen Beckens, stark zurück. 2001 gab es dort 22 400, heute nur noch 21 300 Einwohner. Erhebliche Zuwächse verzeichneten aber auch Felsőörs, das ebenfalls nicht unmittelbar am Ufer liegt, sowie Balatongyörök, Balatonmáriafürdő, Palóznak, Vonyarcvashegy, Aszófő und Révfülöp.

Zugleich schrumpfte die Einwohnerzahlen an einigen teuren und beliebten Orten am Nordufer, schreibt das Magazin. So leben heute in Szigliget 6, in Kővágóörs 3, in Tihany, Badacsonydomaj und Balatontörmedic je 1 Prozent weniger als vor sechs bis sieben Jahren. Der größte Rückgang trat in Zánka (8 Prozent) und Balatonőszöd (7 Prozent) ein.

Mutmaßliche Betrüger in Siófok festgenommen

Siofok – Kriminalbeamte aus Vác haben am 11. April fünf Männer festgenommen, die einer laufenden Betrugsserie verdächtigt werden. Die Siófoker Bande hat den Geschädigten Kanalreinigungsarbeiten angeboten. Die betrügerischen Kanalarbeiter verfügten zwar über die nötigen Genehmigungen und hatten eine entsprechende Ausbildung, haben aber das Mehrfache der tatsächlich verrichteten Arbeiten in Rechnung gestellt.

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Balatonfüred lädt zum traditionellen Gitarrenfestival

Zwischen dem 21. und 30. Juni lädt die Stadt Balatonfüred wieder zum Internationalen Gitarrenfestival. An den Vormittagen der neuntägigen Veranstaltung halten weltberühmte Interpreten Meisterkurse ab, berichtet das Internetportal Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum. An den Abenden erwarten die Künstler ihr Publikum mit Konzerten. Dabei stehen Klassik, Jazz und Flamenco auf dem Programm. An drei Schauplätzen – dem Galasaal des Anna Grand Hotels, der Bühne des Balaton Freizeit und Konferenz Zentrums und der Kisfaludy Freilichtbühne am Balatonufer – können die Musikfreunde die Konzerte erleben. Dabei gibt es auch wieder einen Versuch, in das Guinness-Buch der Rekorde zu kommen: Für 216 Stunden ist die kontinuierliche Konzertreihe für den Titel „Längstes Konzert der Welt“ angesetzt.

77-jährige Frau in Ungarn aus Habgier ermordet

Mit gefesselten Händen und Füßen ist eine 77-jährige Frau in der Gemeinde Somogyzsitfa (Komitat Somogy) von ihren Angehörigen tot aufgefunden worden. Unbekannte Täter haben die alte Frau in der Nacht zum 16. April aus Habgier in ihrem Haus umgebracht, berichtet die Polizei am Donnerstag. Die Kriminalabteilung des Komitats-Polizeipräsidiums nahm unter Einsatz umfangreichen Personals die Ermittlungen auf. Weitere Einzelheiten zu dem Fall wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht.

Ungarn bleiben unglückliche Nation

Die Ungarn bleiben auch nach neuesten Untersuchungen eine der unglücklichsten Nationen in Europa. Im vorigen Jahr landeten sie in der Rangfolge des Glücksindexes unter den europäischen Ländern wieder weit hinten, geht aus einem Vergleich der europäischen Gesellschaften im Jahre 2007 hervor, an der außer Ungarn 18 weitere Länder teilnahmen. Schon zwei Jahre zuvor schnitten nur drei Länder schlechter ab als die Magyaren, berichtet das Institut für Gesellschaftsforschungen Tárki am Mittwoch.

Bei der jüngsten Befragung zeigten sich die Ungarn noch unglücklicher – sie ließen nur noch Bulgarien und Russland hinter sich. Wie 2005 erwiesen sich Schweizer, Finnen und Dänen als die glücklichsten Europäer. In Ungarn fiel auf, dass insbesondere Menschen mittleren Alters und die Bewohner der Großen Tiefebene sich im Vergleich zum Durchschnitt unglücklich fühlen.

Die europaweite Untersuchung wollte feststellen, wie weit sich die Einwohner der teilnehmenden 19 Länder glücklich fühlen. Bei dem Forschungsvorhaben wurden mehr als 34 000 Menschen befragt, die anhand einer zehnstufigen Skala sagen sollten, wie glücklich sie sich fühlen. Als europäischer Durchschnitt ergaben sich dabei 7,21 Punkte, während vor zwei Jahren 7,27 erreicht wurden. Für die befragten Ungarn wurden 6,40 Punkte errechnet, davor waren es noch 6,48.