Audi bilanziert erfolgreiches Geschäftsjahr in Ungarn

Die Audi Hungaria Motor Kft. blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück: Mit 1.648.030 (2009: 1.383.909) Einheiten hat das Unternehmen eine Steigerung von 19,1 Prozent in der Motorenproduktion erreicht, teilte Audi am Dienstag (8.3.) in Győr mit. 2010 legte auch die Fahrzeugproduktion deutlich zu. Insgesamt liefen 38.541 Automobile vom Band. Das ist eine Steigerung von 18,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Audi Hungaria erzielte einen Umsatz von 4.775 Millionen (2009: 3.875 Millionen, + 23,2 Prozent) und investierte 47 Millionen Euro (2009: 187 Millionen, + 32 Prozent) in Anlagen und Strukturen. Damit überschritt das Gesamtinvestitionsvolumen seit der Unternehmensgründung die Marke von vier Milliarden Euro.

„Wir haben ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr mit deutlichen Produktionszuwächsen abgeschlossen“, sagte Thomas Faustmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Audi Hungaria Motor Kft. „Unsere Produktpalette wurde mit zahlreichen neuen innovativen Motoren und einem neuen sportlichen Automobil, dem Audi RS 3 Sportback, erweitert. Das ist wieder ein klarer Beleg für die hohe Kompetenz und unternehmerische Flexibilität der Audi Hungaria. Mit großer Leidenschaft und einem Höchstmaß an Perfektion trugen unsere Mitarbeiter dazu bei, letztes Jahr Bestwerte zu erzielen.“

Immer mehr Kommunen zahlungsunfähig

In Ungarn müssen immer mehr Kommunen Konkurs anmelden. Derzeit ist der Schritt bei einem Dutzend Gemeinden aktuell, geht aus einem Bericht der Zeitung „Napi Gazdaság“ (7.3.) hervor. Das Innenministerium in Budapest rechne jedoch damit, dass in den nächsten Monaten gegen weitere Selbstverwaltungen Insolvenzverfahren eingeleitet werden müssen. Nach Auskunft von Experten des Ressorts ist der Hauptgrund für die Konkurse, dass die Kommunen nicht mehr für die Verbindlichkeiten nach Investitionen aufkommen können.

In den vergangenen 15 Jahren seien nur gegen 41 von insgesamt 3150 Selbstverwaltungen Konkursverfahren eingeleitet worden, berichtet die Zeitung. Jedoch „vegetierten“ gegenwärtig mehrere hundert Gemeinden an der Grenze der Handlungsunfähigkeit.

Firmensterben in Ungarn geht weiter

Nach einer zweimonatigen Stagnation ist die Zahl der Firmenpleiten in Ungarn im Februar wieder kräftig gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat mussten sich 24 Prozent mehr Unternehmen einem Insolvenzverfahren stellen, teilt der Firmeninformationsdienst Opten in Budapest mit. Betroffen waren 1528 Firmen, 208 mehr als im Februar 2010, wobei die Zahl des Vormonats um 175 übertroffen wurde. Den Angaben zufolge liegt der Februarwert an sechster Stelle innerhalb der letzten fünf Jahre, wobei eine so große Zahl von Insolvenzen im ganzen Jahr 2010 nicht vorkam.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den von den Eigentümern selbst entschiedenen Schließungen von Betrieben. 2251 Firmen leiteten im Februar ihre Abwicklung ein, ein bislang nicht dagewesener Rekord. Allerdings wird das Bild leicht davon beeinflusst, dass sich in den Zahlen zu einem Teil frühere Verfahren zum Inhalt hat, die erst jetzt veröffentlicht wurden. Jedoch stieg die Zahl der Schließungen in den letzten sechs Jahren nie über 2000 im Monat.

Ende Februar enthielt die Datenbasis von Opten fast 600 000 Unternehmen, was gleichermaßen ein historischer Rekord sei, hieß es. Im Februar wurden über 4000 neue Firmen eingetragen, was im Vergleich zum Vorjahresmonat Stagnation bedeute. Im Vergleich zum Vormonat ist stieg die Zahl der Gründungen um 204.

Wahrsagerin räumt Schmuck ab

Eine besonders schlaue Methode des Trickbetrugs hatte sich eine Frau in Kaposvár (Somogy) ausgedacht. Sie kam, wie die Polizei am Freitag (4.3.) berichtet, in ein Schmuckgeschäft und gab sich dort als Wahrsagerin aus. Für die bescheidene Summe von 5000 Forint versprach sie dem Inhaber und seiner Frau, sie von einem Fluch zu erlösen, der nach ihren Beobachtungen auf ihnen laste. Anderentags kehrte sie zurück und gab vor, zwar den Mann vom Fluch befreit zu haben, bei der Frau jedoch sei Edelmetall die Ursache, sie brauche dazu deren ganzen Schmuck. Da auch das nicht zum vollen Erfolg verhalf, musste sie angeblich einige Schmuckstücke mit nach Hause nehmen. Seitdem sucht die Polizei nach der Betrügerin, die Ohrringe, Ringe, Medaillons und Halsketten für 100 000 Forint (etwa 370 Euro) mitgehen ließ.