Balaton Zeitung E-Paper Banner

Fly Balaton Airport neigt zum Crash

Ganz widersprüchliche Meldungen umfliegen zur Zeit den Balaton Airport in Sármellék.

Antal Kiss, der für die Kommunikation zuständige Mann der irisch-ungarischen Eigner und Beitreiber von Cape Clear Aviation, setzt auf weitere Verhandlungen mit den bisherigen Partnern, sprich Fluggesellschaften. Auf den neuen Flugplänen von Ryanair, Lufthansa und germanwings ist von einem Zielflughafen Fly Balaton Airport (SOB) bisher nämlich nichts zu lesen. Nach Meinung von Herrn Kiss bedeutet das nicht viel, auch in der Vergangenheit hätte sich das oft noch kurzfristig geändert. Allein Ryanair stünde eine derart große Flotte zur Verfügung, daß man sich innerhalb weniger Wochen auch noch für den Balaton Airport als Zielflughafen entscheiden könne.

Im Gegensatz dazu bestätigt das Hévízer Büro von Mutsch Ungarn Reisen, daß für die ab kommenden April bediente Lufthansa-Verbindung zum Plattensee bereits jetzt Platzreservierungen möglich seien. Was stimmt also?

Zuletzt traf dann die Meldung ein, daß die DHL, weltweiter Marktführer für Luftfrachtbeförderung und zu 100 Prozent im Besitz der Deutschen Post World Net, ab Ende Februar das Logistikzentrum am Fly Balaton Airport auflösen wird. Damit sind auch endgültig die Frachtflugverbindungen „gestorben“, die schon im Sommer 2008 vorläufig eingestellt wurden.

Große Hoffnungen ruhen nun noch auf umfangreicher staatlicher Unterstützung, wie sie in anderen Ländern für Regionalflughäfen gewährt wird. Leider wurden die Anträge auf Staatshilfen bisher abschlägig beantwortet.

(Quelle: monitormagazin.hu)

Eingeschränkte Hoffnungen

Klage auf Rückerstattung der Gewerbesteuer bleibt vermutlich erfolglos

Schon mehrere Male ging es am Europäischen Gerichtshof um die Gewerbesteuer. Das Gericht mit Sitz in Luxemburg stellte im Frühjahr fest, dass in Bezug auf die frühere Periode, die Jahre zwischen 1999 bis 2002, drei GmbH aus dem Komitat Komárom-Esztergom die EU-Steuerkonformität anfochten und das Komitatsgericht die diesbezügliche Frage in Ermangelung der Zuständigkeit nicht entschied und den ungarischen Selbstverwaltungen auf ein Jahr Befreiung erteilte.

Weiterlesen…

Kein Fruchtsaft in der Krise? Sió-Hersteller mit Sorgen

Auf ein schwieriges Jahr stellt sich der einheimische und hierzulande marktführende Fruchtsafthersteller Sió-Eckes ein.

Nach Angaben von Endre Fazekas, dem geschäftsführenden Direktor des Unternehmens, sehen prognostische Erwartungen für 2009 einen Rückgang der Kundennachfrage um fünf bis sieben Prozent voraus. Dies sei auf die bereits zu erkennende Wirtschaftskrise zurückzuführen. Während die gesamte Branche vergangenes Jahr 350 Millionen Liter Fruchtsaft ausstieß, was im Vergleich zu 2007 bereits einen Rückgang um vier Prozent bedeutete, darf man für 2009 aufgrund der unangenehmen wirtschaftlichen Entwicklung nur noch mit 320-330 Millionen Litern rechnen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wäre man bei Sió-Eckes hochzufrieden, wenn man das Vorjahresergebnis auch 2009 erreichen könne, so der Direktor laut siofokinapilap.hu. 2008 verkaufte die Sió-Eckes Kft., im Besitz der deutschen Eckes-Granini-Gruppe, 71 Millionen Liter Fruchtsaft, und konnte damit seine marktführende Position um weitere 20 Prozent ausbauen.

Weiterhin werde alles getan, um das Vorjahresergebnis zu erreichen bzw. den Markt zu stabilisieren, so z.B. mit einem erhöhten Fruchtanteil in den Getränken.

Vandalismus „blüht“ am Balaton

Mutwillige Zerstörungen von gemeinnützigem Eigentum werden während der Sommerzeit hauptsächlich und auch gerne den betrunkenen Touristen zugerechnet.

Weit gefehlt. Das beweisen die Ereignisse der letzten Wochen rund um den Plattensee, wo das Rabaukentum – obwohl Touristen weit und breit Mangelware sind – Schäden in Höhe von Forintmillionen verursacht. Von Keszthely über Balatonfüred und Siófok bis Balatonlelle klagen die Stadtväter über zusätzliche Ausgaben für den Ersatz zerstörter Einrichtungen. Polizei und Bürgerwehren stehen den üblen Machenschaften machtlos gegenüber oder haben Wichtigeres zu tun.

Ein bezeichnendes Beispiel bietet Balatonlelle. Die dortige Fußgängerzone bietet während sogenannter Diskowochenenden, spätestens am Sonntagmorgen, ein Bild der Verwüstung. Ein mit Glasscherben und Zigarettenkippen übersätes Pflaster, verwüstete, umgestürzte und zerbrochene Pflanzkübel, herabgerissene und verbogene Dachrinnen, entleerte und absichtlich verbeulte Abfallbehälter – ganz ohne Übertreibung ein Szenario des Schreckens. Die Diskobetreiber halten sich bedeckt. Schließlich können sie nichts dafür, was die von ihnen frühmorgens nach Hause geschickten Betrunkenen im Freien anrichten. Und die Bürgerwehr, längst darüber informiert, um welche Uhrzeiten das Rowdytum besonders intensiv „blüht“, und von der Stadtverwaltung finanziell wohlwollend unterstützt, kann angeblich nichts dagegen unternehmen.

Aber auch in Kaposvár mehren sich die ungeliebten Umtriebe. Seitdem dort das Rauchen in der Innenstadt nur mehr an ausgewiesenen Plätzen gestattet ist, werden bevorzugt Aschenbecher, die an Metallsäulen angebracht sind, mitsamt den Halterungen aus der Bodenverankerung gerissen. Allein in Kaposvár entsteht durch den Vandalismus, zählt man die mutwillig verursachten Schäden an Kinderspielplätzen, Parkanlagen etc. hinzu, ein jährlicher Aufwand von 20 Millionen Forint.

(Quelle: sonline.hu)