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Kältewelle rollt auf Ungarn zu

Nach etlichen heißen Tagen müssen die Ungarn sich auf einen Kälteeinbruch gefasst machen. Bereits für Mittwoch kündigt sich in Budapest eine Tages-Höchsttemperatur von 19 Grad, für Sopron sogar 14 Grad an, berichtet der Europäische Meteorologische Dienst. Für die „Balaton-Hauptstadt“ Siófok sind 18 Grad angesagt. Nach einer kleinen Erholung mit 21-23 Grad am Donnerstag fallen die Temperaturen wieder, so dass die Hauptstadt am Freitag mit frostigen 12 Grad rechnet, andere Gebiete können es nach der Vorhersage bis auf 21 Grad bringen. Auch über Pfingsten und zu Beginn der nächsten Woche ist vorläufig keine Erwärmung in Sicht. Die Kaltfront bringt auch Wolken, Regen und Gewitter ins Karpatenbecken.

Rätselhaftes Aalsterben im Balaton

Hunderte von verendeten Aalen verunstalten seit Tagen die Balatonufer, vor allem die Südstrände.

Hauptsächlich die Gegenden um Balatonföldvár und Balatonlelle sind betroffen. Die angeschwemmten Fischkadaver verbreiten zudem einen bestialischen Gestank. Ratlos betrachten Einheimische und Touristen die verwesenden Tiere. Eine Stellungnahme offizieller Stellen zum Fischsterben steht bisher aus.

Die anhaltende Hitze der letzten Tage sowie die geringen Niederschläge haben die Wassertemperatur im Balaton stark ansteigen lassen. Dieser Umstand ist Stress auf höchstem Niveau für alle Fische. Dieser wird vor allem durch fehlenden Sauerstoff verursacht, der bei warmem Wasser weniger gebunden werden kann. Hinzu kommt ein rapides Algenwachstum, das nachts zusätzlichen Sauerstoff verbraucht. Aale sind meist die ersten, die tot zur Oberfläche treiben, da sie sich am Grund aufhalten, wo der Sauerstoffgehalt ohnehin am geringsten ist.

Auch ein Ausbruch der Aalrotseuche wird durch die warme Wetterlage besonders begünstigt, weshalb der endgültige Grund für das Massensterben von Aalen nicht immer sofort klar ist.

-gd-

Dauer-Demonstrationen in Budapest

Schwere Unruhen nach „Lügen“-Rede des Ministerpräsidenten Gyurcsany

Eine umstrittene Rede des Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsany hat im September in Budapest Unruhen und Dauer-Demonstrationen ausgelöst, die als schwerste Krise in die ungarische Nachwende-Geschichte eingehen dürften. Begonnen hatte der Skandal mit der Veröffentlichung einer ursprünglich internen Rede Gyurcsanys im Kreise seiner sozialistischen Fraktion, im Mai dieses Jahres, unmittelbar nach der gewonnenen Parlamentswahl.

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