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Brustwarze statt Warze operiert

Einem 17-jáhrigen Mädchen in Ungarn hat ein Chirurg anstelle einer Warze etwa ein Drittel der Brustwarze entfernt. Die Angelegenheit werde jetzt innerhalb von vier bis sechs Wochen überprüft, sagte die Hauptdirektorin und Chefärztin der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen von Pécs/Fünfkirchen (Baranya), Ágnes Kovács, nach Angaben der Unabhängigen Nachrichtenagentur. Der Bericht vom Sonntag bezieht sich auf Aussagen der Eltern des Mädchens. Sie könnten nicht verstehen, wie ein Arzt eine Warze mit einer Brustwarze verwechseln könne. Das Mädchen hatte sich an die Mediziner gewandt, weil sie die unmittelbar neben der Brustwarze befindliche Warze entfernen lassen wollte.

„Leider ist die Warze geblieben, hingegen wurde von der Brustwarze ein Stück herausgeschnitten, ein völlig gesundes Stück wurde entfernt“, erklärte die Mutter des Mädchens. Dies sei durch eine Gewebeuntersuchung festgestellt worden. Die Familie wandte sich an einen anderen Dermatologen, der bestätigte, dass die Warze nicht entfernt wurde. Die Untersuchung des Vorfalls habe bereits vor anderthalb Monaten begonnen und werde noch etwa ebenso lange andauern, sagte Kovács, Chefin des Chirurgen.

Neue Touristenattraktion: Motor-Floß auf der Donau

Ein motorisiertes Floß speziell für Touristen ist im Süden Ungarns zu Wasser gelassen worden. “Unser Ziel ist es, die wunderschöne Landschaft des Donau-Drau-Nationalparks zu zeigen“, erklärte die Chefin der Pécser Filiale des Reisebüros Tensi unserer Zeitung. Gleichzeitig diene dieses Floß auch als Veranstaltungsschiff für Gesellschaften bis zu 50 Personen. An den Abenden lädt es als Restaurant zu Wein und typisch ungarischen Speisen ein, verwandelt sich in eine Fischer-Csárda.

„Wir empfehlen es für Gruppen beispielsweise für Frühschoppen oder Kaffee-Fahrten. Ab Wochenmitte sollen die ersten Ausflüge mit dem Floß von Mohács aus in die sehenswerte Donau-Landschaft starten, kündigt Vétek an.

Infos: www.dunaitura.hu oder 0036 70 454 56 10

Steuerbetrug besonders in Budapest akzeptiert

In der ungarischen Hauptstadt genießt Steuerbetrug wesentlich mehr Akzeptanz als in der Provinz. Das ergaben empirische Forschungen, die laut einem Bericht des ungarischen Geschäfts- und Finanzblattes „Napi Gaszdaság“ (Tägliche Wirtschaft) in einem Band mit dem Titel „Schattenwirtschaft“ erschienen sind. Dabei gehe es um die zwei typische Gebiete der Steuerhinterziehung: Betrug bei der Umsatzsteuer und Schwarzarbeit.

Zwischen 1996 und 2007 habe sich unter den Großbetrieben der Anteil von Einkäufen ohne Rechnung vermindert, während das Ausmaß im Dienstleistungssektor immer noch hoch sei. Die Entwicklung bei den Großbetrieben erklären die Forscher mit dem Erscheinen ausländischer Firmen in Ungarn. Bei einzelnen Segmenten des Konsums der Bevölkerung, beispielsweise der Autoreparatur, erreiche der Anteil von Käufen ohne Rechnung 60 Prozent.

Dabei seien die Menschen in der Provinz steuerbewusster. In der Hauptstadt dagegen kommen Käufe ohne Rechnung häufiger vor. In Budapest hielten nur 40 Prozent der Befragten Steuerbetrug für unmoralisch, während es in der Provinz 70 Prozent waren, sagte István János Tóth, Forscher des Instituts für Wirtschaftswissenschaften der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und Ko-Autor des Bandes.

Von der Verbreitung der Schwarzarbeit zeugt, dass nahezu 25 Prozent der Befragten in den letzten zwei Jahren ihre „Bezahlung“ auf Rechnung oder „in die Tasche“ erhielten. Nach Schätzung der Wissenschaftler betraf die „nicht registrierte Arbeit“ 16 bis 17 Prozent der Arbeitnehmer oder etwa 630 000 bis 670 000 Menschen.

Produktion von Bioenergie

Im Herbst kommt alkoholhaltiges Benzin in Umlauf

„Unter den Agrar-Strukturwandelprogrammen der nächsten Zeit ist eines der wichtigsten Vorhaben die Produktion von energiespendenden Rohstoffen“, kündigte der Staatsekretär des Landwirtschaftsministeriums Zoltán Gogös auf dem in Szekszárd abgehaltenen Landesforum, auf dem die ungarischen Möglichkeiten der Produktion von Bioenergie diskutiert wurden, die Absicht der Regierung an.

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