Gefro Banner

Ungarns Winzer des Jahres kommt aus Eger

Die ungarische Weinakademie hat György Lőrincz aus dem Weinbaugebiet Eger zum Winzer des Jahres gewählt. Nach seiner Karriere als Spitzensportler, in deren Verlauf er sich als erstklassiger Wasserballer einen Namen machte, konnte er schon mehrfach durch seine Leistungen in der Weinproduktion auszeichnen. Er absolvierte die Universität für Gartenbau und Lebensmittelindustrie, um anschließend im Weinfach zu promovieren.

Seine berufliche Laufbahn begann dann bei der Egervin Weinwirtschafts AG, wo er zum Leider für Technologie und Produktentwicklung aufstieg. Später übernahm er die Aufgabe des Geschäftsführers beim Familienunternehmen St. Andrea GmbH. Als Anerkennung für seine Leistungen wurde er unter anderem in Polen als Mann des Jahres gewählt und erhielt 2007 das Ritterkreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn. Er war in seinem Heimatland auch schon Winzer der Winzer sowie in Eger Winzer des Jahres. Seinen jetzigen Titel darf er auf Lebenszeit tragen, muss aber nach einem Jahr dem Titel die Jahreszahl seiner Wahl hinzufügen.

Schlag gegen Wirtschaftskriminalität in Ungarn

Einen Coup gegen die Wirtschaftskriminalität hat die Direktion der Flughafenpolizei in Budapest gelandet. Bereits am Freitag wurden die Direktoren der Rechtsabteilungen der Budapester Flughafen AG und der Budapester Verkehrsbetriebs AG in Gewahrsam genommen, wurde am Sonntag mitgeteilt. Ihnen werden Bestechlichkeit, Untreue und andere Straftaten vorgeworfen. Gegen weitere drei Personen laufen ebenfalls Strafverfahren in diesem Fall.

Ein Sonderkommando der Polizei nahm den Direktor der Rechtsabteilung des Verkehrsbetriebes fest, als er zehn Millionen Forint (etwa 37 000 Euro) von einem Mitarbeiter einer Firma übernahm, die mit seinem Unternehmen in einem Vertragsverhältnis steht. Dabei leistete der Direktor passiven Widerstand, während der andere Beteiligte zu flüchten versuchte.

Die Ermittlungen hatten bereits im April nach der Anzeige durch eine Privatperson begonnen, die die Ermittlungsbehörde auf Korruption im Zusammenhang mit dem Verkehrsbetrieb aufmerksam gemacht hatte. Die Polizei fand Beweise dafür, dass der Direktor der Rechtsabteilung der Airport AG mit seinem früheren Untergebenen, dem derzeitigen Direktor der Rechtsabteilung der Budapester Verkehrsbetriebs AG zusammenspielt. Durch Manipulationen brachte er offenbar beträchtliche Summen beiseite, die für Anwaltsbüros bestimmt waren die aus Abrechnungen nicht geleisteter Arbeiten stammten.

Bombenfund in Budapest – Evakuierungen

In Budapest ist am Freitag bei Bauarbeiten eine deutsche Sprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bis Samstagvormittag wird sie noch an der Fundstelle bleiben, bis die Polizei die Bewohner der umliegenden Häuser evakuiert und mehrere Straßen für den Verkehr gesperrt hat, wurde mitgeteilt. Erst dann beginnen Spezialisten mit der Entschärfung des Sprengkörpers. Der Zünder soll entfernt und die Bombe dann abtransportiert wreden. Die Bombe war seinerzeit in scharfem Zustand abgeworfen worden, aber offenbar wegen eines Fehlers nicht hochgegangen.

Ungarischer Komponist bestohlen

Dem weltweit bekannten ungarischen Pianisten und Komponisten Zoltán Kocsis ist bei einem Einbruch in dessen Wohnung der Rechner mit seiner neuesten Partitur gestohlen worden. Der musikalischer Hauptdirektor der Nationalen Philharmoniker erklärte am Donnerstag dem privaten Rundfunksender InfoRádió, auf dem Laptop sei der von ihm komponierte dritte Aufzug zum Fragment der Schönberg-Oper Moses und Aron gespeichert, deren Weltpremiere für den 16. Januar geplant ist. Ungeachtet des Diebstahls werde aber die Aufführung nicht ausfallen, denn es gebe eine Kopie der Partitur, an der jedoch noch gearbeitet werden müsse, sagte der Musiker. Auch das Tagebuch und die Datenbasis von Kocsis befanden sich auf dem Rechner, seien jedoch ebenfalls ersetzbar.