Millionen durch Rechnungsfälschung hinterzogen

Steuerbetrügern großen Stils sind die Zollfahnder in Ungarn auf die Spur gekommen. In einer Garage in Pécs stellten die Beamten große Mengen Stempel, Rechnungsblöcke und andere Beweismittel sicher, teilte der Zoll am Mittwoch mit. Ein Einwohner von Pécs betrieb den Angaben zufolge eine „Rechnungsfabrik“, die in den vergangenen drei Jahren Belege für rund hundert Firmen auf die Namen von nicht mehr existierenden oder in Konkurs befindlichen Unternehmen ausstellte. Hinter den fiktiven Rechnungen steht ein Wert von einer Milliarde Forint (rund 3,6 Millionen Euro). Die Spur des mutmaßlichen Täters, der sich zwei Monate lang versteckt hielt, führte auf den Pécser Friedhof, wo ihn Zollmitarbeiter schließlich festnahmen.

Ryanair fliegt wieder Osijek an

Billigflieger Ryanair wird am 5. Mai seine Flüge von Frankfurt/Hahn nach Osijek (Kroatien) wieder aufnehmen, berichtet das Tourismus Panorama. Zwei Mal wöchentlich bietet sich für Touristen aus Deutschland die Möglichkeit, nicht nur in die nordöstliche Region Kroatiens, sondern auch in den Südwesten Ungarns zu reisen. In diesem Jahr könnte das besonders angesichts der Programme in der innerhalb von anderthalb Autostunden erreichbaren Kulturhauptstadt Europas Pécs2010 interessant sein, da der viel näher gelegene Flugplatz Pogány immer noch keinen Flugverkehr aufzuweisen hat.

Ryanair teilte mit, dass sie für gemeinsames Marketing mit Pécs bereit ist und für die ungarische Kulturhauptstadt in Deutschland und ganz Westeuropa gern werben würde. Im vorigen Sommerhalbjahr stand Osijek erstmals auf dem Flugplan von Ryanair.

Die Fluggesellschaft steigert nach eigener Aussage ungeachtet der allgemeinen Rezession weiterhin die Zahl der Reisenden und Flugziele. Im Finanzjahr 2009/2010 befördert sie 66 Millionen Fluggäste und übertrifft damit Lufthansa um 10 Millionen.

Leugnen des Holocaust künftig auch in Ungarn strafbar?

Auch in Ungarn kann das Leugnen des Holocaust künftig strafbar werden. Das Parlament beschloss mit 185 Ja-Stimmen und 148 Enthaltungen eine detaillierte Diskussion über eine entsprechende Modifizierung des Strafgesetzbuches. Nachdem entsprechende Initiativen in Ungarn mehrfach gescheitert waren, weil der Paragraph noch andere Elemente außer dem Holocaust enthielt, richtet sich die neuerliche Modifizierung ausschließlich auf den Tatbestand der Leugnung des Holocausts.

Die derzeitige Oppositionspartei Fidesz – nach der Parlamentswahl im April mit aller Wahrscheinlichkeit allein regierend – lehnt den Paragraphen allerdings ab und bezeichnet ihn als verfassungswidrig. Er stehe auch im Widerspruch zu Stellungnahmen des Verfassungsgerichts und der Europäischen Union. Der Gesetzesvorschlag sei zu einseitig, weil er sich nur mit den Opfern der Nazi-Diktatur, nicht jedoch mit den Toten des kommunistischen Systems befasse.

Vier-Sterne-Hotel für Siklós

Die Zukunft des bislang brach liegenden Geländes der ehemaligen Grenzerkaserne in Siklós (Baranya) scheint immer klarer zu werden. Eine in holländischem Eigentum befindliche Budapester Firma plant die Errichtung eines 4-Sterne-Sporthotels. Die Gruntmij Canor GmbH ist bereits als Investor in Ungarn bekannt. Sie baute das Budapester Spaßbad Aquaworld sowie etliche Wohnparks, Hotels und Supermärkte.

Bügermeister János Marenics zeigte sich in einem Interview zuversichtlich, vor allem weil der Kaufvertrag über das Grundstück bereits unterzeichnet ist. Der Reservierungsbetrag von zehn Prozent der 120 Millionen Forint Kaufsumme sind bereits in der Stadtkasse.

In Siklós soll neben dem Hotel ein Einkaufszentrum entstehen. Später möchten die Investoren Apartmenthäuser zum Hotel errichten. Für das Vorhaben sollen privates Kapital und Fördermittel der Union gewonnen werden.