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Verbrauchervertrauen in Ungarn stabilisiert sich

Das Verbrauchervertrauen in Ungarn ist offenbar auf dem Wege der Stabilisierung. Das geht aus einer gemeinsamen Untersuchung des Marktforschungsunternehmens GfK Hungaria und der Corvinus-Universität über das 3. Quartal 2009 hervor. Es scheint sich mit einem Index von 146,3 Punkten auf dem Niveau vor Ausbruch der Wirtschaftskrise zu stabilisieren. Auch in naher Zukunft sei auf diesem Gebiet keine bedeutende Veränderung zu erwarten, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht darüber.

Auch der Index der Verbraucher-Erwartungen hat sich im Vergleich zum 2. Quartal nur kaum geändert und steht mit 180,4 Punkten noch immer auf einem relativ hohen Niveau. Dagegen ist der Index der Kaufbereitschaft geringfügig gefallen. Dagegen gab es bei den Erwartungen in Bezug auf die Arbeitslosigkeit und das Sparen keine Veränderung.

„Die Ergebnisse bestätigen, dass sich das Verbrauchervertrauen nach dem starken Rückgang, der dem Beginn der Wirtschaftskrise folgte, zu stabilisieren scheint und wahrscheinlich ist in naher Zukunft ein radikaler Anstieg nicht zu erwarten“, stellte der Direktor von GfK Hungária, Ákos Kozák, zu den Trends fest. „Die Bevölkerung ‚wartet ab‘, könnte man sagen. „Ein Jahr nach Ausbruch der Krise haben die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen in der Lebensführung der Bevölkerung Spuren hinterlassen, vieles hat sich in ihrem Leben verändert, und derzeit glauben sie vielleicht daran, dass es schlechter nicht wird.“

Ungarn: Balaton entgeht angeblich der Krise

Der Balaton scheint nach ungarischer Einschätzung kaum von der weltweiten Finanzkrise betroffen zu sein. „Die Krise hat die Balaton-Region nicht erschüttert“, zitiert das Internetportal sonline.hu den Vorsitzenden des Regionalen Fremdenverkehrs-Ausschusses Balaton, Sándor Rosta. So sei zwar gewiss, dass der Umsatz des Seeufers um 8 bis 10 Prozent zum Vorjahr gefallen sei. Dies sei jedoch „akzeptabel“ im Vergleich zu anderen Ländern, die über noch 5 bis 7 Prozent schlechtere Daten wegen der Krise berichten.

Günstig sei, dass der Anteil von Ungarn unter den Touristen über 80 Prozent stieg, was teilweise das Ausbleiben von Ausländern ausglich. Die endgültige Schnellbilanz und die Zahlen des Statistischen Amtes mit dem genauen Umsatz stünden jedoch noch aus.