Pferdebahn und römische Festung – Festetics-Gut wird rekonstruiert

Keszthely – Eine neue Attraktion für Touristen soll am südwestlichen Zipfel des Balatons innerhalb der kommenden drei Jahre entstehen. Für umgerechnet knapp 13 Millionen Forint erhält der alte Festetics-Meierhof in Fenékpuszta ein neues Antlitz. Das Kleine Palais wird erneuert, ein Teil der alten römischen Festung auf dem Grundbesitz, der der Helikon Schlossmmuseum GmbH unterstellt ist, wieder aufgebaut. Außerdem sehen die nunmehr genehmigten Pläne eine Reithalle, ein Museum und eine Pferderennbahn vor, berichtet die Zeitung „Népszabadság“.

Der Festetics-Meierhof soll nach der Fertigstellung im Jahre 2010 eine der populärsten Sehenswürdigkeiten der Balaton-Region werden. Schon jetzt rechnen die Verantwortlichen mit jährlich rund einer halben Million Besuchern. „Bei der Zusammenstellung der Pläne achteten wir darauf, dass nicht nur das Festetics-Erbe, sondern die ganze Vergangenheit des Meierhofes für die Öffentlichkeit erschlossen wird“, sagte der Direktor der Helikon Schlossmmuseum GmbH, László Czoma, der Zeitung. Dabei sei es gelungen, die Zeugnisse der älteren und der jüngeren Vergangenheit, der römischen Epoche und des 19. Jahrhunderts, zu integrieren.

Die Gebäude des Gutes der Adelsfamilie Festetics wurden im Jahre 1820 im klassizistischen Stil erbaut. Besonders berühmt war das Gestüt von Fenék der Familie Festetics. Im Neumeierhof ist im Jahre 1828 Júlia Szendrey, die spätere Frau des ungarischen Dichters und Volkshelden Sándor Petőfi geboren, deren Vater zu dieser Zeit der Verwalter der Familie Festetics war.

Achtung Autofahrer: Verschärfte Tempokontrollen auf Ungarns Autobahnen

Budapest – Ungarns Polizei verschärft die Geschwindigkeits-Kontrollen an der Autobahn M1 von der Landesgrenze zu Österreich und der Slowakei nach Budapest. Jetzt können die Autfahrer schon an acht Stellen in beiden Fahrtrichtungen damit rechnen, geblitzt zu werden und bei überhöhtem Tempo ein Foto zu erhalten, berichtet das Internet-Portal www.uno.hu. Dabei sind im Wechsel jeweils zwei Punkte in Betrieb. Bisher gab es nur vier mögliche Messpunkte.

Hinzu kommen später an der Balaton-Autobahn (Budapest-Siófok-kroatische Grenze) so genannte Abschnittskontrollen, bei denen die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen zwei Messpunkten festgestellt wird. Die Tests sollen im zweiten Halbjahr beginnen. Nach Angaben des Chefs der ungarischen Verkehrspolizei, Ferenc Pausz, stehen zur Erprobung drei Systeme zur Verfügung.

Überhöhte Geschwindigkeit gehört in Ungarn zu den Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Die Unfallstatistik verschlechterte sich seit Beginn des Jahrhunderts erheblich, so dass das Land nunmehr einen der schlechtesten Plätze unter den EU-Ländern einnimmt. Deshalb hat die Polizei vor allem den Rasern den Kampf angesagt.

Ryanair tauscht Sármellék gegen Budapest

Budapest – Billigflieger Ryanair hat seine sechste Linie von Budapest aus angekündigt, berichtet das Internet-Portal www.sunline.hu. Sie wird vom Herbst an Frankfurt-Hahn von der ungarischen Hauptstadt aus anfliegen. Maschinen des neuen Typs 737-800 verkehren wöchentlich vier Mal. Gleichzeitig gibt Ryanair den Balaton-Flughafen Sármellék auf.

In der Wintersaison werden die Balaton-Linien der Gessellschaft gestrichen. Ryanair teilte mit, dass vorläufig noch nicht entschieden sei, ob sie im Sommer nächsten Jahres Sármellék anfliegen wird. Verhandlungen des Flughafens Fly Balaton in Sármellék mit Ryanair laufen noch bis Ende kommender Woche.

Fachleute sehen dem Bericht zufolge hinter der Verlagerung nach Budapest den Konkurrenzkampf. Ryanair wolle auf dem ungarischen Markt Wizz Air besiegen. Dafür bestünden jedoch von der Hauptstadt aus bessere Chancen.

Pilotenfehler vermutlich Ursache für Absturz von Ultraleichtflugzeug in Ungarn

Budapest – Ein Pilotenfehler ist vermutlich die Ursache für den Absturz eines Ultraleicht-Flugzeuges ungarischer Produktion am vergangenen Donnerstag im Raum von Bugac (Komitat Bács-Kiskun) gewesen. Das geht aus einer ersten Expertenaussage über das Unglück hervor, bei dem der ungarische Pilot und ein Holländer ums Leben kamen, berichtet die Zeitung „Népszabadság“.

Die Luftfahrtbehörde wollte auch einen technischen oder Konstruktionsfehler nicht ausschließen. Sie ordnete daher bis zum Abschluss der Untersuchung des Unfalls ein Flugverbot für die kleinen Maschinen des Typs Corvus Corone an.

Nach Informationen der Zeitung hatte der Pilot den mächtigen Fallschirm nicht einsatzbereit gemacht, der aber bei Zwischenfällen die Maschine mit den Menschen an Bord sicher an den Boden zurückbringt.

Ultraleichtflugzeug abgestürzt – ein Holländer und ein Ungar tot

Kecskemét – Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeuges für zwei Personen im Komitat Bács-Kiskun sind dessen ungarischer Pilot und ein Holländer ums Leben gekommen. Die Maschine war am Donnerstagabend 20.00 Uhr in Jakabpuszta zu einer kleinen Runde aufgestiegen, berichtet die Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf einen Sprecher des Landes-Katastrophenschutzes. Ein Förster alarmierte die Polizei, nachdem er das Flugzeug bei Bugacpuszta verschwinden sah. Bei der anschließenden Suche fanden Hilfskräfte vor Mitternacht die Trümmer des Leichtflugzeuges und die Leichname.

Nach Angaben des Sprechers handelte es sich um den sechsten Luftfahrt-Unfall in diesem Jahr in Ungarn, bei dem der Katastrophenschutz um Hilfe gebeten wurde.