Charterflüge aus der Provinz nach Korfu

Ein direkter Charterflug verbindet ab Sommer die Stadt des Sonnenscheins Pécs mit der grünen griechischen Insel Korfu. Vom Flugplatz Pécs-Pogány fliegt zwischen dem 12. Juni und dem 18. September jeden Dienstag insgesamt 15 Mal die ungarische Fluggesellschaft Eurotigair mit den Maschinen BAe-146-300 in Richtung Süden. Den Flug mieten drei Reisebüros, Tensi, IBUSZ und Neckermann und füllen ihn zu gleichen Anteilen mit Reisenden.

Von der Budapester Zentrale von Tensi Tours erfuhren wir, dass das Reisebüro noch aus zwei weiteren, in der Provinz gelegenen Städten in der Sommersaison Charterflüge nach Korfu startet: Von dem Sármelléker Flugplatz FlyBalaton starten zwischen dem 19. Juni und dem 28. August (Eurotigair) am Dienstag und vom Airport Debrecen zwischen dem 13. Juni und dem 12. September jeden Mittwoch Charterflüge (Malév – Anmieter ist noch IBUSZ und 5Kontinens, Plätze mieten auch Neckermann und TUI) nach Korfu.

Pápa bereitet sich auf die Saison vor

In erster Linie will man auf dem Thermal-Campingplatz von Pápa in dieser Saison mehr Animationsprogramme anbieten, eine weitere Neuigkeit ist, dass das Thermalbad die Einstufung als Heilwasser erhielt.

Auch im Winter kam das Leben auf dem das ganze Jahr über geöffneten Campingplatz nicht zum Stillstand, denn auch in der kalten Jahreszeit kommen ständig Gäste zur Erholung hierher. Gegenwärtig ist man mit den Vorbereitungsarbeiten auf die Saison beschäftigt. Der erste Ansturm wird zu Ostern erwartet, dieser Tage wird auch der Zeitplan der Feiertagsprogramme endgültig festgelegt. Diesmal wird es Bastelangebote geben und auch die traditionellen ungarischen Volksbräuche werden vorgestellt. Animationsprogramme werden verstärkt angeboten: Vor allem in der Sommersaison werden junge Animateure in mehreren Sprachen die Gäste, Erwachsene und Kinder, unterhalten. Jede Woche werden mehrmals Busausflüge, abendliche Musik- und Unterhaltungsveranstaltungen und Grillabende organisiert.

Außerdem wird die Zahl der Sportaktivitäten erweitert und die Linie gesunde Lebensweise und Wellness verstärkt, unterstützt von dem in der Nachbarschaft des Campingplatzes liegenden Thermalbad. Durch die Anerkennung des Thermalwassers als Heilwasser erweitern sich auch die Angebote des Bades, in Zukunft können auch medizinische Leistungen in Anspruch genommen werden.

Roma als Zielscheibe von Extremismus – Ombudsmann warnt

Budapest (MTI) Roma sind die erste Zielscheibe des zunehmenden Extremismus in Ungarn, sagte der ungarische Ombudsmann für die Rechte von Minderheiten Jenö Kaltenbach.

Ganz Europa erlebe eine Zunahme extremistischer Ideen und Symbole, die während langer Zeit verschwunden geglaubt waren. Dies sagte Kaltenbach in einem Statement, das MTI am Mittwoch anlässlich des Internationalen Tags für die Eliminierung von Rassendiskriminierung erhielt. Kaltenbach zitierte den früheren deutschen Aussenminister Joschka Fischer und nannte Rassismus „die Seuche unserer Zeit“. Während der Rassismus in Westeuropa vor allem Immigranten betreffe, seien in Zentral- und Osteuropa meist Roma die ersten Zielscheiben. Eine europaweite Umfrage zeigte kürzlich, dass 64 Prozent der Befragten ethnische Diskriminierung für die am meisten verbreitete Form von Diskriminierung halten, und 77 Prozent schätzen es als einen Nachteil ein, Roma zu sein. In Ungarn teilten 86 Prozent der Befragten diese Meinung.

Anders als der europäische Durchschnitt erwarten die Ungarn in erster Linie von der Regierung, die Situation zu Verbessern. Nur wenige sahen die Verantwortung auch bei lokalen Gemeinschaften, Familien, Schulen und Kirchen.

In Ungarn leben mehr als eine halbe Million Roma, die meisten von ihnen im Nordosten. Sie bilden die grösste ethnische Minderheit der 10 Millionen Menschen in Ungarn. Roma sind weniger gut ausgebildet und viel ärmer als die Mehrheit der Bevölkerung, und die Arbeitslosenrate liegt bei rund 80 Prozent. Die Lebenserwartung bei der Geburt ist rund zehn Jahre tiefer als bei Nicht-Roma, und die Sterblichkeitsrate viel höher.

Lexikon zum Holocaust in Ungarn erschienen

Budapest (MTI) Ein umfangreiches Lexikon von drei Bänden über den Holocaust in Ungarn wurde am Montag in der Budapester Holocaust-Gedenkstätte veröffentlicht.

Das 1’600seitige Werk umfasst Beiträge von 23 internationalen Historikern und Forschern. Laut Angaben der Holocaust-Gedenkstätte ist es die erste solche Publikation, die einen Einblick in die geographischen Orte und Details darüber gibt, wie die ungarischen Juden in Ghettos gehalten und 1944 in die Lager der Nazis deportiert wurden.

Hauptherausgeber der drei Bände ist der New Yorker Universitätsprofessor ungarischer Abstammung Randolph L. Braham. Der 85jährige Braham war an über 70 Werken über den Holocaust in Ungarn und Rumänien beteiligt. Er erhielt vom Oberrabbiner Alfred Schoner den Preis der Ungarischen Jüdischen Gemeinschaften in Budapest für sein Lebenswerk.

In Ungarn starben 550’000 bis 600’000 Menschen während dem Holocaust , die meisten von ihnen in Konzentrationslagern.

Rekord der Exporte nach Russland im Jahr 2006

Moskau (MTI) Im Jahr 2006 haben ungarische Tochterfirmen von transnationalen Konzernen ihre Exporte nach Russland deutlich erhöht im Vergleich zum Vorjahr. Dies teilte das ungarische Handelsbüro in Moskau am Montag MTI mit.

2006 stiegen die ungarischen Exporte nach Russland auf 71 Prozent an, mit Erträgen von fast zwei Milliarden Dollar. In den vergangenen fünfzehn Jahren seien die Exporte nie so stark gestiegen, sagte Pal Szucs aus Moskau. Diese seien auf zunehmende Lieferungen aus ungarischen Produktionseinheiten von grossen internationalen Elektronik-, Telecom- und IT-Firmen zurückzuführen. Diese Sektoren machten laut Szucs 50 Prozent der ungarischen Exporte nach Russland im Jahr 2006 aus.

Ungarn exportierte nach Russland auch Fertigwaren, darunter etwa Medikamente, mit einer Exportsteigerung von 16 Prozent und Erträgen von 800 Millionen Dollar. Der Export von Nahrungsmitteln stieg um 10 Prozent, nahm aber nur 10 bis 13 Prozent der gesamten Exporte nach Russland ein, wie Szucs mitteilte.

Im Vergleich zu den Exporten stiegen die Importe aus Russland nach Ungarn 2006 nur um 27 Prozent, was laut Szucs hauptsächlich mit den hohen Energiepreisen zu tun habe.