Radweg von Harkány nach Kroatien geplant

Schon im Frühjahr nächsten Jahres soll ein Radweg vom südungarischen Badeort Harkány nach Drávaszabolcs an die ungarische Grenze führen. Die Region Siklós war bei einer Ausschreibung erfolgreich und erhielt für die Investition 105 Millionen Forint (etwa 446 000 Euro) vom Wirtschaftsministerium. Die Projektierung ist bereits abgeschlossen, das Ausschreibungsverfahren zur Auswahl der Auftragnehmer im Gange, berichtet die Zeitung „Dunántúli Napló“. Gegen Ende des Jahres sollen die Arbeiten beginnen.

Experten erwarten vom Radweg einen Aufschwung für den Tourismus. Dieser findet nämlich Anschluss an den mit EU-Unterstützung gebauten 110 Kilometer langen Radweg von Slatina über Donji Mihojlac nach Belisce. Auf ihm können Touristen das Drau-Gebiet jenseits der kroatischen Grenze erkunden. Auf ungarischer Seite soll später ein zwölf Kilometer langer Radweg zwischen Siklós mit der sehenswerten mittelalterlichen Burg und der ungarischen „Rotwein-Hauptstadt“ Villány entstehen. Harkány und Siklós wiederum sind bereits jetzt durch einen Radweg verbunden.

Zweistellige Gaspreiserhöhung im Herbst

Die dritte Gaspreiserhöhung dieses Jahres in Ungarn wird wahrscheinlich zweistellig ausfallen, aber deutlich geringer sein als noch vor Wochen befürchtet. Ein entsprechender Vorschlag des Ungarischen Energie-Amtes sei bereits dem Ministerium für Energiewesen übergeben worden. Nach Zeitungsinformationen müssen sich die Vebraucher auf einen etwa elfprozentigen Anstieg einstellen, was den Preis je Kubikmeter Gas auf 136,75 Forint anheben würde, was nach dem derzeitigen Wechselkurs knapp 58 Eurocent bedeutet.

Zuletzt ist den Angaben zufolge im Juli der Gaspreis um 9,9 Prozent gestiegen, nachdem das Energie-Amt 13,5 Prozent vorgeschlagen hatte. Für den Herbst waren noch kürzlich 30 bis 40 Prozent Preisauftrieb im Gespräch. Zu Jahresbeginn mussten die Verbraucher je Kubikmeter noch 106,56 Forint zahlen.

Ungarn mit mehreren Billionen Forint verschuldet

Ungarns Bevölkerung ist derzeit mit mehreren Billionen Forint (1 Euro derzeit 234 Forint) verschuldet. Der Durchschnittsbürger in dem Land mit rund zehn Millionen Einwohnern verwendet etwa 13 Prozent seines Einkommens für die Rückzahlung von Krediten, berichtet die Presse am Donnerstag unter Berufung auf Daten der Staatlichen Aufsicht der Finanzorganisationen. Danach häuften die Ungarn bis Ende April 5769 Milliarden Forint an Krediten für die Bevölkerung an. Bei den Devisenkrediten betrug die Summe umgerechnet rund 3669 Milliarden Forint. Ende vorigen Jahres hatte sich dieser Teil der Schuldenlast noch auf rund 3189 Milliarden Forint belaufen.

Besonders auffällig ist das rapide Schuldenwachstum innerhalb eines Jahres. Ende April 2007 lag die Summe der Devisenkredite noch bei 2221 Milliarden. Nach Beobachtungen der Banken geben ungarische Haushalte immer häufiger und in immer größerem Maße ihre Monatseinkommen im voraus aus. Besonders für Menschen mit bescheidenerem Einkommen sei charakteristisch, dass sie sich in ihren Geldangelegenheiten mehr „strecken“, als das ihr Geldbeutel erlauben würde.

Dies sei aber nicht allein ein Problem der Verschuldung, meinen Analysten, sondern die Haushalte müssten wegen der ständig steigenden Energiepreise ihre Budgets neu planen, in vielen Fällen neue Einnahmequellen suchen. Die meisten tun dies nach einer Untersuchung der Nationalbank über Kredite. Das monatliche Durchschnittseinkommen stieg den Angaben zufolge von 145 856 Forint im Juni 2004 auf 200 198 Forint im Juni dieses Jahres.

33 Wasserrettungen an einem Tag

Einen Zehn-Jahres-Rekord vermeldet die Wasserpolizei am Balaton: 33 Personen, darunter ein vierjähriges Kind und ein 80-Jähriger, wurden an nur einem Tag aus Lebensgefahr gerettet. In vier Fällen hätten sich Tragödien ereignet, falls die Helfer nur um Minuten verspätet eingetroffen wären, vermeldet László Horváth, Oberstleutnant und Chef der Wasserpolizei am Balaton gegenüber der Tageszeitung Somogyi Hírlap.

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