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Erste Bank übernimmt Plaza-Bau in Siófok

Die Erste Ingatlan GmbH, eine Tochter der Ersten Bank, wird nach Angaben des Internetportals sonline.hu neuer Eigentümer des Plaza-Baus in Siófok. Über die vorläufige Vereinbarung informierten das Finanzinstitut und Sió Ingatlan Invest das Bürgermeisteramt.

Derzeit besteht kein gültiger Vertrag zwischen der Stadtführung und dem Investor. Den ursprünglichen Vertrag mit der Sió Ingatlan Invest GmbH hatte die Selbstverwaltung im Herbst letzten Jahres überarbeitet. Dabei knüpfte sie die Fortsetzung der Arbeiten an strengere Bedingungen. Für die Überschreitung von Terminen hatte der Investor 29 Millionen Forint (rund 107 000 Euro) Schadensersatz an die Selbstverwaltung gezahlt.

Für die an diesem Donnerstag anberaumte Sitzung des Abgeordnetengremiums stand eine eventuelle Erneuerung des Vertrages nicht auf der Tagesordnung. Als Grund dafür sieht sonline.hu, dass das Dokument über den Eigentümerwechsel frühestens in den ersten Märztagen abgesegnet werden könne. Danach könnten dann auch die Verhandlungen über die neuen Vertragsbedingungen anfangen.

Siófok eröffnet erste Schlittschuhbahn

Kinder und Erwachsene warten schon ungeduldig darauf: An diesem Donnerstag beginnt die Eislaufsaison auf dem Balaton. In Siófok, der heimlichen Hauptstadt des „ungarischen Meeres“, öffnet die erste Eislaufbahn am Südufer. Das Eis hat inzwischen eine Stärke erreicht, die der Belastung standhält, so dass die Selbstverwaltung wie im vorigen Jahr am Újhely-Strand dafür eine Fläche freigeben kann. Auf einem Areal von 2000 Quadratmetern können die Schlittschuhläufer von früh bis spät ihre Kurven ziehen. Dabei gewährleistet eine Aufsicht und ein medizinischer Dienst auch die entsprechende Sicherheit, teilte der Pressesprecher der Stadt mit.

Bei Balatonföldvár soll das Vergnügen auf Kufen am Wochenende beginnen, während Zamárdi wohl in diesem Jahr keine Chance zum Eislauf bietet. Die Freizeitsportler sollten jedoch unbedingt nur die dafür vorgesehenen Flächen nutzen, da das Eis des Balaton trügerisch und die Eisdecke mitunter nur wenige Zentimeter dick ist, hieß es.

Siófok bangt um Hotels

Die mögliche Privatisierung staatlicher Hotels am Balaton hat in Siófok Besorgnisse ausgelöst. Bürgermeister Árpád Balázs wendet sich deshalb an den Finanzminister, berichtet das Internetportal sonline.hu. Die Regierung will dem Bericht zufolge den Betrieb von 14 Erholungs-Immobilien in Privathände geben. 21 Hotels am Balaton werden von der Zentralen Dienstleistungs-Direktion dem Ungarischen Nationalen Vermögensverwalter (MNV) übereignet. Wenngleich MNV noch nicht von Privatisierung spreche, sei im Falle der in seinen Besitz gelangenden Hotels ein späterer Verkauf nicht auszuschließen.

Zu den betreffenden Hotels gehören auch Széplak und weitere staatliche Erholungsheime der Stadt. Die Nachricht von der eventuellen Privatisierung oder Verpachtung habe den Bürgermeister erschüttert, der in einem Brief vom Finanzminister und von MNV jetzt um mehr Information ersuchte. Bislang habe Siófok nur aus der Presse von einer Liste erfahren, die die zur Verpachtung vorgesehenen oder dem nationalen Vermögensverwalter übergebenen Immobilien enthält. Deshalb möchte die Stadt auch eine offizielle Information darüber erhalten, welche Siófoker Erholungs-Immobilien genau von den Plänen der Regierung betroffen sind. Befürchtet werde vor allem, dass der „Féten-Tourismus“ in der sommerlichen Stadt verstärkt werde.

„Das Hotel Széplak soll weder verkauft noch verpachtet werden“, sagte der Bürgermeister. Hintergrund für den Protest sei, dass das Grundstück des Hotels bis an das Ufer des Balaton reicht und so der Hotelstrand die Uferpromenade trennt. Als Vorsitzender des Balaton Verbandes hatte der Siófoker Bürgermeister schon früher gefordert, die Ufergrundstücke unentgeltlich den Kommunen am Balaton zu übergeben. Dann könnten sie der Rechtsvorschrift im Balatongesetz genüge tun, das eine 30 Meter breite öffentliche Uferpromenade fordert. Zwar wäre die Enteignung eine Aufgabe der Selbstverwaltungen, der Staat stelle jedoch dafür kein Geld zur Verfügung. So habe keine Kommune die Mittel, um Grundstücke wie das vom Hotel Széplak zu erwerben.

Siófok trotz Wirtschaftskrise reicher

Siófok hat ungeachtet der Wirtschaftskrise bei den Steuereinnahmen 2009 einen Rekord hingelegt. Die heimliche Hauptstadt des Balaton übertraf die geplanten 2,5 Milliarden Forint um 20 Prozent, schreibt das Internetportal sonline.hu in einem Bericht. Mehr als die Hälfte der Steuergelder brachten die 100 größten Steuerzahler der Stadt mit 1,63 Milliarden Forint auf. „Siófok ist derzeit stärker und reicher als vor einem Jahr“, erklärte deshalb Bürgermeister Árpád Balázs auf dem Neujahrsempfang. Allein der Entzug staatlicher Mittel im Umfang von 250 Millionen Forint habe die Absicht der Selbstverwaltung durchkreuzt, die Steuern für Unternehmen zu senken.

Nachbar in Siófok niedergestochen – Urteil

Ein 73 Jahre alter Ungar aus Hessen hat in Siófok seinen 42-jährigen Nachbarn niedergestochen und ist deshalb vom Komitatsgericht Somogy rechtskräftig zu anderthalb Jahren Gefängnis mit drei Jahren Bewährung verurteilt worden. Der Rentner verbringt regelmäßig die Sommer am Balaton, sagte Gerichtssprecher Attila Vadócz der Balaton Zeitung.

Die Probleme begannen, als eine Familie mit Kind in die Nachbarschaft zog. Der 16-jährige Junge spielte nach Ansicht des Rentners zu laut Fußball und beschädigte den Zaun zwischen beiden Grundstücken. Als „Gegenmaßnahme“ machte der Mann aus Hessen regelmäßig die Bälle des Jungen kaputt, die auf sein Gebiet flogen.

Der Streit eskalierte, als er den Jungen beim Fahrradfahren vor seinem Haus abfing und ihm Schläge androhte. Der berichtete das seinem Vater, der den Rentner zur Rede stellte. Während der Auseinandersetzung versetzte der Vater dem 73-jährigen einen Schlag an der Schulter, worauf dieser ein Messer zog und seinem Nachbarn mit zwei Stichen in den Bauch lebensgefährliche Verletzungen beibrachte.