Kontrollen am Balaton: Hygiene unter der Lupe

Siófok – Bei 250 Hygienekontrollen will der Staatliche Volksgesundheits- und Amtsärztedienst innerhalb von zwei Tagen die Balatonregion unter die Lupe nehmen. Am Donnerstag und Freitag besuchen die Fachleute vor allem Gaststätten, aber auch einige Lebensmittelgeschäfte, berichtet das Unabhängige Multimedia Zentrum Balaton. Dabei wollen sie die vorschriftsmäßige Lagerung der Lebensmittel sowie die Einhaltung der Regeln beim Abwaschen und Reinigen überprüfen. Bei Verstößen sind dieses Mal noch keine Strafen, sondern nur Warnungen fällig.

Nach einem Bericht der Regionalzeitung „Dunántúli Napló“ (Komitat Baranya) sind derartige Kontrollen, bei denen vom Imbissstand über die Lángosbäcker bis hin zu Restaurants und Geschäften beinahe alles inspiziert wird, nächster Zeit an wichtigen Orten des Fremdenverkehrs in ganz Südtransdanubien fällig. Die „Lebensmittel-Razzien“ in den drei Komitaten Baranya, Somogy und Tolna seien in diesem Jahr größer als je zuvor.

Sex gegen Bares – Zeugnisse für Prostituierte

Budapest – Ungarische Prostituierte können jetzt Zeugnisse über ihre Fortbildung erwerben. Zum Ende des Sommers wird der Interessenverband der Prostituierten in Ungarn nach einem Lehrgang für Unternehmer in Sachen Sexarbeit solche Dokumente ausgeben, berichtet die aktuell-politische Fernsehsendung Híradó. Dabei wird es um die harten Tatsachen beim Geld gehen: Das Staatliche Amt für Steuer- und Finanzkontrolle formulierte auf Ersuchen des Prostituierten-Verbandes bereits für die etwa 110 Absolventinnen des ersten Fortbildungskurses die Regeln der Abrechnung.

Die allgemeinen Regeln der Einkommensteuer beziehen sich in Ungarn auch auf die Anbieter sexueller Dienstleistungen. Die Prostituierten können ihre Werbekosten, die Ausgaben für ärztliche Untersuchungen, Mobiltelefon sowie Pkw von der Steuer absetzen, erläuterte Verbands-Chefin Ágnes Földes. Bei der Ausstellung von Rechnungen will das Finanzamt den Vermerk „sexuelle Dienstleistung“ sehen.

Balaton bleibt beliebtestes Reiseziel der Ungarn

Siófok – Der Balaton bleibt auch in diesem Jahr das beliebteste Reiseziel der Ungarn. Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung planen in der Zeit bis September eine Fahrt dorthin, ergab nach einem Bericht des Unabhängigen Multimedia Zentrums Balaton eine Umfrage im Auftrag der Ungarischen Tourismus AG. 70 Prozent der Ungarn wählen Reiseziele im Inland, nur 13 Prozent wollen ins Ausland reisen. Schätzungsweise bedeutet dies 1,2 Millionen Inlandsreisen in der Hauptsaison.

Aufgrund der Tendenzen vergangener Jahre lässt sich sagen, dass in diesem Jahr die Popularität inländischer Reiseziele wieder zunimmt. Je ein Drittel derer, die ihre Reise ins Inland planen, gehören zu den Altersgruppen der 30- bis 44jährigen und der 18- bis 29jährigen. Unter den Reisenden befinden sich die Stadtbewohner sowie die durchschnittlich und überdurchschnittlich Verdienenden in der Mehrheit.

An den Plattensee planen mehr als drei mal so viele Ungarn eine Reise als nach Kroatien, das in der Popularitätsliste auf dem zweiten Rang steht. Voraussichtlich werden die Ungarn zwischen Mai und September dieses Jahres 60,3 Milliarden Forint (rund 240 Millionen Euro) für Inlandsreisen ausgeben.

Elfjähriges Mädchen vergewaltigt

Balatonföldvár – Ein elfjähriges Mädchen ist am Pfingstwochenende in Kõröshegy bei Balatonföldvár vergewaltigt worden, teilte die Polizei in Siófok mit. Der Täter, von dem eine vorerst nur ungenaue Personenbeschreibung vorliegt, wurde noch nicht gefasst. Die Polizei suchte inzwischen den Tatort nach Spuren ab.

Der bislang unbekannte Mann hatte das arglose Mädchen auf der Straße angesprochen und nach dem Weg gefragt. In seinem Auto brachte der Täter das Kind bis zu einem einsamen Feldweg, wo er es vergewaltigte. Das Auto des Mannes sei schon des öfteren in Kõröshegy gesehen worden, sagte Polizeisprecherin Judit Gáspár Heszné dem Rundfunksender InfoRádió.

Die Mutter brachte das Kind zum Arzt, der die Gewalttat bestätigte. Das Mädchen habe zwar keine schweren Verletzungen davongetragen, das Verbrechen habe es jedoch seelisch schwer in Mitleidenschaft gezogen.

14-jähriger bei Mohács ertrunken

Mohács – Ein 14-jähriger Junge ist am Montag in einem Bach bei Mohács ertrunken. Taucher fanden am frühen Abend seinen Leichnam. Der Junge war am Zusammenfluss des Csele-Bachs mit der Donau ums Leben gekommen, berichtet die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“. Zusammen mit zwei anderen Kindern hatte er in der Nähe gebadet, als sie ein Unwetter mit Sturm im Wasser überraschte. Den beiden anderen Jungen gelang es noch, sich ans Ufer zu retten, während ihr Freund starb.

Am Pfingstwochenende waren in Ungarn noch weitere sechs Menschen im Wasser ums Leben gekommen. Ein besonders tragischer Unfall ereignete sich im Komitat Nógrád, wo gleich drei Kinder in einem künstlichen Teich ertranken.