Pálinka einigt Parlament in Ungarn

In seltener Eintracht hat das ungarische Parlament ein Gesetz über den Pálinka, das hochprozentige Obstlergetränk mit großer Tradition, verabschiedet. Pálinka, Trester-Pálinka und der Nationale Pálinka-Rat existieren nun auf sicherem gesetzlichen Boden – abgestützt durch die Zustimmung aller fünf Parteien. Dieses Mal votierte nur ein Abgeordneter mit nein, während sich zwei der Stimme enthielten. 359 Mitglieder des Hohen Hauses gaben ihr Ja für die sichere Zukunft des Pálinka, berichtet das Erste Ungarische Rechtsportal jogiforum.hu am Dienstag.

Von Rechts bis Links waren sich die sonst ewig zerstrittenen Parteien einig, dass und wie die ungarische Trinkspezialität geschützt werden muss. Dabei ging es nicht nur um die Vorschriften über verwendbare Grund- und Hilfsstoffe, sondern auch das Verbot von Aromatisierung, Färbung und Süßung. Sollte eine der Bedingungen nicht zutreffen, darf das Getränk nicht mehr den Namen Pálinka tragen – es wird zum Destillat herabgestuft. Als wichtigste Aufgabe des Nationalen Pálinka-Rates bestimmt das Gesetz, „das gemeinsame ungarische Interesse voranzubringen, das mit der einheitlichen Regelung von Herstellung, Herkunft, Qualität und Originalitätsschutz verknüpft ist“.

Minderjähriger Sex auf dem Friedhof

Demolierte Grabmäler und umgestürzte Kreuze waren das Ergebnis heftiger Leidenschaften auf dem Friedhof der Ortschaft Drávaszentes bei Barcs.

Wegen der Verwüstungen glaubte man zunächst an das schlimme Ergebnis einer Familienfehde, doch stellte sich bald heraus, daß ein Liebespaar drei aufeinanderfolgende Nächte auf dem örtlichen Gottesacker verbracht hatte. Der Schauplatz – ganz nach Shakespeare – erwies sich als geeignet, nachdem die Eltern versucht hatten, die Gefühle der Verliebten füreinander mit einem Verbot zu zügeln. Laut sonline.hu war der Hauptgrund dafür die Minderjährigkeit des Mädchens. Das Paar trotzte den strengen Auflagen und traf sich nach Einbruch der Dunkelheit regelmäßig an besagtem Ort.

Bei den inzwischen begonnenen Ermittlungen stellte sich heraus, daß es zwischen den beiden Verliebten irgendwie zum Streit kam, in dessen Verlauf der junge Mann in aggressiver Stimmung zu randalieren begann und die Schäden anrichtete.

Das Gericht in Barcs hat inzwischen ein Verfahren eingeleitet. Über das weitere Liebesglück des jungen Paares ist derzeit nichts bekannt.

Mord für 300 Forint – 13 Jahre Gefängnis

Für eine Beute von nur 300 Forint (etwa 1,15 Euro) hat ein 20 Jahre alter Mann mit zwei Mittätern einen behinderten Rentner in Szekszárd (Komitat Tolna) auf grausamste Weise ermordet. Ein Gericht verurteilte ihn deshalb am Montag zu einer Haftstrafe von 13 Jahren. Die beiden Mittäter sollen für 11 und 8 Jahre hinter Gitter, berichtet das staatliche Fernsehen am Montag in seiner Nachrichtensendung.

Die drei Täter waren Ende Mai in das Haus des 80jährigen eingebrochen, um den Mann auszurauben. Statt der erhofften Beute von 20 000 bis 30 000 Forint fanden sie jedoch nur 300 Forint Bargeld bei ihrem Opfer. Alle drei misshandelten den Alten, der schließlich erstickte, weil sein Gesicht auf den Boden gepresst wurde. Gleich nach dem Mord begingen die Täter eine weitere Straftat. Sie stahlen Landmaschinen von einem Werksgeländer in Szekszárd. Nach dem Standpunkt des Richters spiegelte die zweite Straftat die völlige seelische Leere der Angeklagten wider.

Der Hauptangeklagte nahm das Urteil an, während Anklage und Verteidigung gegegen das Urteil im Fall der Mitangeklagten in Berufung gingen.

Regional-Airports im Aufwind

Budapests Flughafen Ferihegy bekommt Konkurrenz „aus der Provinz“

Neben dem internationalen Flughafen Budapest-Ferihegy, mit den neuen Terminals 2A Drehkreuz der Malév Airlines bzw. 2B für internationale Fluggesellschaften und am älteren Terminal 1 inzwischen Zielflughafen der europäischen Low Cost Carrier, die Ungarn seit dem EU-Beitritt im Mai 2004 verstärkt in ihre Streckennetzplanungen integriert haben, gibt es in Ungarn eine Vielzahl kleinerer Flugplätze mit Gras- sowie befestigten Landebahnen für die Sport-und Segelfliegerei und zehn Regionalflughäfen.

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