Eger gewinnt Gold bei Florale Europe

Eger – Gold für die Komitatsstadt Eger: Beim Europawettbewerb Entente Florale Europe hat sie die begehrte Auszeichnung für ihre Blumen und Parks erkämpft. Bürgermeister László Habis nahm die Medaille im englischen Harrogate aus den Händen von Monika Hetsch, Präsidentin der internationalen Jury, entgegen, berichtet die Ungarische Tourismus AG auf ihrer Internetseite.

Eger musste sich im Wettbewerb mit elf weiteren Städten aus elf verschiedenen Ländern beweisen. Dabei war der Jury natürlich ein schönes Stadtbild wichtig, viel Grün in der Stadt, Sauberkeit und Blumenschmuck. Aber auch eine nachhaltige Grünplanung, Umwelt- und Klimaschutz, der Schutz der Grünflächen und des Landschaftsbildes waren von Bedeutung. Tourismus, besonders sanfter Tourismus zählte zu den wichtigen Kriterien.

Ungarn beteiligt sich seit 1990 am Wettbewerb der Entente Florale Europe. In den vergangenen sieben Jahren gab es für die Leistungen bei der schöneren Gestaltung von Städten und Dörfern vier Gold-, vier Silber- und vier Bronzemedaillen. Alljährlich werden mehr als 50 Millionen Menschen in 25 000 Kommunen mobilisiert, wobei nur 24 – je Land eine Stadt und ein Dorf – in den Endausscheid kommen. Auch Deutschland war in diesem Jahr erfolgreich: Münster konnte ebenfalls eine Goldmedaille mit nach Hause nehmen.

Bankräuber in Miskolc kurz nach der Tat gefasst

Miskolc – Nur eine halbe Stunde nach einem Bankraub am Montagmorgen hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Ein maskierter Mann betrat kurz nach Geschäftsöffnung das Geldinstitut in Ungarns zweitgrößter Stadt Miskolc und forderte von den Angestellten unter Vorhalten einer Gaspistole Geld, berichtet hvg.hu. Der Mann hatte zuvor schon mehrfach zugeschlagen und war als „zu Fuß gehender Kuckuck“ bekannt.

Unmittelbar nach dem Überfall rückten starke Polizeikräfte mit Streifen und der Gruppe für heiße Spuren an. Wegen der bewaffneten Überfälle in letzter Zeit hat die Polizei beim Komitatspräsidium eine Sondergruppe von Ermittlern mit der Bezeichnung Coyote eingerichtet, die auch jetzt erfolgreich war.

Touristenattraktion: Im Tragflächenboot nach Budapest

Mohács/Budapest – So schnell wie im ungarischen ICE oder dem Auto können Touristen zwischen Budapest und Mohács auf der Donau reisen. Ein Unternehmen der Ungarischen Schifffahrts AG (Mahart) bot diese Route mit dreieinhalb Stunden Fahrzeit seit kurzem mit einem Tragflächenschiff an, jedoch nur für Reisegruppen. Das soll sich einem Bericht der Regionalzeitung „Dunántúlli Napló“ zufolge im kommenden Frühjahr ändern. Dann könnten wöchentlich Touren möglich sein.

Das Interesse an Fahrten mit dem Tragflächenboot sei groß, sagte die Chefin des Mohácser Tourinformbüros, Sándorné Pécsvári. Zuletzt habe die auf Fahrgastreisen spezialisierte Mahart-Firma Passnave schon ein Schiff für 80 Personen in die Hauptstadt schicken müssen. Auch der Richtung von Mohács nach Budapest sehen Experten Bedarf an den schnellen Schiffsreisen.

Bei den Fahrten handelt es sich zumeist um eintägige Ausflüge. Im Unterschied zu Reisenden normaler Fahrgastschiffe erwarten die der schnellen Tragflächenboote organisierte Programme in Mohács und Umgebung. Unter anderem sehen sie den historischen Gedenkpark südlich von Mohács, der an die historische Schlacht mit einer verheerenden Niederlage gegen die Türken (1526) erinnert.

Ein- und Zwei-Forint-Münzen vor dem Aus

Budapest – Ein- und Zwei-Forint-Münzen werden nach dem 29. Februar kommenden Jahres aus dem Bargeldverkehr in Ungarn verschwinden. Das teilte die Ungarische Nationalbank in Budapest mit. Bis dahin hat jeder die Möglichkeit, diese Münzen bei Einkäufen auszugeben oder für wohltätige Zwecke zu spenden. Am 1. März zieht die Nationalbank diese Münzen aus dem Bargeldumlauf. Händler werden dann die Endsumme – nicht die Preise einzelner Artikel – bei Einkäufen runden, was jedoch Zahlungen mit Geldkarten oder elektronische Geldbewegungen nicht betrifft.

Die Nationalbank begründet den Schritt mit Einsparungen. Analysen hätten gezeigt, dass die Ein- und Zwei-Forint-Münzen seit längerer Zeit immer weniger genutzt werden, da sie an sich keine besondere Kaufkraft darstellten. Ein Großteil der hergestellten Münzen gehe verloren und sei so nicht aktiv am Bargeldverkehr beteiligt. Andererseits habe sich der Weltmarktpreis von Metallen stark erhöht. Die Herstellung der Münzen bedeute also hohe Mehraufwendungen.

Morddrohungen gegen ungarischen Journalisten

Budapest – Ein Journalist der ungarischen Nachrichtenagentur MTI ist vermutlich von Rechtsextremen am Leben bedroht worden. Nachdem ein rechtsextremistisches Internetportal In Ungarn sein Foto und seine Erreichbarkeit veröffentlicht hatte, erreichten ihn auf dem Handy und seiner E-Mail-Adresse Schmähanrufe und -Mails, darunter auch Morddrohungen. Das Internetportal hatte lügnerische Behauptungen und Verleumdungen über den Agenturjournalisten veröffentlicht, schreibt die Agentur. Er gehöre zu dem Team, das regelmäßig über Straßenproteste, Kundgebungen und Störungen der öffentlichen Ordnung berichtet. Vermutlich sei er deshalb ins Blickfeld der Rechtsextremen geraten.

In einer Stellungnahme betont MTI, dass der Journalist objektiv und unparteiisch über Ereignisse berichtete und mit seiner Arbeit Dienst an der Öffentlichkeit leistet. Er werde seine Arbeit fortsetzen und sich nicht einschüchtern lassen. Zugleich werde er mit Hilfe der Nachrichtenagentur rechtliche Schritte einleiten.