Zwei weitere Kältetote in Ungarn

Im Nordosten Ungarns sind weitere zwei Menschen der Kälte zum Opfer gefallen. Ein 57-jähriger Mann starb in einer unbeheizten Wohnung, Sozialarbeiter fanden ihn tot auf. Unter ähnlichen Umständen kam ein 61-jähriger Mann zu Tode. Nach Aussagen eines Nachbarn gab es in seinem Haus seit Jahren keine Heizung, was auch die Untersuchung bestätigte. Auf dem Hof war keinerlei Heizmaterial zu finden, berichtet die Polizei am Dienstag.

Die Zahl der Kälteopfer des Winters im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén auf 18. In ganz Ungarn kamen allein im Januar bislang 40 Menschen durch die Kälte ums Leben.

Einbruchserie in Zalakaros aufgeklärt

Eine Serie von 16 nächtlichen Einbrüchen im Raum Zalakaros (Komitat Zala) ist offenbar aufgeklärt. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest, teilte die Behörde am Dienstag mit. Sie hatten bei ihren Diebeszügen innerhalb etwa eines halben Jahres vor allem technische Artikel, kleine Maschinen und Werkzeuge im Wert von insgesamt mehreren Millionen Forint (einige tausend Euro) mitgehen lassen.

Bei Hausdurchsuchungen stellten Polizisten einen beträchtlichen Teil der Diebesbeute sicher. Dabei entdeckten sie aber auch unter anderem Sprengkörper, Sprengstoff und Munition. Die Männer wurden festgenommen, gegen sie wurden Ermittlungen wegen Einbruchsdiebstahl und Missbrauch von Schusswaffen und Munition eingeleitet.

Denkmal der Versöhnung

Gedenkstätte für die aus Ungarn vertriebenen Deutschen eingeweiht

Für die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Ungarn vertriebenen Deutschen ist in Budaörs (dt. Wudersch) bei Budapest erstmals eine zentrale Gedenkstätte und ein Denkmal eingeweiht worden. An der Zeremonie auf dem Alten Friedhof der einst ungarndeutschen Gemeinde nahmen unter anderen die ungarische Parlamentspräsidentin Katalin Szili, der Vorsitzende der deutschen Landesselbstverwaltung in Ungarn, Otto Heinek teil.

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Ausländer abkassiert – Polizisten in Ungarn angeklagt

Weil sie einen deutschen und einen belgischen Autofahrer Geld abgenommen und in die eigene Tasche gesteckt haben, müssen sich jetzt zwei Polizisten aus Nagyatád vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft im Komitatszentrum Kaposvár erhob Anklage wegen Bestechlichkeit bei Verletzung der Amtspflichten, teilte die Hauptstaatsanwaltschaft des Komitats am Montag nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „HVG“ mit.

Beide hatten im August vorigen Jahres von dem Deutschen wegen einer Verstoßes gegen die Verkehrsregeln 15 000 Forint (etwa 60 Euro) gefordert. Da der Mann kein ungarisches Geld bei sich hatte, verlangten sie 30 Euro, über die sie jedoch weder abrechneten noch die entsprechenden Dokumente ausstellten. Etwa zur gleichen Zeit verübten die Polizisten eine ähnliche Straftat im Fall eines Belgiers. Sie sind seither vom Dienst suspendiert und warten jetzt auf freiem Fuß auf ihre Gerichtsverhandlung.