Polizei nimmt wieder Raser am Balaton ins Visier

Siófok – Für Raser am Balaton wird es an diesem Dienstag wieder ernst: Die Polizei wird dabei an 15 Messstellen an den Straßen rund um den Plattensee die Schnellfahrer ins Visier nehmen, teilte die Polizei des Komitats Somogy mit. Am Einsatz sind 46 Polizisten beteiligt denen auch vier leistungsstarke Motorräder zur Verfügung stehen. Die neue Kontrolle wurde deshalb angesetzt, weil überhöhte Geschwindigkeit bei den Unfallursachen an vorderster Stelle steht. Daneben sollen auch akloholisierte Kraftfahrer und Personen, die keinen Sicherheitsgurt anlegen, aus dem Verkehr gezogen werden.

Obdachloser am Balaton totgeschlagen

Veszprém – Ein Obdachloser ist in Badacsony von bislang unbekannten Tätern erschlagen worden. Wie die Polizei in Veszprém am Montag der „Balaton Zeitung“ sagte, schleppte sich ein schwer verletzter Mann am Sonntagnachmittag in den Bahnhof der Balaton-Stadt und bat um Hilfe. Bis zum Eintreffen der schnellen medizinischen Hilfe erlag der Mann jedoch seinen Verletzungen. Ärztliche Untersuchungen bestätigten, dass der Obdachlose durch Fremdeinwirkung starb. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

Balatonfische flüchten vor der Hitze

Siófok – Selbst die Fische im größten See Mitteleuropas haben Probleme mit der anhaltenden Hitze. „Das unnormale Sommerwetter hat auf sie genau die gleiche Wirkung wie auf uns Menschen“, sagte der Manager für Angeltourismus und Marketing der Balaton-Fischerei AG, Tamás Szakál, am Samsatg einem Reporter des Internet-Portals www.sunline.hu. Die Fische seien nicht so hungrig wie sonst und zögen sich in kühleres tiefes Wasser zurück.

Szakál widersprach damit Vorwürfen der Angler, sein Unternehmen habe den Balaton weitgehend abgefischt. Von Angelrekorden sei gegenwärtig nichts zu hören, aber auch die Fischwirtschaft fange nur geringe Mengen. In letzter Zeit sei es auch vorgekommen, dass Schiffe leer in den Hafen zurückkehrten.

Die Balaton-Fischerei AG verfügt in den Häfen von Siófok und Keszthely über je vier Fangschiffe, 30 von insgesamt 205 Mitarbeitern sind mit Fischfang beschäftigt. Außerdem ist das Unternehmen für die Ausstellung von Angel-Genehmigungen zuständig. Im vorigen Jahr erteilte es insgesamt 76 000. Damit gehören die Angler zu den wichtigsten Einnahmequellen der AG.

Balaton-Schifffahrt meldet Zuwachs

Siófok – Die Balaton-Schifffahrt profitiert deutlich vom Anstieg des Tourismus in diesem Jahr. Die Preiseinnahmen bei Fähren allein im Juli stiegen um 4,3, die im Passagierverkehr um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, schreibt das Internet-Portal www.sunline.hu.

Auch die Ergebnisse der ersten sieben Monate des Jahres überstiegen die Erwartungen. Die Balaton-Schifffahrts AG kam beim Fähr- und Passagierverkehr gleichermaßen auf annähernd 20 Prozent mehr Einnahmen. Unter anderem hatten lange Wochenenden im Frühjahr beinahe sommerliche Erträge gebracht, sagte Generaldirektor Gyula Horváth. Gegenwärtig bereitet sich das Unternehmen auf die Herbstsaison vor, in der die Veranstaltungs-Schifffahrt im Vordergrund steht.

80-Jähriger in Ungarn für tot erklärt und doch quicklebendig

Dunaújváros – Schwere Probleme musste der 80-Jährige Rentner László Csurgai aus Dunaújváros (Komitat Fejér) lösen, nachdem ihn seine Krankenversicherung zu Lebzeiten für tot erklärt hatte. Sein Marathon durch die Behörden dauerte ein halbes Jahr, bis er jetzt wenigstens seine Rente wieder gezahlt bekommt und über eine Krankenversicherung verfügt, geht am Freitag aus einem Bericht des Fernsehsenders hirTV hervor.

Im Januar hatte ihn der Postbote wissen lassen, dass er keine Rente mehr bekommt, weil er gestorben sei. Persönlich begab er sich darauf zum Generalverwaltung der Rentenversicherung und machte seine Existenz glaubhaft. Im März gab es wieder Rente, bis er im Juli krank wurde. Großes Pech für ihn: Der Rechner im Krankenhaus zeigte wieder den traurigen Befund – Csurgai war angeblich tot.

Der Gang zum Standesamt brachte neues Ungemach: Der Personalausweis war ungültig. Er sei vorübergehend als nicht vorhanden zu betrachten, so die Auskunft. Mit seiner Geburtsurkunde konnte er zwar seine Identität beweisen, einen neuen Personalausweis besitzt er aber immer noch nicht. Die Krankenkasse sah jedoch letztlich ein, dass ein Computerfehler an der Odyssee schuld war, und gab ihm eine neue Gesundheitskarte.