Neue Attraktion für den Balaton: Nostalgiestraßenbahn

Keszthely – Eine neue Touristenattraktion soll bald am Balaton auf sich aufmerksam machen. Für den Verkehr zwischen Keszthely und Hévíz ist nach einem Bericht des Unabhängigen Multimedia Zentrums Balaton der Bau einer Nostalgiestraßenbahn in der Diskussion. Das Vorhaben wird bereits vom Vorsitzenden des Balaton-Entwicklungsrates, Tamás Suchmann, und vom Verkehrsministerium unterstützt. Die Abstimmungen mit den Bürgermeistern der betroffenen Orte stehen unmittelbar bevor. Die Bewohner der Region sollen ihre Vorschläge und Kritiken bei öffentlichen Foren äußern. Nach bisherigen Vorstellungen wird mit der Fertigstellung bis spätestens 2009 gerechnet. Fast vier Milliarden Forint (16 Millionen Euro) wären dafür zu investieren.

Die Verantwortlichen wollen Wagen alten Stils für die Linie von ungarischen und ausländischen Städten entweder unentgeltlich bekommen oder leihen. Vereinbarungen darüber wurden noch nicht getroffen, aber man weiß, dass solche Wagen in Deutschland, der Slowakei, Österreich und Holland zu finden sind.

Zweite Fähre am Balaton möglich

Fonyód – Eine zweite Fährverbindung soll in Zukunft die Straßen am Balaton entlasten. Die neue Fähre soll den Plänen nach ab Mitte 2009 zwischen Fonyód und Badacsony verkehren, berichten die Fernsehnachrichten Híradó. Für die Einrichtung der Verbindung spricht, dass dadurch die Autobahn M7 am Südufer des Plattensees auch vom Westteil des Nordufers leichter erreichbar wäre. Die bestehende Fähre zwischen Szántód und Tihany befördert im Sommer durchschnittlich 3500 Autos am Tag.
Nach einer Studie über das Vorhaben müssten die Häfen umgebaut werden. Außerdem würde ein größeres Fährschiff als auf der vorhandenen Verbindung gebraucht. Es sollte die 5,5 Kilometer lange Strecke in 18 Minuten bewältigen können. Die Prüfung der Wirtschaftlichkeit steht noch bevor. Als Investitionsbedarf werden 3,5 Milliarden Forint (14 Millionen Euro) veranschlagt.

Badeverbot missachtet – ertrunken

Gyõr – Beim Baden in einem Bergbausee ist am Sonntagmorgen in Abda bei Gyõr ein Mann ertrunken. Nach ersten Ermittlungen war er in die Mitte des Sees geschwommen und dort untergegangen, berichtet der private Fernsehsender hírTV. In dem See ist Baden verboten. Seine Bekleidung war am Ufer gefunden worden, teilte der Katastrophenschutz des Komitats Gyõr-Sopron-Moson mit. Ein Augenzeuge hatte Polizei und Feuerwehr alarmiert. Die Suche nach dem Mann wurde eingeleitet.

Neues Festival am Balaton

Veszprém – Das einstige „Pionierlager“ in Zánka (Nordufer des Balaton) erinnert für einige Tage an Historie. Unter dem Motto „Erholung mit Musik – Pionierlager retro“ lädt der Ferienort vom 18. bis zum 22. Juni junge Leute zum ersten Festival BalaTONE ein. Nach einem Bericht des Unabhängigen Multimedia Zentrums Balaton haben mehr als 60 Künstler zugesagt, darunter die bei Jugendlichen beliebtesten ungarischen Bands. Aber auch ausländische Musikgruppen treten auf den Bühnen, Terrassen, in Bars, Pressos und Cafés auf dem Festivalgelände in Zánka auf.

Das von Budapest etwa 150 Kilometer entfernte Kinder- und Jugendzentrum Zánka erstreckt sich in einer an natürlichen und historischen Werten reichen Umgebung auf einer Fläche von 209 Hektar. Nicht weit entfernt liegen Tihany und Badacsony. Hier befand sich vor der politischen Wende das größte ungarische Pionierlager, weshalb die Organisatoren auch das Motto wählten. Die Programme entsprechen jedoch der heutigen Zeit.

Der Eintrittspreis von 8900 Forint (etwa 35 Euro) für ein Anrecht enthält auch die Kosten für einen Zeltplatz. Die Veranstalter empfehlen für die Anreise die Massenverkehrsmittel zu nutzen, denn die Parkgebühr für einen Tag beläuft sich auf 2500 Forint (etwa zehn Euro).

Politiker: Ungarn weit von der Einführung des Euros entfernt

Budapest – Ungarn ist nach Aussage des Europa-Abgeordneten Zsolt Becsey noch weit von der Einführung des Euros entfernt. Unter den EU-Ländern sei die Inflation in Ungarn am höchsten. Das mache es für etliche Jahre zweifelhaft, wann der Beitritt des Landes zum gemeinsamen Währungssystem überhaupt zu bestimmen sei, sagte Politiker von der bürgerlichen FIDESZ-Partei am Donnerstag in Szeged nach Medienberichten.

In der Mehrheit der EU-Länder belaufe sich das Wirtschaftswachstum auf fast drei Prozent, fügte Becsey hinzu. Diese Staaten kämen schrittweise aus dem übermäßigen Defizit heraus. Im wesentlichen verfügten nur die Ungarn über ein viel höheres Defizit als durchschnittlich drei bis vier Prozent. Ein Grund dafür sei der Rückgang der Beschäftigung in Ungarn. Becsey kritisierte in dem Zusammenhang die bisherigen Maßnahmen der Regierung. Es sei ein großes Problem, dass sich die bisherigen Maßnahmen nur auf das Eintreiben von Steuern richteten. In den Strukturreformen zeigen sich nur Anzeichen der Zerrüttung.