Ab 1. Mai: Empfindliche Strafen für Rasen in Ungarn

Raser auf Ungarns Strafen müssen mit Beginn des Monats Mai mit empfindlichen Strafen rechnen. Von da an soll es ernst werden mit dem schon seit längerem propagierten Vorgehen der Polizei nach dem Motto „Null Toleranz“ (ausführlicher Bericht in der April-Ausgabe unserer Zeitung). Damit will der Gesetzgeber den Ursachen für die miserable Unfallstatistik in Ungarn den Kampf ansagen. Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány hatte bei der Ankündigung des Programms für erhöhte Verkehssicherheit im Herbst vorigen Jahres darauf hingewiesen, dass jährlich mehr als 1200 Menschen bei Verkehrsunfällen sterben und rund 30 000 verletzt werden. Anzeigen gegen 100 000 Autfahrer blieben indes ohne Konsequenzen. Ungarn hat rund zehn Millionen Einwohner.

Wer von nun an beispielsweise innerhalb geschlossener Ortschaften 65 statt der vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer fährt und dabei erwischt wird, muss 30 000 Forint (etwa 120 Euro) zahlen. Das neue Strafpunkte-System trat bereits im Januar in Kraft. Jetzt läuft jedoch die Schonfrist ab – es wird ernst!

Zeckengefahr in Ungarn gewachsen

Zecken und die von ihnen verbreiteten Krankheiten sind eine wachsende Gefahr in Ungarn. Fachleute fordern dazu auf, sich nicht nur vor Erkrankungen sondern auch vor den Zecken selbst zu schützen, berichtet das staatliche Fernsehen. Die Zahl der Fälle von Zecken verursachter Hirn- und Hirnhautentzündung habe 2007 im Vergleich zum vorangegangenen Jahr um 65 Prozent zugenommen, teilte der Vorsitzende des Ungarischen Zeckenverbandes, Zoltán Kapiller, dem Sender zufolge mit. Innerhalb eines Jahres stiegt die Zahl der infizierten von 115 auf 175. Eine Rolle spielte dabei auch, dass sich Dutzende Mitglieder einer Touristengruppe an infizierter Ziegenmilch ansteckten.

Wegen der milden Winter sind in Europa und so auch in Ungarn die Zecken das ganze Jahr hindurch aktiv. Am stärksten von Zecken befallen sind in Ungarn Budapest sowie die Komitate Pest, Nógrád, Vas, Zala und Somogy. Dabei sind nicht nur die Zeckenstiche selbst gefährlich, Ansteckung ist auch über Tiere möglich, die von Zecken infiziert wurden.

Radweg für Pécs mit EU-Hilfe

Entlang einer früheren Industriebahn wird in der Kulturhauptstadt Europas 2010 Pécs ein 5,2 Kilometer langer Radweg gebaut. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete die Südtransdanubische Agentur für Regionalentwicklung und die Stadt, berichtet die Agentur am Samstag. Die EU stellt für die Investition von 189 Millionen Forint (etwa eine Dreiviertel Million Euro) 141 Millionen Forint zur Verfügung. Radfahrer werden mit der Fertigstellung der Strecke die sehr verkehrsreiche Komlóer Straße meiden können. Der Pécser Radweg ist in der Region Südtransdanubien nach Marcali, Paks, Ramási, Szekszárd und Balatonszabadi der sechste, für den die Europäische Union beträchtliche Anteile zahlt.

Zwei Museen in Keszthely übergeben

Die Balatonstadt Keszthely ist um zwei Attraktionen reicher geworden: Im berühmten Festetics-Schloss, das bis 2010 rundum erneuert wird, sind zwei attraktive Museen offiziell übergeben worden, berichtet das Internetportal nyugat-balaton.com am Samstag. Dabei handelt es sich zum einen um das Jagdmuseum, in dem neben rund 200 teilweise sehr seltenen Tierarten, 430 Trophäen und 120 ausgestopften Tieren von fünf Kontinenten seltene und wertvolle Jagdwaffen zu sehen sind. Der andere Besuchermagnet ist die Historische Modelleisenbahn-Ausstellung. Dort sind drei große, voneinander unabhängige, computergesteuerte Anlagen zu bewundern, auf denen 146 motorgetriebene Fahrzeuge – Lokomotiven, Motorzüge und Schienen-Unterhaltungs-Fahrzeuge – verkehren.

Das Festetics-Kastell ist eines der größten Schlösser Ungarns. Es gilt als Edelstein der Balatonregion und beherbergt die meistbesuchte öffentliche Sammlung des Landes. Mit einem Aufwand von 800 Millionen Forint (etwa 3,2 Millionen Euro) wird der prachtvolle Bau derzeit rekonstruiert, wobei 688 Millionen Forint von der EU kommen. (http://www.keszthely.hu/)

Deutscher Autofahrer bestohlen – Trickdiebe gefasst

Trickdiebe aus Serbien sind auf der Autobahn 5 in Ungarn gefasst worden, nachdem sie einem deutschen Autofahrer etwa 400 Euro Bargeld gestohlen hatten. Die beiden 25 und 27 Jahre alten Diebe hatten zunächst die Aufmerksamkeit des Mannes, der auf einem Parkplatz eine Pause einlegte, abgelenkt und ihm dann seine Aktentasche mit dem Geld vom hinteren Sitz entwendet, berichtet am Freitag die Polizei des Komitats Pest.
In letzter Zeit hatte es in der Gegend mehrere Straftaten gegeben, weshalb die Polizei in den Nächten einen Beobachtungsdienst organisierte. Dem Bericht zufolge wird vermutet, dass die beiden Männer bereits mehrere ähnliche Taten in Ungarn verübten und ihren Unterhalt durch Trickdiebstähle bestreiten. Es wird Haftbefehl beantragt.