Donau-Kai in Buda bis Ende Mai teilweise gesperrt

Neue Verkehrs-Einschränkung in Ungarns Hauptstadt: Wegen umfangreicher Tiefbau-Arbeiten wird der untere Donau-Kai im Süden von Buda von diesem Montag an bis Ende Mai gesperrt. Auf der Strecke von der Lágymányosi Brücke zur Petőfi-Brücke und darüber hinaus bis zur Bertalan utca kann die Uferstraße nicht befahren werden, berichtet das staatliche Fernsehen in seiner Nachrichtensendung.

Für mehrere hundert Milliarden Forint (1 Milliarde Forint etwa 4 Millionen Euro) beginnt dort die größte Umweltschutz-Investition der EU, die zu zwei Dritteln zur Finanzierung beiträgt. Dabei handelt es sich um den Haupt-Sammelkanal, zu dem eine Kläranlage und eine unter der Donau hindurchführende Zwillingsleitung gehören wird. Bislang fließt fast die Hälfte des Abwassers von Budapest ohne biologische Reinigung in die Donau.

Balaton bleibt zum Wohnen attraktiv

Allgemein kennt man den Balaton als schlechthin das Ferienzentrum in Ungarn. Dabei ist das ungarische Meer auch zum Wohnen sehr attraktiv. Der Bevölkerungsschwund, der zwei Drittel der ungarischen Kommunen belastet, droht den meisten Orten rund um den größten See Mitteleuropas vorläufig nicht, berichtet das Nachrichtenmagazin für Wirtschaft und Politik „HVG“ nach Angaben des Statistischen Amtes in seiner jüngsten Ausgabe.

Insgesamt wohnten im vorigen Jahr 146 000 Menschen in den Siedlungen der Balaton-Agglomeration, 5000 mehr als zu Beginn des Jahrzehnts. In 40 von den insgesamt 52 Städten und Dörfern, die zum Einzugsgebiet des Plattensees gehören, wohnten Anfang vorigen Jahres mehr als im Jahr 2001.

So hat Siófok, das Zentrum am Südufer heute 24 000 ständige Einwohner anstelle der 22 700 zur Jahrtausendwende. Das relativ größte Wachstum verzeichnete jedoch Cserszegtomaj, eine Gemeinde nahe der Bucht von Keszthely: Innerhalb eines halben Jahrzehnts nahm dort die Einwohnerzahl um 27 Prozent zu. Im nahe gelegenen Gyenesdiás betrug das Wachstum 25 Prozent. Dagegen ging die Einwohnerzahl von Kesztkely, dem Zentrum des westlichen Beckens, stark zurück. 2001 gab es dort 22 400, heute nur noch 21 300 Einwohner. Erhebliche Zuwächse verzeichneten aber auch Felsőörs, das ebenfalls nicht unmittelbar am Ufer liegt, sowie Balatongyörök, Balatonmáriafürdő, Palóznak, Vonyarcvashegy, Aszófő und Révfülöp.

Zugleich schrumpfte die Einwohnerzahlen an einigen teuren und beliebten Orten am Nordufer, schreibt das Magazin. So leben heute in Szigliget 6, in Kővágóörs 3, in Tihany, Badacsonydomaj und Balatontörmedic je 1 Prozent weniger als vor sechs bis sieben Jahren. Der größte Rückgang trat in Zánka (8 Prozent) und Balatonőszöd (7 Prozent) ein.

Mutmaßliche Betrüger in Siófok festgenommen

Siofok – Kriminalbeamte aus Vác haben am 11. April fünf Männer festgenommen, die einer laufenden Betrugsserie verdächtigt werden. Die Siófoker Bande hat den Geschädigten Kanalreinigungsarbeiten angeboten. Die betrügerischen Kanalarbeiter verfügten zwar über die nötigen Genehmigungen und hatten eine entsprechende Ausbildung, haben aber das Mehrfache der tatsächlich verrichteten Arbeiten in Rechnung gestellt.

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Balatonfüred lädt zum traditionellen Gitarrenfestival

Zwischen dem 21. und 30. Juni lädt die Stadt Balatonfüred wieder zum Internationalen Gitarrenfestival. An den Vormittagen der neuntägigen Veranstaltung halten weltberühmte Interpreten Meisterkurse ab, berichtet das Internetportal Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum. An den Abenden erwarten die Künstler ihr Publikum mit Konzerten. Dabei stehen Klassik, Jazz und Flamenco auf dem Programm. An drei Schauplätzen – dem Galasaal des Anna Grand Hotels, der Bühne des Balaton Freizeit und Konferenz Zentrums und der Kisfaludy Freilichtbühne am Balatonufer – können die Musikfreunde die Konzerte erleben. Dabei gibt es auch wieder einen Versuch, in das Guinness-Buch der Rekorde zu kommen: Für 216 Stunden ist die kontinuierliche Konzertreihe für den Titel „Längstes Konzert der Welt“ angesetzt.

77-jährige Frau in Ungarn aus Habgier ermordet

Mit gefesselten Händen und Füßen ist eine 77-jährige Frau in der Gemeinde Somogyzsitfa (Komitat Somogy) von ihren Angehörigen tot aufgefunden worden. Unbekannte Täter haben die alte Frau in der Nacht zum 16. April aus Habgier in ihrem Haus umgebracht, berichtet die Polizei am Donnerstag. Die Kriminalabteilung des Komitats-Polizeipräsidiums nahm unter Einsatz umfangreichen Personals die Ermittlungen auf. Weitere Einzelheiten zu dem Fall wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht.