106 Familien in Siófok schon eine Woche ohne Wasser

Einen harten Kurs steuert weiterhin der Wasserversorger DRV in Siófok.

Manchmal dreht er auch den Hahn auf, nicht aber morgens von sieben bis elf, und nachmittags zwischen 15 und 18 Uhr. Zwischenzeitlich waschen die in der Wohnanlage „Rózsakert“ Ansässigen, darunter Alte, Kranke und Kinder, nachts. Kostbares Naß wird zu möglichen Zeiten in Eimern gesammelt, um wenigstens die Toilettenspülung sicherzustellen. Wie bereits berichtet, schwelt der Streit zwischen den Familien in der Siófoker Szépvölgyi Straße und der DRV. Nach wie vor sind angeblich geschuldete Wasserrechnungen in Höhe von 7,7 Millionen Forint der Grund für die knallharte Maßnahme, so somogyihírlap.hu.

Bitter beklagt sich Frau Judit Molnárné Stander: Kein Recht für die Betroffenen, kann sich die DRV denn alles erlauben, warum wird statt zu verhandeln einfach das Wasser abgedreht?

Nach wie vor scheint unklar zu sein, wer von den Anwohnern wieviel schuldet. Eine gerichtliche Entscheidung steht aus, man darf nur auf eine zufriedenstellende und vor allem baldige Lösung des Problems hoffen.

Pécs entlässt Kulturhauptstadt-Chef

Die Kulturhauptstadt 2010 Pécs steht anscheinend unter keinem glücklichen Stern. Nach den Turbulenzen im Management während der vergangenen Jahre musste Hauptdirektor András Mészáros offenbar als Opfer von Grabenkämpfen jetzt seinen Hut nehmen. Die regionale Zeitung „Dunántúli Napló“ spricht auf der Titelseite von inneren Kämpfen in der Ungarischen Sozialistischen Partei (USP) in der Stadt, die im Hintergrund des plötzlichen Rauswurfs stehen sollen. Die Entlassung kam für die Öffentlichkeit unerwartet, lediglich in den letzten Tagen hatten einzelne Hinweise in den Medien darauf hingedeutet, dass der Stuhl von Mészáros wackeln könnte.

Die Entlassung wurde öffentlich mit der Absicht begründet, das Management der Kulturhauptstadt umzustrukturieren, erfuhr unsere Zeitung von Pressechefin Andrea Szász. „Auch wir haben uns gewundert“, sagte sie. Der bislang von Mészáros ausgefüllte Posten wird nicht neu besetzt, ein Geschäftsführender Direktor leitet das Management-Zentrum. Mészáros will gegen die Abgeordnetenversammlung von Pécs wegen der fristlosen Entlassung klagen.

Die Stadtführung hat Mészáros in der entscheidenden Phase der Vorbereitungen auf das Kulturhauptstadt-Jahr aus seinem Amt entfernt. Eine Vielzahl von Aufgaben ist praktisch noch ungelöst, darunter auch der Bau der Schlüsselobjekte. Erst am heutigen Freitag gab es den ersten Spatenstich für den neuen Konzertsaal, dessen rechtzeitige Fertigstellung ebenso bezweifelt wird, wie die der beiden anderen Vorhaben, des Großen Ausstellungssaales und des Wissenszentrums.

Kongress ungarischer Kardiologen

Fortschritte bei der Behandlung akuter Herzinfarkte

Mit einer Rekordteilnehmerzahl fand vom 10.-13. Mai der wissenschaftliche Kongress ungarischer Kardiologen in dem Füreder Balaton Freizeit- und Sportzentrum statt. Jedes Jahr sind die Hälfte der Todesfälle, das sind ca. 40.000 Tote, auf Herz- und Gefäßprobleme zurückzuführen, deshalb ist die Behandlung dieser Krankheiten das Hauptthema des Kongresses.

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Karpfen, jede Menge Karpfen

Die Fischereigesellschaft am Balaton hat mit dem herbstlichen Karpfenbesatz begonnen.

Zusammen gelangten – einschließlich der bisherigen Mengen – 300 Tonnen der Fische in den See. Etwa 45 Tonnen junger Karpfen wurden nun bei Balatonszemes vom Schiff aus ins offene Wasser entlassen. Weiterer Besatz erfolgt auch vom Ufer aus. Während dieser Zeit und bis 48 Stunden danach ist dort der Fischfang nicht gestattet. Über das Verbot geben die im Umkreis angebrachten Plakate Orientierungshilfen; auch die Homepage der Balatoni Halászati Zrt. vermittelt Informationen, so helikonportal.hu.

Mit dem jetzigen und schon im Sommer erfolgten Besatz wurden mehr als 250 Tonnen zwei- und dreijähriger Karpfen in den See verbracht, zusammen mit der Menge des Vorjahres also gut 300 Tonnen. Weiterer Besatz ist bis Ende November zu erwarten, Orte und Zeitpunkte werden dabei von den Wetterverhältnissen abhängen.

Raubüberfall – Verdächtiger nach 15 Jahren gefasst

Mehr als 15 Jahre nach zwei Raubüberfällen in Ungarn ist ein mutmaßlicher Täter jetzt hinter Schloss und Riegel. Wegen der Verbrechen, bei denen im Juni und August 1993 zwei Sparkassen in Budapest unter Einsatz von Waffen überfallen wurden, sitzt ein Täter bereits eine Freiheitsstrafe ab. Fünf Jahre nach den Geschehnissen nannte dieser in einem Polizeiverhör seinen Cousin als Tatbeteiligten. Der Mann hielt sich angeblich in Rumänien auf, war aber ungeachtet des internationalen Haftbefehls nicht greifbar, berichtet am Donnerstag die Polizei.

Bei einer Überprüfung der geltenden Haftbefehle im vergangenen Sommer kam auch diese Tat wieder auf den Tisch. Angesichts der neuen Rechtslage nach EU-Beitritten Ungarns und Rumäniens stellte das Hauptstädtische Gericht (Budapest) einen europäischen Haftbefehl gegen den Mann aus. Dieser wurde an seinem Wohnort gefasst, die rumänischen Behörden leiteten die Auslieferung an Ungarn ein. Ihm drohen bei bis zu 15 Jahre Haft.