Erste elektronische Bahnschranke Ungarns am Balaton

Keszthely – Die erste elektronische Bahnschranke Ungarns ist in Balatongyörök bei Keszthely übergeben worden. Die vollautomatische Licht- und Halbschranke überträgt und speichert auch die Daten über den Verkehr und eventuelle Unfälle. Sie wurde von der deutschen Firma Scheidt & Bachmann und der Südtransdanubischen Bau GmbH für Fernmelde- und Sicherheitsanlagen der Ungarischen Staatlichen Eisenbahn errichtet, berichtet die Zeitung „Népszava“. Rund 2200 Ähnliche Anlagen zur Sicherung von Übergängen hat das deutsche Unternehmen nach eigenen Angaben bereits in Dänemark, Deutschland, Slowenien, Österreich und Polen gebaut.

In Ungarn gibt es rund 6000 Straßenübergänge an Bahnlinien. Dieses Jahr ereigneten sich an Übergängen 62 Unfälle, zehn Prozent weniger als im Vorjahr. 97 Prozent davon wurden durch Unaufmerksamkeit oder Verstöße gegen die Verkehrsregeln verursacht. 17 Menschen starben inforlge der Unfälle, darunter 6 Fußgänger, 12 wurden schwer und 9 leicht verletzt.

Polizei: Bandit vom Balaton gefasst

Siófok – Nach zahlreichen Diebstählen aus kleinen Schiffen am Plattensee ist der bereits als Bandit vom Balaton bekannt gewordene mutmaßliche Täter jetzt gefasst worden. Ermittler vom Präsidium der Wasserpolizei nahmen den 33-Jährigen Einwohner von Balatonfüred zu Wochenbeginn fest, berichtet die Polizei am Donnerstag. Er sei dringend verdächtig, in den Monaten September und Oktober in Siófok, Balatonföldvár und Csopak kleinere Schiffe aufgebrochen und von dort Ausrüstungsgegenstände, Zubehör, Ersatzteile, Segelbekleidung und andere Wertgegenstände entwendet zu haben. In Tihany und Balatonfűzfő stahl er laut Polizei Benzin- und Elektrobootsmotoren sowie Akkus. Die Besitzer der Schiffe können jedoch aufatmen: Die Gegenstände im Wert von 5,5 Millionen Forint (etwa 22 000 Euro) wurden bei dem Dieb fast vollständig beschlagnahmt.

Tempokontrollen in Ungarn werden perfektioniert

Budapest – Raser in Ungarn werden es vom nächsten Jahr an schwerer haben. Dann sollen nämlich die Kameras auf Autobahnen, die bisher nur zur Kontrolle der Vignetten angebracht sind, auch die Übertretungen der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit registrieren, berichten ungarische Medien am Donnerstag von einer Pressekonferenz des Regierungsbeauftragten Ferenc Kondorosi in Budapest. Daneben sollen auch die Selbstverwaltungen der Kommunen die Möglichkeit bekommen, die Raser festzustellen.

Ebenfalls vom kommenden Jahr an sollen die Fahrzeughalter für Verletzungen der Verkehrsregeln verantwortlich gemacht werden. Auf diese Weise könne beispielsweise niemand mehr einer Geldstrafe wegen zu schnellen Fahrens entgehen, hieß es. Die entsprechenden Gesetzesvorlagen will die Regierung in der kommenden Woche dem Parlament vorlegen.

Hund zerreißt zweieinhalbjähriges Kind

Budapest – Mehrere Monate lang hatte die Polizei nach dem angeblich vermissten kleinen Dominik in Budapest gesucht. Jetzt ist klar: Ein Pitbull-Terrier oder ein Rottweiler-Mischling des Vaters hat unterschiedlichen Angaben zufolge das zweieinhalbjährige Kind Anfang August in Monorierdő nahe der Hauptstadt zerrissen. Die Eltern brachten den Leichnam dann mit einer Schubkarre in den nahe gelegenen Wald und verscharrten ihn. Wenige Tage nach dem schrecklichen Vorfall meldeten sie den Jungen bei der Polizei als vermisst.

„Wir haben den Leichnam von Dominik gefunden“, sagte Oberst Zsolt Bognár vom Budapester Polizeipräsidium nach Zeitungsberichten vom Mittwoch auf einer Pressekonferenz. „Zu der Leiche führte uns das Geständnis der Mutter, die am Freitag aussagte, was sich in Wahrheit zutrug.“

Der Junge war seinerzeit auf den Hof gegangen, wo ein oder mehrere Hunde aus der Zucht des Vaters ihn angriffen. Einige Tage nachdem die Eltern das tote Kind zwei Kilometer von ihrem Haus entfernt auf einer Landwirtschaftsfläche vergraben hatten, meldete die Mutter das Verschwinden. Die Polizei begann mit starken Kräften die Suche, leitete jedoch auch Ermittlungen wegen einer möglichen Straftat ein. Schließlich konnten die Ermittler die Mutter dazu bringen, sie zum Leichnam zu führen.

Surfer aus dem Balaton gerettet

Siófok – Ein zu wagemutiger Surfer ist von der Wasserpolizei in letzter Minute vor dem Ertrinken im Balaton gerettet worden. Der Mann fiel etwa 300 Meter vom Ufer bei Fűzfő entfernt bei Sturmwarnung der Stufe 2 ins Wasser, berichtet die Internetseite des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums am Dienstag. Aus eigener Kraft war der Freizeitsportler weder in der Lage, wieder auf sein Brett zu steigen noch ans Ufer zu schwimmen. Glück im Unglück war, dass die Wasserpolizei noch rechtzeitig zu Hilfe kam.