Balaton-Saison beginnt – Beste Wasserqualität

Eine ausgezeichnete Wasserqualität attestieren Fachleute dem Balaton vor der Badesaison, die mit dem 1. Mai startet. Nach jüngsten Messungen könnte man das Wasser auch trinken, berichtet das Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum. Im Wasser befinden sich wenig Algen. Ob das allerdings den Sommer über so bleibt, hängt von der Temperatur und der Entwicklung der Wasserqualität ab, sagte Mátyás Présing vom Limnologischen Forschungsinstitut Balaton der Unabhängigen Nachrichtenagentur.

Unmittelbar vor Saisonbeginn öffneten alle Geschäfte und Gaststätten. In einer Umfrage der Agentur rechneten Vermieter mit einer besseren Saison als im Vorjahr. 60-70 Prozent der Gäste seien Ungarn, sagte ein Unternehmer in Balatonlelle, der Privathäuser vermietet. Eine vierköpfige Familie könne bereits für 10 000 forint (etwa 40 Euro) pro Tag ein Haus in der Hauptsaison am Plattensee mieten. Die meisten interessierten sich jedoch derzeit bei seiner Firma für Luxushäuser mit Swimmingpool, die für etwa 25 000 Forint zu haben seien. Es seien aber auch schon Ferienhäuser für 44 000 Forint am Tag vermietet worden.

Die Preise am Balaton würden auch durch die Verteuerung der Lebensmittel beeinflusst, hieß es weiter. Vor allem wegen der Preisanstiegs bei Speiseöl kostet der auch bei Deutschen beliebte Lángos, ein gebackener Fladen, mehr. Am Balaton ist so ein Lángos für 270 Forint, ein Krug Bier für 300 Forint erhältlich. Eine Kugel Eis wird für 100 Forint (40 Euro-Cent), ein Menü in der Gaststätte ab 590 Forint (knapp 2,40 Euro) angeboten.

Ab 1. Mai: Empfindliche Strafen für Rasen in Ungarn

Raser auf Ungarns Strafen müssen mit Beginn des Monats Mai mit empfindlichen Strafen rechnen. Von da an soll es ernst werden mit dem schon seit längerem propagierten Vorgehen der Polizei nach dem Motto „Null Toleranz“ (ausführlicher Bericht in der April-Ausgabe unserer Zeitung). Damit will der Gesetzgeber den Ursachen für die miserable Unfallstatistik in Ungarn den Kampf ansagen. Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány hatte bei der Ankündigung des Programms für erhöhte Verkehssicherheit im Herbst vorigen Jahres darauf hingewiesen, dass jährlich mehr als 1200 Menschen bei Verkehrsunfällen sterben und rund 30 000 verletzt werden. Anzeigen gegen 100 000 Autfahrer blieben indes ohne Konsequenzen. Ungarn hat rund zehn Millionen Einwohner.

Wer von nun an beispielsweise innerhalb geschlossener Ortschaften 65 statt der vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer fährt und dabei erwischt wird, muss 30 000 Forint (etwa 120 Euro) zahlen. Das neue Strafpunkte-System trat bereits im Januar in Kraft. Jetzt läuft jedoch die Schonfrist ab – es wird ernst!