Geisterfahrerin prallt auf Bus in Ungarn

Eine Geisterfahrerin in Ungarn ist in Ungarn beim Aufprall auf einen Bus mit rumänischen Touristen an Bord ums Leben gekommen. Der Crash ereignete sich auf der Autobahn 7 Budapest-Adria etwa 20 Kilometer östlich von Siófok auf der nach Nagykanizsa führenden Spur, teilte die Polizei am Montag mit. Der Chauffeur des Reisebusses lenkte sein Fahrzeug noch auf den Standstreifen, als er den Pkw bemerkte, die Autofahreren dennoch kam es zu der Kollision. Das Auto drehte sich um die eigene Achse und schlug senkrecht gegen die Leitplanke. Doe Fahrerin, eine 35-jährige Frau aus Érd (nahe Budapest) starb an Ort und Stelle, während von den Insassen des Busses keiner verletzt wurde.

Denkmal in der Mitte des Balatons

Ein Stahlkreuz des Künstlers András Vértesaljai aus Keszthely markiert jetzt die Mitte des Balatons – auf dem Boden des größten Sees in Mitteleuropa. Es wird wohl das am seltensten besuchte Denkmal in Ungarn bleiben, kommentiert die Zeitung „Népszabadság“ am Wochenende das Ereignis. Erklärtes Ziel des Künstlers ist es jedoch, die Mitte des ungarischen Meeres zu einer Sehenswürdigkeit zu gestalten.
Im nächsten Jahr will der Schöpfer der verborgenen Attraktion deshalb sein Werk noch erweitern und verspricht, dass das neue Kunstobjekt zu hören sein werde. Wenn es ihm die Behörden genehmigen, will er über dem Kreuz in der Tiefe an der Wasseroberfläche einen weithin sichtbaren, pyramidenförmigen Steg errichten und von dort mit einem Lautsprecher jeden Tag die Töne der Glocken von Kirchen jeweils einer anderen Balatonkommune abspielen.
Das Geläut könnte am 27. März kommenden Jahres erstmals über dem See erklingen. Das Datum wählte der Künstler deshalb, weil auf seine Initiative an diesem Tag im Jahre 2002 Papst Johannes Paul II. eine von Keszthely, Hévíz, Cserszegtomaj und Gyenesdiás gefertigte Glocke segnete. Danach kehrte die Glocke nach Kesthely zurück, wo sie im Park des Festetics-Schlosses zu sehen ist.
Der Vorsitzende des Regionalen Fremdenverkehrs-Komitees vom Balaton, Sándor Rosta, bekennt sich zu den Plänen des Künstlers. Er halte sie für unterstützenswert, erklärte er der Zeitung.

Frau in Ungarn ersticht Ehepartner

Nach einem Ehestreit hat eine 53-jährige Frau in Balatonszentgyörgy (Komitat Somogy) ihrem 45-jährigen Ehemann ein Küchenmesser in die Brust gerammt, teilte die Polizei am Freitag mit. Daraufhin rief die Frau den Notarzt, der jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen konnte. Im ersten Polizeiverhör legte die Frau ein Geständnis ab. Nach bisher vorliegenden Angaben, kam es zwischen den Ehepartnern schon bislang öfter zum Streit. Bei der Tat spielte mit Sicherheit auch Alkohol eine Rolle. Die mutmaßliche Täterin wurde in Gewahrsam genommen, ein Verfahren wegen des begründeten Verdachts des Totschlags eröffnet sowie ein Haftbefehl beantragt.

Polizei in Ungarn macht Rekord-Kokainfang

Kokain im Marktwert von rund einer halben Milliarde Forint (rund zwei Millionen Euro) hat die Polizei in Ungarn am vergangenen Montag bei einer Großrazzia sichergestellt. Ursprünglich war die Presse von einem zwar großen, aber mit 70 bis 75 Millionen Forint dennoch beträchtlich geringeren Fang ausgegangen. Medienberichten vom Donnerstag zufolge wurden die Kokainkurier und die mutmaßlichen Dealer in Gewahrsam genommen. Der Polizeichef des Komitats Baranya, József Dakos, sprach von der Beschlagnahme der bisher größten Lieferung von Kokain in der Geschichte der ungarischen Strafverfolgung.

Die Ermittler schlugen nach monatelanger intensiver Vorbereitung zu. Die beiden in der Nähe von Pécs zuerst festgenommenen Personen seien so selbstsicher gewesen, dass sie den größten Teil der im Auto beförderten Drogen nicht einmal versteckt hätten, sagte der Regionalchef der ungarischen Ermittlungsbehörde.

Danach fanden die Beamten weitere Drogen bei Hausdurchsuchungen in Siklós und Harkány. Außerdem förderten sie aus verschiedenen Verstecken 44 000 Euro und 6,5 Millionen Forint (rund 26 000 Euro) Bargeld zutage. Weitere drei Personen wurden festgenommen – Einwohner von Siklós und Harkány sowie ein kroatischer Bürger. Die Polizei vermutet, dass sie auf ein landesweites Dealernetz gestoßen sind, dessen Leute die Drogen aus Serbien und Kroatien heranschaffen.

Autobahn Budapest Adria im September fertig

Freie Fahrt ab September von Budapest bis zur Adria: Dann wird der letzte, nur einen Kilometer lange Abschnitt der Autobahn 7 fertig sein, der über die Grenze hinweg die Verbindung zwischen Ungarn und Kroatien herstellt. Das teilte ein Verantwortlicher der Nationalen Infrastruktur-Entwicklungs AG mit.
Begonnen hat bereits die technische Übergabe des Autobahn-Abschnitts zwischen Balatonkeresztúr (Komitat Somogy) und Zalakomár (Komitat Zala). Am 26. Juni 16.00 Uhr wird der 20 Kilometer lange Teilabschnitt für den Verkehr freigegeben. Danach folgt Ende Juli mit etwa zweimonatiger Verspätung die technische Übergabe des 15,5 Kilometer langen Abschnitts zwischen Zalakomár und Nagykanizsa. Ende August gibt es auch hier grünes Licht.