Postzustellerin in Ungarn ermordet

Eine Postzustellerin ist am Mittwoch am Rand der Gemeinde Mórahalom (Komitat Csongrád) einem Raubmord zum Opfer gefallen. Die Frau wurde im lebensgefährlichen Zustand noch ins Krankenhaus gebracht, wo sie auf dem Operationstisch ihren schweren Verletzungen erlag. Die 56-jährige Frau hatte als Zustellerin gearbeitet, berichtet der private Fernsehsender atv auf seiner Internetseite.

Die Polizei war am Morgen gegen 9.00 Uhr darüber informiert worden, dass an den Postkästen am Dorfrand Schüsse zu hören sind. Die schwer verletzte Frau lag dort am Boden. Neben ihr wurde ein Mann in den mittleren Jahren tot gefunden, bei dem es sich „mit Sicherheit“ um den Angreifer handelt, hieß es. Vermutlich hat er sich selbst gerichtet, nachdem er die Frau getötet hatte. Am Boden konnte die Polizei Spuren eines Kampfes sichern.

I. Quartal: Mehr Auslandstouristen nach Ungarn

Der Strom ausländischer Touristen nach Ungarn scheint an Stärke zu gewinnen. Im ersten Quartal dieses Jahres verbrachten 559 000 Ausländer nahezu anderthalb Millionen Übernachtungen im Donauland. Das waren im Hinblick auf die Gästezahl 13 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, stellt das Zentrale Statistische Amt in seinem Schnellbericht fest. Dabei sank jedoch die Zahl der deutschen, österreichischen und italienischen Touristen. Für sie seien mehr Briten und Rumänen gekommen.

Besonders stark, nämlich um 15 Prozent, stieg die Zahl der Gäste aus der europäischen Union, und deren in Ungarn verbrachte Zeit um 9 Prozent. Ungebrochen gewinnen auch die Wellness-Hotels an Raum. Für sie weist die Statistik 18 Prozent mehr Übernachtungen aus. Einen Gästerückgang gab es nur bei den Ein-Sterne-Unterkünften.

Egerszeg-Karte ist immer populärer

Die 5000. Karte wurde übergeben

Mit der Erweiterung der in den Bereich der Egerszeg-Karte gehörenden Vergünstigungen stieg die Zahl der die Karte erwerbenden Bürger sprunghaft an. Während in dem Tourinform-Büro im vergangenen Jahr insgesamt 1000 Karten ausgestellt wurden, meldeten im ersten Monat des Jahres 2006 mehr als 450 Zalaegerszeger Einwohner, dass sie eine Karte erwerben möchten.

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1800 Jahre altes Frauen-Porträt in Pécs gefunden

Eine Sensation haben Archäologen in Ungarn bei Ausgrabungen in Pécs erlebt. Auf dem Kossuth-Platz im Zentrum, den die Experten gegenwärtig vor dem Bau einer Tiefgarage untersuchen, stießen sie auf ein sehr gut erhaltenes Fresko, das einen Frauenkopf darstellt. Sein Alter wird auf etwa 1800 Jahre geschätzt. Das etwa 50 mal 60 Zentimeter große Fundstück ist deshalb sensationell, weil noch nie zuvor in dieser Gegend ein Gemälde aus der Römerzeit in dieser Größe gefunden wurde, schreibt die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“ unter Berufung auf Archäologen. Die Stadt ist zwar sehr reich an archäologischen Funden, jedoch waren bildliche Darstellungen bislang stets nur in Bruchstücken erhalten. Das jetzt entdeckte Porträt stammt nach ersten Schätzungen aus der Zeit Ende des 2., Anfang des 3. Jahrhunderts nach Christus und zeichnet sich auch durch seine Farbigkeit aus.

Ungarn schildert Europa-Radweg aus

Ungarn hat am Sonntag mit der Ausschilderung des Europa-Radweges EuroVelo6 auf seinem Gebiet begonnen. Den ersten Punkt markierte in Budapest Ádám Bodor, der im Verkehrsministerium für Fahrrad-Angelegenheiten verantwortlich ist. Bis Juli soll die 440 Kilometer lange Strecke, die auf ungarischem Boden die Donau entlang zwischen Rajka im Nordwesten und Hercegszántó östlich von Mohács an der serbischen Grenze verläuft, fertig sein und die Radtouristen erwarten, teilte das Ministerium mit.

Als nächster Schritt soll im kommenden Jahr die EV11 ausgeschildert werden. Dabei handelt es sich um die zweite Europa-Strecke durch Ungarn, die an der Theiß entlang verläuft. Für den Ausbau der Radwege stehen aus dem ungarischen Haushalt zwei Milliarden Forint (etwa acht Millionen Euro) zur Verfügung.

Der EV6 und der der EV11 gehören zum System von zwölf Radfernwegen durch ganz Europa, das nach der Fertigstellung eine Gesamtlänge von rund 60 000 Kilometern erreichen soll. Etwa ein Drittel davon steht bereits zur Verfügung, ist jedoch nur zu einem geringen Teil ausgeschildert.