Tote in Balatonlelle Opfer von Auftragsmord?

Die im November vorigen Jahres im Schilf von Balatonlelle aufgefundenen beiden Toten könnten Opfer eines Auftragsmordes der Kokainmafia geworden sein. Nach Polizeiinformationen könnte ein gewisser Attila F. Sz. sie im Auftrag von Ausländern ermordet haben, weil sie eine Kokainlieferung aus Südamerika nicht bezahlt hatten, berichtet das Internetportal des Nachrichtenmagazins HVG. Die beiden zerstückelten Leichen waren am 17. November in der Nähe des elterlichen Hauses gefunden worden.

Den Ermittlungen zufolge hatten die Opfer zuletzt Kontakt mit dem Tatverdächtigen, der sie in Budapest ermordet und die Toten dann nach Lelle gebracht haben soll. Bei den Ermordeten handele es sich um Budapester Unternehmer, Eigentümer einer Gaststätte, die bereits seit Mai 2008 verschwunden waren.

Laut HVG zahlten die späteren Mordopfer den Preis für eine Kokainlieferung nicht, worauf die ausländischen Auftraggeber ein Kopfgeld aussetzten. Attila F. Sz. habe für mehrere Millionen Forint den Auftrag übernommen. Die beiden Männer wurden niedergeschossen, ihre Leichen mit chirurgischen Instrumenten zerstückelt. Der Mutmaßliche Täter verfüge über entsprechende Erfahrungen, da er im Budapester Anatomischen Institut als Sezierer gearbeitet habe.

Budapest vor Verkehrsstreik

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Budapest sollen am 12. Januar für unbestimmte Zeit bestreikt werden. Dem Streikaufruf schlossen sich bislang elf Gewerkschaften an, die 65 bis 70 Prozent der Angestellten des hauptstädtischen Verkehrsunternehmens BKV vertreten. Die Arbeitsniederlegung wurde beschlossen, nachdem vor Jahresende bei Verhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern kein neuer Tarifvertrag zustande gekommen war. Die Gewerkschaften sahen die Vorschläge von BKV als zu nachteilig für die Arbeitnehmer an. Ein Streik bei den Verkehrsbetrieben, selbst wenn er die öffentlichen Verkehrsmittel nur teilweise betreffen sollte, lässt ein Chaos auf den ohnehin überlasteten Verkehrswegen in Budapest erwarten.

Weniger Gäste in Zalakaros

Der an sich stark frequentierte Badeort Zalakaros (Komitat Zala) muss zum Jahreswechsel einige Einbußen hinnehmen. Gerechnet wird mit zehn Prozent weniger Gästen zu Silvester als am letzten Tag des Vorjahres erfuhr die Nachrichtenagentur MTI von den Hotelchefs der Stadt. Auch in den Kurhotels gibt es kein volles Haus, sagte der Direktor von DHSR Héviz und Aqua Hotels, György Fekete. In den zwei Häusern lag die Auslastung bei 70 Prozent, 30 von 425 Zimmern blieben leer.

Zu Weihnachten meldeten die beiden Kurhotels 65 Prozent Auslastung, vor allem weil weniger ungarische Gäste anreisten als in den zurückliegenden Jahren. Der Gästekreis werde immer internationaler, hieß es. Während früher 80 Prozent der Touristen vom deutschen Sprachraum kamen – Deutsche, Österreicher und Schweizer -, waren es in den letzten Jahren immer mehr Russen und Israelis. Für Silvester hatten auch Ukrainer und Spanier gebucht.

Eine Besonderheit dieses Jahreswechsels ist nach den Worten Feketes, dass 150 russische Gäste das alte Jahr im Festetics-Schloss feiern, wo neben gastronomischen Spezialitäten eine Operettengala, Folklore-Programme und auch Auftritte von russischen Künstlern die Unterhaltung bestritten. Das zurückliegende Jahr habe sich sowohl bei den Einnahmen als auch bei der Gästezahl in Zalakaros gut gestaltet, sagte Fekete.

Auch in anderen Hotels gingen die Buchungen generell zurück Das Freya und das Karos Spa hatten zehn Prozent weniger Buchungen zu verkraften. Das Napfény rechnete sogar mit 40 Prozent weniger Gästen.