Ehedrama in Ungarn – Frau erstochen

Kaposvár – Eine 46-jährige Frau ist am Sonntag in dem Dorf Kaposkeresztúr (Komitat Somogy) vermutlich nach einem Ehestreit erstochen worden. Nachdem die schnelle medizinische Hilfe Anzeige erstattet hatte, begannen Ermittlungen gegen unbekannt, teilte die Polizei am Montag in Kaposvár mit. Die Kriminalpolizei verhörte als Verdächtigen den 47-jährigen Ehemann, dem vorgeworfen wird, seiner Frau nach einem Wortwechsel einen Stich in die Herzgegend zugefügt zu haben. Das Opfer starb am Tatort, dem gemeinsamen Wohnhaus des Ehepaares. Der Mann befindet sich in Polizeigewahrsam.

Frau nach Sturz in Brunnen gerettet

Kaposvár – Aus acht Meter Tiefe hat die Feuerwehr in Ordacsehi bei Balatonboglár (Komitat Somogy) eine Frau aus einem Brunnen gerettet. Ein Familienmitglied hatte die ältere Frau in ihrer Not entdeckt, teilte der Katastrophenschutz am Sonntag mit. Mit einem Seil zogen die Retter die bereits ohnmächtige Frau nach oben. Danach kämpften sie eine Stunde lang um das Leben des Unfallopfers. Ein Hubschrauber brachte die Frau, nachdem ihr Zustand stabilisiert war, ins Krankenhaus.

10 000 Kartons Schmuggelzigaretten beschlagnahmt

Budapest – Ein Schlag gegen die Zigarettenmafia ist dem ungarischen Zoll gelungen. Am frühen Samstagmorgen entdeckten Mitarbeiter in Ártánd an der Grenze Ungarns zu Rumänien eine illegale Lieferung von 10 000 Kartons Zigaretten im Wert von vermutlich mehr als 55 Millionen Forint (rund 220 000 Euro), berichtet die unabhängige Nachrichtenagentur unter Berufung auf Zollsprecher Jenő Sipos. Der tatsächliche Wert werde davon abhängen, ob die Zigaretten echt sind.

Den Begleitdokumenten zufolge lieferte der rumänische Sattelschlepper Schuhe nach Frankreich. Ein Röntengerät wies jedoch dunkle Flecken zwischen in der Ladung auf, die sich als Zigaretten erwiesen. Die Prüfung nahm der Zoll nicht am Grenzübergang, sondern bei einer Tiefenkontrolle mit einem mobilen Röntengerät vor. In solchen Fällen wird Sipos zufolge jeder Lkw mit Hilfe des tragbaren Apparates durchleuchtet. Gegen den Fahrer des Lkw wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Schmuggel aufgeflogen – Ungarischer Zoll beschlagnahmt Gemälde

Budapest – Kunstschmuggler sind an der Grenze zu Österreich an der Aufmerksamkeit des ungarischen Zolls gescheitert. Die Gruppe für Tiefenkontrolle beschlagnahmte am Donnerstag am Grenzübergang bei Sopron 29 Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert, teilte der Zoll am Freitag in Budapest mit.

Der Fahrer des Lastwagens mit ungarischem Kennzeichen sagte bei der Befragung durch den Zoll, er befördere gebrauchte Schränke, Gebrauchsgegenstände und Gemälde aus Kecskemét nach England. Die Papiere dafür entpuppten sich jedoch als Fälschungen. Ein Sachverständiger erklärte in einer vorläufigen Einschätzung, dass die Gemälde zu den Kulturgütern Ungarns gehören und unter Schutz stehen. Für ihre Ausfuhr wäre die Genehmigung des Amtes für den Schutz des kulturellen Erbes notwendig gewesen.

Bei den Gemälden handele es sich um Werke ausländischer Künstler. Die Feststellung des tatsächlichen Alters und Wertes erfordere jedoch eingehendere Untersuchungen.

Der Zoll leitete wegen des begründeten Verdachts des Missbrauchs von Kulturgütern und der Urkundenfälschung ein Strafverfahren ein.