web-repair.ch - Optimierung von Satzzeichen, Rechtschreibung, Grammatik und Formularen auf bestehenden InternetauftrittenAnzeige

Freie Fahrt auf Autobahn Budapest-Pécs

Die Autobahn M6 zwischen Budapest und dem Komitatszentrum Pécs ist seit diesem Mittwoch (31.3.) auf der gesamten Strecke durchgängig befahrbar. Ministerpräsident Gordon Bajnai und Verkehrsminister Péter Honig übergaben den mittleren Abschnitt zwischen Dunaújváros und Szekszárd (65,1 km) sowie die Fortsetzung auf 81 Kilometer Länge nach Bóly und Pécs (M60). Wie Medien berichten, fand Ungarn damit Anschluss an den Klub der Tausender, nämlich jene Länder in Europa, die über mehr als 1000 Kilometer Autobahn verfügen. Allein innerhalb der zurückliegenden acht Jahre hat das Land seine Autobahnstrecken verdoppelt.

Die Fahrzeit zwischen der ungarischen Hauptstadt und Pécs verkürzt sich durch die Autobahn durchschnittlich um eine Stunde. Verkehrsminister Honig erklärte, die 81 Kilometer lange Strecke zwischen Szekszárd und Pécs sei innerhalb von nur zwei Jahren gebaut worden, während vor Jahren die ersten 90 Kilometer der M7 (Budapest-Balaton-Kroatien) noch neun Jahre gedauert habe.

Orbán: Kein Ackerland für Ausländer

Kurz vor den Parlamentswahlen hat der wahrscheinlich nächste Ministerpräsident Ungarns, Viktor Orbán, dem Erwerb von Ackerland durch Ausländer eine strikte Absage erteilt. Den Worten des Chefs der Rechtspartei Fidesz „hängt die Zukunft des ungarischen Bodens nicht von Brüsseler Entscheidungen ab, sondern nur von uns“.

Auf einer Kundgebung des Verbandes der Landwirtvereine und Landwirt-Genossenschaften in Ungarn (Magosz) erklärte der Anwärter auf das Amt des Regierungschefsam Mittwoch (31.3.), wenn seine Partei Fidesz die Regierung bilde, „werden die Ausländer niemals Ackerland kaufen, wie auch immer Brüssel entscheidet“. Orbáns Worte wurden auf der Kundgebung in Hajdúböszörmény (Komitat Hajdú-Bihar) mit Riesen-Beifall aufgenommen.

Nach dem EU-Beitritt hatte Ungarn für einen siebenjährigen Übergangszeitraum eine Vereinbarung mit Brüssel erzielt, wonach das gesetzliche Verbot des Landkaufs durch Ausländer oder ausländische Firmen bestehen bleibt. Das Moratorium kann für weitere drei Jahre verlängert werden. Ausgenommen sind jedoch solche EU-Ausländer, die sich in Ungarn legitim niedergelassen und drei Jahre lang eine landwirtschaftliche Tätigkeit betrieben haben.

Lohnsteigerungen auf dem Tiefpunkt

Nach Angaben des Zentralen Statistikbüros (KSH) verzeichnete Ungarn im Dezember 2009 den geringsten Anstieg der Arbeitslöhne (ohne Bonuszahlungen) innerhalb der letzten Jahre. Insbesondere im privatwirtschaftlichen Sektor hätten die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise und der rigide Sparkurs der Regierung Spuren hinterlassen. Die Folgen seien neben Lohnkürzungen auch Entlassungen und Überstunden gewesen. Die Löhne im privaten Sektor seien im Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent gestiegen. Im November 2009 habe dieser Wert noch bei 5,2 Prozent gelegen. Dagegen habe sich im öffentlichen Bereich zwischen Frühjahr und Herbst die Anzahl der Arbeitnehmer noch erhöht. Erst im letzten Quartal seien auch hier verstärkt Entlassungen registriert worden.

Karpfen und Hechte für den Balaton

Die kommende Saison wirft ihre Schatten voraus: Die Balaton Fischwirtschaft Nonprofit AG beginnt in dieser Woche damit, Karpfen und Hechte im angelfähigen Zustand im „ungarischen Meer“ auszusetzen. 150 Dezitonnen dreijährige Karpfen mit etwa 1,5 Kilogramm Gewicht je Exemplar werden so für die Angler zur Verfügung gestellt, berichtet die Zeitung „Népszava“ am Dienstag. Bei Fonyód, Siófok, Balatonalmádi, Balatonfüred, Szepezd und Badacsonytomaj kommen die Fische ins Wasser. Danach folgen am Wochenende die Hechte, deren Bestand pflichtgemäß ergänzt wird. Dabei handelt es sich um 250 000 Stück, die eine Länge von drei bis sechs Zentimeter erreicht haben. Sie werden unter Mitwirkung von Anglern am Nordufer in geschützten Buchten und in Schilf ausgesetzt.