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Büffel bei Zalavár am Kleinen Balaton angesiedelt

Zalavár – Zur Landschaftspflege sind 120 asiatische Büffel in der Nähe der Ortschaft Zalavár am Kleinen Balaton (südwestlich des Balaton) ausgesetzt worden.

70 Kühe und 50 Kälber trafen in diesem Teil des Balaton Nationalparks ein, um das Gras auf etwa 200 Hektar Fläche auf natürliche Weise kurz zu halten, berichtet die Zeitung „Zalai Hirlap“. Die Tiere stammen aus Kápolnapuszta bei Zalakomár an der Südspitze des Kleinen Balaton. Im Nationalpark gibt es bisher insgesamt 300 Tiere in drei Herden.

Neben anderen Tieren des Nationalparks sind auch die Büffel eine Touristenattraktion. Im ehemals herrschaftlichen Stall von Kápolnapuszta können Besucher anhand einer Ausstellung ihre Kenntnisse über den Büffel und dessen wirtschaftliche Nutzung im Ungarn der jüngeren Vergangenheit erweitern. Heute dienen die Tiere in erster Linie als Sehenswürdigkeit und Genbank. Auch Stiere sind im Nationalpark zu bewundern. Und gelegentlich darf ein Jungstier, der auf den Namen Gerzson getauft wurde, gefüttert und gestreichelt werden. Das Reservat ist das ganze Jahr über für Besucher geöffnet.

Sachsens Ministerpräsident besucht Ungarn

Dresden/Budapest – Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) trifft an diesem Sonntag zu einem Besuch in Ungarn ein. In Budapest wird er Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany, Wirtschaftsminister Janos Koka und führende Politiker der Opposition treffen.

Am Mittwoch wird Milbradt den Dritten Sächsisch-Ungarischen Wirtschaftstag eröffnen. Schon am Vortag schließt sich ihm eine Delegation aus über 30 sächsischen Unternehmern der Branchen Automobilzulieferindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Informationstechnik an. Beim Wirtschaftstag sollen vorrangig Kooperationsmöglichkeiten zwischen sächsischen und ungarischen Firmen ausgelotet und Erfahrungen bei der Realisierung gemeinsamer Projekte ausgetauscht werden.

An der Andrassy-Universität in Budapest, der ersten deutschsprachigen Hochschule im nichtdeutschsprachigen Mitteleuropa, wird Milbradt mit rund 20 Studenten über aktuelle Themen diskutieren. Zum Besuchsprogramm gehören auch die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Institut für Werkstofftechnik und Metallformung der TU Bergakademie Freiberg und dem Institut für Werkstoffwissenschaften und Fahrzeugfertigung der Universität Györ.

Ungarn wollen Titel „Längstes Konzert der Welt“ für Guinness-Eintrag

Balatonfüred – Das „Längste Konzert der Welt“ soll vom 23. Juni bis zum 1. Juli das Publikum in Balatonfüred unterhalten.

Die Veranstaltung soll zu einem Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde führen und den Titel von Kanada nach Ungarn holen, berichtet Népszava online.Dort hatten die Musiker 181 Stunden lang ohne Unterbrechung gespielt, beim Internationalen Gitarrenfestifal in Balatonfüred sind 192 Stunden das Ziel. Ort des Rekordversuchs ist die Móló-Bühne in der Stadt am Nordufer des Plattensees, wo dann acht Tage lang rund um die Uhr Musik erklingen soll. Dabei lösen ungarische und ausländische Künstler einander ab, es wird Solo- und Band-Auftritte geben, und Klassik kommt ebenso zur Aufführung wie Jazz und Flamenco. Auch die Künstlergarde ist sehr unterschiedlich zusammengesetzt: Von Schülern bis zu namhaften Interpreten reicht hier die Skala. Das Konzert wird auch im Internet zu sehen und zu hören sein. Informationen dazu bietet die Seite www.balaton-guitar.com.

Viele Ungarn essen unregelmäßig

Budapest – Viele Ungarn essen unregelmäßig und verlegen die Hauptmahlzeit immer mehr in die Abendstunden. Das ermittelte das Marktforschungsinstitut Gfk Hungária in einer Studie, über die www.sonline.hu berichtet. Danach verwenden die Ungarn den größten Teil ihres Einkommens auf Lebensmittelkäufe. 2005 machte dieser Anteil 22,8 Prozent aus. Die meisten essen zwar drei Mal täglich, doch der Anteil jener, die am Tag vier Mal oder häufiger essen, nimmt der Studie zufolge stetig zu. Dies signalisiere nach Ansicht von Ernährungsforschern, dass immer mehr Ungarn naschen.

Bei den zehn am liebsten und am häufigsten verzehrten Lebensmitteln gab es 2006 Veränderungen in der Rangfolge. Beliebter wurden die traditionell gekochten Suppen ebenso wie Käse, Teigwaren sowie Salami oder Wurst. Zur gleichen Zeit rutschten Geflügel, Kartoffeln, Gemüse und Obst auf der Beliebtheitsskala nach unten. Die drei ersten Plätze nahmen nach wie vor Weißbrot, Kaffee und traditionelle Suppen ein.

Nach Ansicht der Ernährungswissenschaftlerin Krisztina Fekete bestätigen die Ergebnisse der Untersuchung, dass sich die gesundheitsbewusste Ernähung in den zurückliegenden Jahren in Ungarn nicht spürbar entwickelt hat. Es sei jedoch nach anderen Erhebungen zu vermuten, dass künftige Generationen besser darauf achten, wie oft und was sie essen.

Bis zu 900 000 Kinder in Ungarn leben unter der Armutsgrenze

Budapest – 700 000 bis 900 000 Kinder unter 18 Jahren in Ungarn leben unter der Armutsgrenze, die offiziell mit 25 800 Forint monatlich angegeben wird.

Dies teilte die Leiterin des Kecskeméter Hauses der Chancen, Eszter Kollár Kissné, vor einer Konferenz über Kinderarmut in Kecel (Komitat Bács-Kiskun) am Dienstag nach einem Bericht der Web-Site sonline.hu mit. Auf die Zahl der gegenwärtig in Armut lebender Kinder könne man aus den Angaben von Januar vorigen Jahres schließen, als 620 000 Kinder Unterstützung des Kinderschutzes erhielten, was 30 Prozent der Zugehörigen der betroffenen Altersgruppe waren.

Zu den besonders betroffenen Gruppen gehören die Roma und die Großfamilien, sagte die Organisatorin der Konferenz, die aus Anlass des Europäischen Jahres der Chancengleichheit für alle stattfindet. Die Zahlen an sich seien bestürzend, wirklich betrüblich sei jedoch, dass sie kontinuierlich wachsen. Die Entwicklung auf diesem Gebiet wirft nach Ansicht Kollárs die Verantwortung aller Regierungen nach der Wende in Ungarn auf. Bei der Kinderarmut geht es nicht nur um Nahrungsmittel, sondern auch darum, dass Leistungen der Kultur und des Gesundheitswesens unerreichbar werden.

Ausbildung zum Reiseassistenten für Menschen mit Behinderung

Seit dem Jahr 1987 bietet der BSK e.V. Reiseassistentenschulungen für Menschen an, die als Assistent entweder für Gruppenreisen oder für Individualreisenden tätig sein wollen, jedoch wenig oder keine Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderungen haben.

Zielgruppe für diese Schulungen sind über 18-jährige, die körperlich und psychisch belastbar sind und Interesse und Freude daran haben, diese wichtige Hilfestellungen zu geben. Mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 22 Personen werden an vier Schulungstagen insgesamt 30 Kurseinheiten vermittelt. Die Schulung bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, sich mit den spezifischen Anforderungen der Betreuung und Begleitung von Menschen mit Behinderungen auseinanderzusetzen. Der wichtigste Baustein der Schulung ist die pflegerische Assistenz. Hier werden Hebe- und Tragetechniken, spezielle Lagerungen, Hilfen für vorbeugende Maßnahmen und Aspekte der Grundpflege vermittelt. Des weiteren werden die verschiedenen Behinderungsarten behandelt und gezielte Übungen zum Umgang mit dem Rollstuhl in Theorie und Praxis durchgeführt.

Den Abschluss der Schulung bildet ein spezieller Erste Hilfe Kurs für Menschen mit Behinderung. Dieser setzt einen Grundkurs für die Erste Hilfe voraus. Der Grundkurs muss in den letzten 5 Jahren absolviert worden sein, ansonsten ist ein Wiederholungskurs notwendig. Für die nächste Schulung von 15.-18.11.2007 (in Krautheim), gibt es noch einige freie Plätze. Die Kursgebühr beträgt 298,- € und beinhaltet Lehrgangsmaterial, Unterkunft und Verpflegung. Weitere Auskünfte erteilt der BSK unter: Tel. 06294/4281-50, Fax. 06294/428159 oder per Email: reiseservice@bsk-ev.org