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Flugplatz in Debrecen steht zum Verkauf

Debrecen – Die ostungarische Stadt Debrecen bietet ihren Flugplatz und dessen Betreiberfirma zum Kauf an. Voraussichtlich im Oktober soll das Objekt ausgeschrieben werden, schreibt die Zeitung „Magyar Nemzet“ auf ihrem Internetportal. Nach Aussage von Bürgermeister Lajos Kósa ist der Debrecener Flughafen mit Ausnahme von Ferihegy (Budapest) der einzige in Ungarn, der ständig für internationale Verbindungen geöffnet ist und den Schengener Vorschriften entspricht. Seit 1994 habe die Stadt mehr als 4,7 Milliarden Forint (fast 20 Millionen Euro) in den Flughafen investiert. Gegenwärtig gibt es von hier aus 16 internationale Charterverbindungen.

Hornisse tötete Mann in Ungarn

Kaposvár – An den Folgen des Hornissenstichs ist am Freitag in Csurgó (Komitat Somogy) ein 52-jähriger Mann gestorben. Dem Mann wurde unmittelbar nach dem Stich der Hornisse in den Nacken schlecht, er verlor das Bewusstsein, und auch die schnelle medizinische Hilfe konnte sein Leben nicht retten, berichtet die Fernseh-Nachrichtensendung Híradó. Die Umstände des Todes werden von der Polizei in Nagyatád untersucht.

Experten weisen darauf hin, dass ein Hornissenstich im Allgemeinen nicht tödlich ist. Ausnahme allerdings können wie bei jedem Insektenstich oder -biss Allergiker sein. Bei etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung können Hornissenstiche allergische Reaktionen auslösen.

Schon am vorigen Montag hatte es unmittelbar vor einem Sturm Angriffe aggressiver Hornissen auf eine Familie gegeben. Die Feuerwehr sah sich veranlasst, die unter Naturschutz stehenden Insekten zum Großteil zu vernichten.

Neues Teilstück der Autobahn Budapest-Adria übergeben

Budapest – Die Autobahn M7 von Budapest zum Balaton ist wieder ein Stück Richtung Adria gewachsen. Am Freitag wurde der elf Kilometer lange Abschnitt von Nagykanizsa nach Becsehely kurz vor der kroatischen Grenze übergeben, berichtet der Fernseh-Nachrichtensender hirTV. Auf der gesamten Länge soll die Autobahn vom Sommer nächsten Jahres an befahrbar sein. Bis dahin werden die noch fehlenden Abschnitte zwischen Nagykanizsa und Balatonkeresztúr sowie zwischen Letenye und der Grenze zu Kroatien fertig.

Verkehrsminister János Kóka kündigte an, dass in der kommenden Woche auf der M3 von Budapest in den Nordosten des Landes das Anschlussstück zur Komitatsstadt Nyíregyháza übergeben wird. Damit erreichen Ungarns Autobahnen eine Gesamtlänge von 1000 Kilometern.

Großinvestition in Kultur: Besucherzentrum für Museum der schönen Künste

Budapest – Eine Großinvestitionen in die Kultur Ungarns soll dem Museum der schönen Künste in Budapest noch mehr Attraktivität verleihen. Unter dem Heldenplatz, der auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes steht, wird bis zum Jahre 2010 für rund 3,5 Milliarden Forint (etwa 14 Millionen Euro) ein Zentrum für Besucher und Touristen entstehen. Dort werden auf zwei Etagen auf 4000 Quadratmeter Fläche ein großer Ausstellungssaal, ein Café und eine Kinderbetreuung untergebracht sein, berichtet die Zeitung „Népszava“.

Die Erweiterung des Museums der schönen Künste gehört neben dem Skanzen von Szentrendre zu den bisher bekannten Hauptvorhaben, die mit Hilfe von EU-Mitteln möglich werden. Beide Einrichtungen erreichten Aufsehen erregende Publikumszahlen, weil sie sich in den vergangenen Jahren verstärkt den Besuchern zuwandten.

21-Jähriger im Balaton verschwunden

Siófok – Erneut hat der Balaton ein Opfer gefordert. Am frühen Mittwochmorgen verschwand vor Siófok ein 21-Jähriger in dem See, teilte die Polizei des Komitats Somogy mit. Ein Angler hatte beobachtet, wie der junge Mann auf einem Wasserrad auf die Mitte des Balatons zuhielt. Dann sah er den Mann plötzlich nicht mehr. Die Besatzung eines Motorbootes von der nahen Wasserskibahn machte sich sofort auf die Suche, fand aber nur das Wasserrad und darauf eine schwarze Weste. Bis zum Abend blieb die Suche mit Unterstützung von Tauchern ohne Erfolg.

Internationaler Zuhälterring in Ungarn aufgeflogen

Budapest – Ein 42-jähriger Mann und mehrere Kumpane sind in Budapest wegen des „begründeten Verdachts“ der Zuhälterei und Geldwäsche aufgeflogen. Das Nationale Ermittlungsbüro Ungarns eröffnete gegen sie ein Verfahren, teilte die Behörde am Mittwoch ohne Angaben über die nationale Zugehörigkeit der mutmaßlichen Täter mit.

Seit 2001 bis zu ihrer Festnahme am 4. Juli dieses Jahres schickten die Verdächtigten Prostituierte zur Arbeit in ein Kölner Bordell und in einen Nachtklub in Ungarn, um sich damit Gewinn zu verschaffen. Unter anderem organisierten sie die Ausreise der Prostituierten nach Köln, mieteten für sie Zimmer an, kassierten das Geld, das die Mädchen verdienten, und verwalteten es. Die Mädchen mussten die Hälfte ihres Verdienstes an den 42-Jährigen abgeben. Seine Tageseinnahmen lagen bei einer Million Forint (etwa 4000 Euro), berichtet MTI unter Berufung auf die Polizei.

Mit Hilfe eines Anwalts legte der 42-Jährige das aus der Straftat der Zuhälterei stammende Geld in legalen Unternehmen an, so in den Betrieb einer Grube und in den Kauf einer Kaserne sowie deren Nutzung.

Die Verdächtigten versprachen den Prostituierten für deren Arbeit Chancen auf hohes Einkommen sowie Eigentumswohnungen, Auslandsreisen und den Erwerb des Führerscheins. Daneben erweckten sie oft den Eindruck, eine Lebenspartnschaft zu entwickeln und stellten materielle Verluste bei deren Beendigung in Aussicht, hieß es weiter. Dabei bildeten sie gefühlsmäßige Bindungen heraus. Es kam auch vor, dass die Mädchen misshandelt wurden.