Gefro Banner

Ungarn: Arznei aus der Drogerie

Budapest – Rezeptfreie Arzneimittel gibt es jetzt in Ungarn auch in der Drogerie. Die deutsche dm drogeriemarkt GmbH wird in ihren 203 Geschäften in Ungarn bis Jahresende die Bedingungen für den Verkauf von Medikamenten schaffen, sagte Sortimentmanagerin Rita Bokor der „Balaton Zeitung“. Dafür investiert das Unternehmen etwa eine halbe Milliarde Forint (rund zwei Millionen Euro). In einer Budapester dm-Filiale hat der Verkauf bereits begonnen.

dm bietet die Arzneimittel etwas billiger an als die Apotheke. Dabei sei jedoch nicht die Umsatzsteigerung, sondern die Kundenbindung durch die bessere Dienstleistung das Ziel. Bei dm werden etwa 150 Medikamente ins Angebot aufgenommen, im wesentlichen die gleichen in allen Filialen. In der Vergangenheit waren bei dm bereits Vitamine und Nahrungs-Ergänzungsmittel erhältlich.

Auch die Supermarktketten von Tesco und Auchan haben damit begonnen, rezeptfreie Medikamente zu verkaufen. Nachdem die Bestimmungen für den Handel mit Arzneimitteln in Ungarn gelockert wurden, können Kunden auch an Tankstellen ihre Tabletten kaufen.

Regierungs-Chef Gyurcsány: Ungarn will Euro bis 2013 einführen

Budapest – Ungarn will den Euro zwischen 2011 und 2013 einführen. Das erklärte Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány am Mittwoch in einem Interview des Internetportals napi.hu, das zur Wirtschaftsverlagsgruppe Napi Gazdaság gehört. Ursprünglich hatte der Regierungs-Chef für die Einführung der neuen Währung den Zeitraum zwischen 2010 und 2014 für möglich gehalten. „Früher habe ich das gesagt, heute können wir die Zeit der Einführung schon in einem engeren Rahmen unterbringen“, fügte Gyurcsány hinzu. Bis Ende kommenden Jahres werde das authentische mittelfristige wirtschaftspolitische Programm vorliegen, das der Einführung des Euros dient.

Mit dem Rad rund um den Balaton – Radwegkarte erschienen

Siófok – Fahrrad-Touristen haben jetzt für Ausflüge am und um den Balaton einen zuverlässigen Begleiter. Die Karte über die mittlere Region Transdanubiens enthält nach einem Bericht von Helikon Radio sämtliche Informationen, die den Tourismus per Rad fördern. Dazu gehören die ausgebauten Radwege und die empfohlenen Fahrabschnitte. Aufgeführt sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die Ausleihstationen für Fahrräder sowie Werkstätten und Fachgeschäfte. Auch der zwischen Budapest und dem Plattensee gelegene Velence-See lässt sich mit Hilfe des Kartenwerkes per Fahrrad erschließen.

Deutsche Hilfe für Tierschützer in Ungarn

Kaposvár – Der Tierschutzverein Philip in Kaposvár hat deutsche Unterstützung bekommen. Zehn mobile Zwinger trafen am Dienstag auf dem Vereinsgelände ein. Sie kamen vom Tierschutzprojekt Ungarn, das sich die Hilfe für Tierheime und streunende Hunde in Ungarn auf die Fahne geschrieben hat. Die neuen Zwinger machen es jetzt möglich, Gebäude auf dem Gelände zu erneuern.

Tierschützer Wolfgang Stephanow, einer der Leiter des europäischen Tierschutzes und Chef des Ungarnprojekts, befasst sich nach eigenen Worten seit zwanzig Jahren mit der Rettung von Tieren mit einem traurigen Schicksal. Im Mai besuchte er erstmals die Anlage in Kaposvár. Neben den Zwingern trafen auch große Mengen Tierfutter aus Deutschland dort ein.

Nach einem Bericht des Internetportals sonline.hu sind die deutschen Tierschützer auch an anderen Orten in Ungarn aktiv. Sie sammeln unter deutschen Tierfreunden Geld für die Verbesserung des Tierschutzes in Ungarn. Die Leiterin des Vereins Philip in Kaposvár, Ildikó Szántó erinnerte daran, dass ihre Organisation weiterhin auf die Unterstützung ihrer Stadt und der ungarischen Tierfreunde angewiesen sind.

Eger gewinnt Gold bei Florale Europe

Eger – Gold für die Komitatsstadt Eger: Beim Europawettbewerb Entente Florale Europe hat sie die begehrte Auszeichnung für ihre Blumen und Parks erkämpft. Bürgermeister László Habis nahm die Medaille im englischen Harrogate aus den Händen von Monika Hetsch, Präsidentin der internationalen Jury, entgegen, berichtet die Ungarische Tourismus AG auf ihrer Internetseite.

Eger musste sich im Wettbewerb mit elf weiteren Städten aus elf verschiedenen Ländern beweisen. Dabei war der Jury natürlich ein schönes Stadtbild wichtig, viel Grün in der Stadt, Sauberkeit und Blumenschmuck. Aber auch eine nachhaltige Grünplanung, Umwelt- und Klimaschutz, der Schutz der Grünflächen und des Landschaftsbildes waren von Bedeutung. Tourismus, besonders sanfter Tourismus zählte zu den wichtigen Kriterien.

Ungarn beteiligt sich seit 1990 am Wettbewerb der Entente Florale Europe. In den vergangenen sieben Jahren gab es für die Leistungen bei der schöneren Gestaltung von Städten und Dörfern vier Gold-, vier Silber- und vier Bronzemedaillen. Alljährlich werden mehr als 50 Millionen Menschen in 25 000 Kommunen mobilisiert, wobei nur 24 – je Land eine Stadt und ein Dorf – in den Endausscheid kommen. Auch Deutschland war in diesem Jahr erfolgreich: Münster konnte ebenfalls eine Goldmedaille mit nach Hause nehmen.