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Wieder illegaler Müll auf dem Rückweg nach Deutschland

Budapest – Eine weitere Lieferung von illegal nach Ungarn importiertem Müll geht von diesem Dienstag an zurück nach Deutschland. Wie die Umweltbehörden der Nachrichtenagentur MTI mitteilten, handelt es sich um Ballen, die in einer früheren sowjetischen Kaserne in Kiskunmajsa (Komitat Bács-Kiskun) lagerten.

Aufgrund einer Anzeige aus der Bevölkerung war im Dezember vorigen Jahres in Kiskunmajsa der Müll aus Deutschland entdeckt worden. Die 144 Ballen lagerten in einem Hangar und entsprechen etwa acht bis zehn Ladungen von Groß-Lkw. Das größte illegale Lager von Müll aus Deutschland befindet sich in Kunbaja (Komitat Bács-Kiskun), wo sich 2.000 Ballen stapeln. Auch diese Abfälle sollen innerhalb der nächsten Tage die Rückreise nach Deutschland antreten.

Mitte voriger Woche hatte Umweltminister Gábor Fodor in Ács (Komitat Komárom-Esztergom) den ersten Lkw mit deutschen Haushaltsabfällen nach Deutschland verabschiedet. Auf der Rückseite des Lastwagens befestigte er die Aufschrift „Zurück an den Absender“. „Den illegal in Ungarn eingetroffenen Müll sollen diejenigen zurücknehmen, von denen er kam“, sagte der Minister. „Der Platz der 4.100 Tonnen Abfall, die gesetzwidrig nach Ungarn kamen, ist beim Absender.“

Umfassende Verkehrskontrolle am Balaton

Siófok – Vier Stunden lang wird die Autobahn M7 am Südufer des Balatons an diesem Dienstag zu einem Gebiet absolut umfassender Verkehrskontrolle. Jeden Autofahrer wollen die Einsatzkräfte unter die Lupe nehmen, meldet die Nachrichtenagentur HavariaPress.

Zwischen 13.00 und 17.00 Uhr werden die Fahrzeuge auf dem Rastplatz Táska kontrolliert. Dabei sollen vor allem zu schnelle und angetrunkene Fahrer aus dem Verkehr gezogen werden. Außerdem geht es um die Entdeckung gesuchter Personen und Fahrzeuge sowie die Kontrolle von Fahrzeugführern und Fahrzeugen mit gefährlicher Ware.

Beteiligt an den Maßnahmen sind die Polizei-Hauptmannschaft des Komitats Somogy, die Grenzwache von Nagykanizsa, die Nationale Verkehrsbehörde und die Staatliche Autobahnverwaltung gemeinsam mit der Bürgerwacht von Balatonlelle.

Massenkontrollen in der südungarischen Gatronomie

Pécs – Hygiene im Gaststättenwesen südlich des Plattensees ist auch in diesem Jahr oberstes Gebot. Deshalb beginnen in dieser Woche überall in Südtransdanubien Kontrollen der Gastronomie. Von jetzt an wird es auch ernst: Während in den vergangenen Wochen Kontrollen am Balaton bei der Aufdeckung von Mängeln noch hinweisenden Charakter hatten, sind von nun an Strafen fällig, sagte der regionale Amtsarzt László Brázay der Zeitung „Dunántúli Napló“.

Vor allem die stark vom Fremdenverkehr frequentierten Orte werden von Kontrolleuren aufgesucht, die kein Pardon kennen. Gaststätten, Restaurants, Bufetts, Konditoreien, Cafés und Eisdielen müssen ständig mit dem Besuch der Kontrolleure rechnen. Bei Überschreiten der Haltbarkeitsfrist von Lebensmitteln oder Verletzung der Hygienregeln wird zumindest eine Geldstrafe verhängt. Bei schweren Fällen kann das Geschäft auch geschlossen werden.

Im vorigen Jahr mussten Amtsärzte in Südtransdanubien nicht wegen Lebensmittelvergiftung tätig werden, sagte Brázay. Für die beginnende Saison erwartet er ein ebenso gutes Ergebnis. Dafür sind wieder etwa 1000 Kontrollen geplant.

Budapester Kettenbrücke: Feste an jedem Wochenende

Budapest – Die Kettenbrücke in Budapest wird von diesem Samstag an im Sommer jedes Wochenende für den Verkehr gesperrt sein und für Kultur- und Unterhaltungsprogramme zur Verfügung stehen. Auftakt ist ein Brückenfest unter anderem mit Darstellern des Donau-Karnevals, Theater-Vorstellungen, einem Kinderkonzert und Auftritten junger Talente.

Am darauf folgenden Wochenende verwandelt sich die Brücke in eine Theaterlandschaft. Dabei werden sich die wichtigsten Budapester Bühnen vorstellen. Der 7. und 8. Juli gilt der ungarischen Volksmusik, danach stehen zeitgenössische Vortragskünstler auf dem Programm. Als weitere Höhepunkte sind Weltmusik, Jazz, ernste Musik und Tanzmusik vorgesehen. Die öffentlichen Verkehrsmittel, deren Linien sonst die Kettenbrücke überqueren, werden an den Wochenenden umgeleitet.

182. Anna-Ball aus Balatonfüred live im Fernsehen

Balatonfüred – Der Anna-Ball in Balatonfüred wird in diesem Jahr erstmals im Fernsehen übertragen. Der Sender Duna erhielt die Übertragungsrechte für den Ball mit großer Geschichte, der am 28. Juli zum 182. Mal stattfindet, teilte Bürgermeister István Bóka nach einem Bericht des Unabhängigen Balaton Multimedia Zentrums mit. Ort der Veranstaltung ist der Galasaal und der Garten des erneuerten Anna Grand Hotels. Mehr als 300 Gäste werden zum Ball erwartet.

Durch die Fernseh-Übertragung werden dieses Mal Ungarn auf fünf Kontinenten erstmals an der Wahl der Schönheitskönigin des Balls teilnehmen können, die unter zehn von einer Jury präsentierten Frauen per Telefon oder SMS gekürt werden soll.

Zu den Rahmenveranstaltungen des Balls, darunter am Vorabend ein Konzert virtuoser Musiker und ungarischer Opernstars sowie andere Kulturprogramme, werden den Angaben zufolge tausende Interessenten erwartet. Die Ballkönigin und ihre Hofdamen zeigen sich der großen Öffentlichkeit am Tag nach dem Ball bei einer Fahrt mit der Kutsche.

Sturm in Ungarn: Motorradfahrer schwer verletzt

Budapest – Bei dem Sturm am Donnerstag in Ungarn ist ein Motorradfahrer von einem umstürzenten Baum getroffen und dabei schwer verletzt worden. Sechs Menschen erlitten durch das Unwetter leichte Verletzungen.

Die Feuerwehr musste in den betroffenen Regionen bis Freitagmorgen etwa 500 mal ausrücken, um Schäden zu beseitigen, sagte der Sprecher der Landes-Hauptdirektion für Katastrophenschutz, Tibor Dobson, der Unabhängigen Nachrichtenagentur. Vom Sturm, der auch in anderen Gebieten Europas tobte, waren in Ungarn die mittleren und nördlichen Landesteile betroffen.

Die Hauptarbeit der Feuerwehren bestand in der Beseitigung von Bäumen, die auf Gebäude, Verkehrswege, Autos und Leitungen gefallen waren. An einigen Stellen hatte der Blitz eingeschlagen, im Bezirk Nógrad riss der Sturm das Dach von einem Haus.

In Budapest war das Kinderkrankenhaus „Heim Pál“ eine Zeitlang ohne Strom. Die Feuerwehr sicherte die Versorgung mit Notstrom-Aggregaten.