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Deutsche greift Polizisten an – Bewährungsstrafe

Nach einem tätlichen Angriff auf einen Polizisten ist eine Deutsche in Ungarn zu einer achtmonatigen Haftstrafe mit zwei Jahren Bewährung verurteilt worden. Die 53-jährige Einwohnerin der Gemeinde Vörs (Komitat Somogy) hatte im Dezember des zurückliegenden Jahres nach Alkoholgenuss in größeren Mengen die Gäste einer Kneipe belästigt. Einen herbeigerufenen Polizist, der ihren Ausweis sehen wollte, griff sie mit Fäusten an, berichtet das Internetportal sonline.hu. In einem Eilverfahren sprach das Stadtgericht von Marcali jetzt schon wenige Wochen nach der Tat das Urteil wegen Gewalt gegen eine Amtsperson.

Schwarzbrennerei in Kaposvár ausgehoben

Insgesamt 800 Liter reinen Alkohol und 2900 Liter verdünnten Alkohol, dem nur noch Aroma zugesetzt werden sollte, haben Zollmitarbeiter in einem Einfamilienhaus im Komitatszentrum Kaposvár beschlagnahmt. In Keller und Garage fanden die Beamten auch entsprechendes Zubehör für die Herstellung alkoholischer Getränke. Deshalb sei zu vermuten, dass sich der auf frischer Tat ertappte Mann schon seit längerer Zeit für das Panschen von Getränken eingerichtet hatte, berichtet der Zoll am Donnerstag.

Das Interessante an dem Fall: Der mutmaßliche Täter ist Profi, denn er betreibt völlig legal eine Schnapsbrennerei. Jetzt muss er mit einer Strafe von etwa zehn Millionen Forint (etwa 37000 Euro) rechnen. Die konfiszierten Alkoholitäten haben einen Marktwert von rund zwölf Millionen Forint. Auch die legale Pálinkaproduktion des Mannes ist in Gefahr.

Urlaub am Balaton könnte teurer werden

Mit empfindlichen Einbußen rechnen die Kommunen rund um den Balaton in diesem Jahr. Grund dafür ist das Wegfallen der staatlichen Subventionen, die neben der Fremdenverkehrssteuer in die Kassen der Selbstverwaltungen fließen, berichtet die Zeitung „Népszabadság“. Deshalb könnten sich die Ferien am Ufer des größten Sees in Mitteleuropa verteuern, hieß es. Die Kommunen würden nämlich auf den Entzug staatlicher Mittel mit Steuererhöhung reagieren.

Etwa anderthalb Milliarden Forint (rund 5,6 Millionen Euro) gingen der Erholungsregion am Balaton durch die Regierungsentscheidung verloren, sagte der Bürgermeister von Siófok, Árpád Balázs, der auch dem Zusammenschluss der Kommunen in der Region, dem Balaton Verband, vorsteht. Der Ausfall der Einnahmen gefährde nicht nur die Erfüllung der obligatorischen kommunalen Aufgaben, sagte er. Er könne sie auch in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zurückwerfen. Wenn es kein Geld für Entwicklung gebe, werde früher oder später auch der Fremdenverkehr zurückgehen.

Betrunken, ohne Führerschein und Kennzeichen

Mit einer Polizeikontrolle hatte ein Autofahrer in Komló am wenigsten gerechnet, als er sein Fahrzeug gegen jede Regel durch die Innenstadt bewegte. Ohne Führerschein, alkoholisiert und in einem Pkw ohne Kennzeichen fuhr der 40-Jährige durch die Straßen, berichtet die Polizei. Nur die Leiche im Kofferraum hätte noch gefehlt, hieß es scherzhaft in einem Bericht. Seinen Führerschein hatte der Mann schon lange abgeben müssen, nachdem ein Gericht Fahrverbot verfügt hatte. Nach Worten eines Polizeisprechers sind derartige Geisterfahrten gar nicht so selten. Die Delinquenten meinen in solchen Fällen, dass es nun schon völlig egal sei, was ihnen noch passiert. Auf den neueste Verkehrssünder wartet jedenfalls wieder ein Verfahren.