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Flugzeug in Ungarn notgelandet

Auf einem Acker im westungarischen Komitat Vas ist am Samstag ein Kleinflugzeug notgelandet. Die zweisitzige Maschine vom Typ Apollo war vom Flugplatz der Stadt Szombathely um die Mittagszeit aufgestiegen, berichtet die Polizei. Nach dem Ausfall des Triebwerks musste der Pilot eine Notlandung einleiten. Nachdem das Flugzeug schon 60 bis 80 Meter auf dem frisch gepflügten Acker an der Fernstraße 87 gerollt war, blieb es mit dem Propeller oder einem Rad in einer Furche hängen, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der Pilot wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, sein Fluggast kam mit dem Schrecken davon. Die Untersuchungen der Unglücksursache wurde unter Einbeziehung von Experten eingeleitet.

Kabeldiebe verursachen schweren Stromschlag

Ein Techniker der S-Bahn in Budapest ist am am Freitag nur knapp dem Tod entgangen, als er nach einem Kabeldiebstahl den Schaden vor Ort besichtigte. Durch ein loses Kabel, das Diebe für den Abtransport durchgeschnitten hatten, erlitt der Mann einen Schlag durch 1100 Volt Gleichstrom. Er war mit einem Lichtmast in Berührung gekommen, auf dem das unter Strom stehende, losgetrennte Kabel hing. Der Techniker wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Diebe hatten 55 Meter Kabel gestohlen und weitere 55 Meter für den Diebstahl vorbereitet. Der materielle Schaden beläuft sich auf 1,3 Millionen Forint (etwa 5000 Euro), berichtet das Budapester Verkehrsunternehmen. Kabeldiebstähle kommen in Ungarn letzter Zeit immer häufiger vor.

Amoklauf in Ungarn – Ein Toter

Ein 23-jähriger Amokläufer hat am Donnerstag in einer Klinik der Universität Pécs ein Blutbad angerichtet. In einem Hörsaal gab der Mann Schüsse ab, denen ein 19-Jähriger zum Opfer fiel. Ein weiterer 19-Jähriger wurde lebensgefährlich, eine 54-jährige Frau und ein 37-jähriger Mann schwer verletzt, berichtet die Polizei. Eine halbe Stunde nach dem Notruf, der um 12.21 Uhr einging, nahm ein Sonderkommando der Polizei den Amokläufer, der keinen Widerstand leistete, auf der 7. Etage der 400-Betten-Klinik fest. Es wurde ein Verfahren zur Prüfung von Tathergang und Motiven eingeleitet.

Der mutmaßliche Täter war Medienberichten zufolge Mitglied eines Schützenklubs. Er besaß als Inhaber eines Waffenscheins eine 9-mm-Pistole, teilte der Rektor der Universität, Róbert Gábriel, den Berichten zufolge mit. Das Todesopfer war ein Student, bei den Verletzten handelt es sich um weitere zwei Studenten und eine Reinigungskraft.

Politiker und Parteien sowie der Oberbürgermeister der Komitatsstadt sprachen nach der Bluttat ihr Beileid mit den Betroffenen aus. Ganz Ungarn ist wegen der Tat tief erschüttert.

Innenminister Tibor Draskovics, der zusammen mit Bildungsminister István Hiller nach Pécs gereist war, sprach sich für eine Verschärfung der Schusswaffen-Gesetze aus. Bei dem Verbrechen handele es sich nicht um einen Terroranschlag, das Geschehen stehe mit anderen Straftaten im Zusammenhang.

Autobahn-Abschnitt Szekszárd-Pécs bald fertig

Das Komitatszentrum Pécs wird wie geplant vom Frühjahr 2010 an mit Budapest durch eine Autobahn verbunden sein. Ende März wird mit der pünktlichen Übergabe des 81 Kilometer langen Abschnitts der Autobahn M6 zwischen Szekszárd und Pécs gerechnet. Das versicherten die Bauleute bei einer Begehung durch die Bürgermeister von Pécs und Mohács, Zsolt Páva und József Szekó in dieser Woche, bei der sie sich in Begleitung von Abgeordneten und Journalisten über den Stand der Arbeiten informierten. Sie besichtigten einen Tunnel und eine Brücke auf der derzeit längsten Baustelle in Ungarn.

Die Politiker brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die Strecke schnellstmöglich fertig gestellt wird, um aus den Siedlungen der Region leichter in die ungarische Hauptstadt zu gelangen. Mit der Übergabe von Teilabschnitten solle man jedoch nicht auf die bevorstehende Wahlkampagne warten. Die Sicherheit der Verkehrstielnehmer sei wichtiger als Medienauftritte von Politikern, hieß es.

Erdbeben in Ungarn

Ein Erdbeben der Stärke 3 auf der Richterskala hat am Mittwoch die Gegend nordöstlich des Balaton in Berhida-Peremarton leicht erschüttert. Die Bodenbewegungen wurden in der Nähe des Epizentrums auch von der Bevölkerung wahrgenommen, über Schäden wurde nichts bekannt. Das teilte der Seismologe László Tóth vom Forschungsinstitut für Geodäsie und Geophysik der Ungarischen Akademie der Wissenschaften mit.

Auf dem Gebiet Ungarns werden jährlich 100 bis 120 kleinere Erdbeben mit Hilfe des empfindlichen seismologischen Netzes registriert. Der Großteil von ihnen erreicht nicht die Grenze der Fühlbarkeit durch Menschen. Jährlich rechnen die Forscher mit vier bis fünf leichten Erdbeben der Stärke 2,5 bis 3,0, die in der Umgebung des Epizentrums schon gut zu spüren sind. Erdbeben, die größere Schäden hinterlassen, treten alle 15 bis 20 Jahre in Ungarn auf. Dagegen kommt es nur alle 40 bis 50 Jahre zu Beben der Stärke 5,5 bis 6,0, die sehr große Schäden verursachen.