Kabeldiebe verursachen Millionenschaden

Metalldiebstähle greifen auch in Ungarn immer mehr um sich. Allein dem Budapester Verkehrsbetrieb wurde im vorigen Jahr ein Schaden von rund 200 Millionen Forint (etwa 760 000 Euro) zugefügt. Jährlich steigt die Schadensumme um 10 bis 20 Prozent, berichtet das Unternehmen. Am Freitag musste der Betrieb einer Straßenbahnlinie auf einem Teil der Strecke wegen eines Kabeldiebstahls eingestellt werden, da Kurzschluss- und damit Brandgefahr entstand. Allein dieser Diebstahl bedeutet einen Schaden von 10 Millionen Forint.

Ungarn mit Handelsüberschuss im Januar

Wie das Zentrale Statistikbüro (KSH) Ungarns mitgeteilt hat, erwirtschaftete das Land im Januar 2010 einen Handelsüberschuss von rund 290 Millionen Euro. Im Januar 2009 sei dagegen noch ein Defizit von 200 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen. Sowohl das Export- als auch das Importvolumen seien dabei signifikant gestiegen. Insgesamt schließe Ungarn das Jahr 2009 mit einem Überschuss von 3,98 Milliarden Euro in seiner Handelsbilanz ab. Im Jahr 2008 hätte noch ein Defizit von 319 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Ungarns Wirtschaft vor Stagnationsphase

Nach Meinung des Wiener Instituts für internationale Wirtschaftsstudien (wiiw) wird Ungarns Ökonomie im Jahr 2010 nicht wachsen. Für das Folgejahr 2011 wird dagegen ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent des Bruttosozialprodukts prognostiziert. Die Analysten des wiiw gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass die zentral- und osteuropäischen Wirtschaften (CEE) den Höhepunkt der Krise hinter sich gelassen haben. Unverändert hoch dürfte jedoch die Arbeitslosenquote in Ungarn bleiben. Vorreiter in CEE-Raum sei Polen. Dem Land wird noch in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent des Bruttosozialprodukts vorausgesagt.

Tourismusstätten in Transdanubien werden ausgebaut

Nach Erhalt von Programmitteln zur regionalen Förderung und Entwicklung plant die Regierung im südlichen Transdanubien zuvorderst die Renovierung des Schlosses in Siklós und Instandsetzungsarbeiten im historischen Park in Mohács. Darüber hinaus soll in absehbarer Zeit das Bad in Harkány ausgebaut werden. Weiter sollen neue Anlegestellen für Ruderer entlang der Donau entstehen und ein Wander- beziehungsweise Radweg zwischen Mohács und Siklós angelegt werden.

Grundstein für Thermalhotel in Siklós gelegt

Während das Thermalbad in der südwestungarischen Kleinstadt Siklós kurz vor seiner Eröffnung steht, ist daneben jetzt der Grundstein für ein 4-Sterne-Thermalhotel gelegt worden. Erbaut wird die Anlage für 1,1 Milliarden Forint (rund 4 Millionen Euro) mit 319 Millionen Forint EU-Fördermitteln von der Aquaplus GmbH mit Sitz bei Szeged, die auch für den Bau des Bades verantwortlich zeichnet. Schon gegen Jahresende soll das Hotel die ersten Gäste empfangen. Jährlich rechnet Aquaplus-Chef Zoltán György mit rund 5000 Gästen und insgesamt 20 000 Übernachtungen. Das Bad ist vom Hotel aus durch einen Korridor zu erreichen. Zuletzt war im Jahre 1902 in Siklós ein Hotel gebaut worden.