Siófok trotz Wirtschaftskrise reicher

Siófok hat ungeachtet der Wirtschaftskrise bei den Steuereinnahmen 2009 einen Rekord hingelegt. Die heimliche Hauptstadt des Balaton übertraf die geplanten 2,5 Milliarden Forint um 20 Prozent, schreibt das Internetportal sonline.hu in einem Bericht. Mehr als die Hälfte der Steuergelder brachten die 100 größten Steuerzahler der Stadt mit 1,63 Milliarden Forint auf. „Siófok ist derzeit stärker und reicher als vor einem Jahr“, erklärte deshalb Bürgermeister Árpád Balázs auf dem Neujahrsempfang. Allein der Entzug staatlicher Mittel im Umfang von 250 Millionen Forint habe die Absicht der Selbstverwaltung durchkreuzt, die Steuern für Unternehmen zu senken.

Germanwings: Neue Strecke – Ryanair: Budapest aufstocken

Germanwings baut sein Streckennetz nach Budapest aus. Vom 29. April an wird die deutsche Fluggesellschaft auch von Hannover aus die ungarische Hauptstadt anfliegen. Tickets können schon jetzt auf der www.germanwings.com Homepage gebucht werden. Wie „Tourismus Panorama“ schreibt, war Germanwings 2003 als erster deutscher Billigflieger auf dem ungarischen Markt aktiv geworden. Seitdem betreibt das Unternehmen von Köln/Bonn und Stuttgart Strecken nach Budapest. Die durchschnittliche Auslastung liege ungeachtet der ungünstigen Wirtschaftslage weiterhin über 80 Prozent.

Billigflieger Ryanair (http://ryanair.com/de) bietet insgesamt 23 Strecken nach Bratislava und Budapest an. Im vorigen Jahr flogen 782 000 Passagiere auf der Bratislavaer, 178 000 auf der Budapester Relation. Im „Tourismus Panorama“ bemerkte der für Osteuropa zuständige Leiter für Verkauf in Dublin, dass Ungarn und der Budapester Flughafen ein gemeinsames Interesse an einer signifikanten Erhöhung des Passagierverkehrs haben müssten, der um 50 Prozent unter dem von Prag liege. Eine Million Fluggäste bedeuteten 1000 Arbeitsplätze.

Amtsarzt: Grippewelle in Ungarn noch nicht vorbei

Die Epidemie der neuen Grippe ist nach Aussage des obersten Amtsarztes Ferenc Falusi noch nicht vorüber. In der ersten Woche des Jahres suchten 50 Prozent mehr Patienten mit grippeähnlichen Symptomen einen Arzt auf als Ende des letzten Jahres, sagte Falusi dem privaten Rundfunksender InfoRadio. Bislang sei bei 72 Todesfällen erwiesen, dass sie vom H1N1-Virus verursacht wurden.

In der ersten Kalenderwoche wurden 320 mit Influenza-Symptomen ins Krankenhaus gebracht, von denen 43 auf Intensivstationen therapiert werden. 36 Patienten werden wegen ihres lebensgefährlichen Zustandes künstlich beatmet. Einen Höhepunkt weist die Statistik für die 50. Woche 2009 aus, als 630 Patienten ins Krankenhaus gebracht wurden. Seither gehen die Zahlen, wenn auch langsam, zurück. Bislang wurden 3,6 Millionen Dosen Impfstoff ausgeliefert, die Durchimpfung der Bevölkerung erreichte 28 bis 30 Prozent.

Nach Doppelmord in Ungarn: Polizei bleibt wortkarg

Zwei Monate nach der Aufdeckung des Mordes an einem deutschen Rentnerehepaar in Mohács (Komitat Baranya) hüllt sich die Polizei immer noch in Schweigen. Wie die Internetseite bama.hu berichtet, sollen die in Untersuchungshaft befindlichen drei ebenfalls deutschen Tatverdächtigen – zwei Männer im Alter von 38 und 42 Jahren sowie die 23-jährige Ehefrau des einen – wie die beiden Opfer in Monyoród gewohnt haben. Sie sollen auch mehrere falsche Namen benutzt haben, so dass die Ermittler auch ihre Identitäten feststellen müssen. Außerdem gehen sie dem Verdacht nach, dass die mutmaßlichen Täter noch für weitere Straftaten verantwortlich sein könnten.

Die Polizei wollte jedoch auf Anfrage des Korrespondenten keine Informationen geben. Auch weiterhin sei nicht beabsichtigt, sich zu Details der Ermittlungen zu äußern. Das Rentnerehepaar war von der Polizei im November mehrere Meter tief unter einem frisch asphaltierten Parkplatz gefunden worden. Nach ihrer Ermordung waren die beiden Eheleute auf dem Gelände eines im Bau befindlichen Einkaufszentrums verscharrt worden.

Streik in Budapest kann Wochen dauern

Bis zu zwei Wochen lang könnte der gegenwärtige Streik der Angestellten des Verkehrsbetriebes in Budapest dauern. Darüber berichtet das Internetportal index.hu nach wiederum ergebnislosen Verhandlungen am Mittwoch. Experten gehen jedoch davon aus, dass sich die Erfolgsaussichten der Streikenden mit der Dauer des Arbeitskampfes verschlechtern. Mangel an Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten und seltenere Verhandlungstermine deuteten darauf hin, dass die Seiten noch lange nicht bereit sind, ihre Standpunkte aufzugeben. Die Streikkasse der Gewerkschaften gibt derzeit noch zeitliche Spielräume.

Für die Budapester bedeutet diese Situation fortgesetztes Chaos auf den Straßen. Die Metro und die Vorortbahnen verkehren zwar, jedoch sind die eingesetzten Busse und Straßenbahnen stark ausgedünnt und fahren unregelmäßig.