Neue Grippe fordert weitere Opfer

Die neue Grippe hat in Ungarn wieder ein Todesopfer gefordert. Ein mit großer Wahrscheinlichkeit vom H1N1-Virus infizierter 45-jähriger Mann starb in der Nacht zum Freitag im Krankenhaus von Nagykanizsa, berichtet infoRadio auf seiner Website. Zuvor war in Szeged eine chronisch kranke Frau an der Influenza gestorben. Dennoch befindet sich die neue Grippe in Ungarn auf dem Rückzug, teilt der amtsärztliche Dienst des Landes mit.

In der letzten Woche ging die Zahl der Neuerkrankungen um 30 Prozent zurück. Zugleich machte die stellvertretende oberste Amtsärztin Kornélia Molnár darauf aufmerksam, dass eine zweite und dritte Welle der Grippe kommt. Die Schutzimpfung sei die effektivste Vorbeugung. Bislang sei ein Drittel der ungarischen Bevölkerung gegen die neue Gruppe geimpft.

Deutsche greift Polizisten an – Bewährungsstrafe

Nach einem tätlichen Angriff auf einen Polizisten ist eine Deutsche in Ungarn zu einer achtmonatigen Haftstrafe mit zwei Jahren Bewährung verurteilt worden. Die 53-jährige Einwohnerin der Gemeinde Vörs (Komitat Somogy) hatte im Dezember des zurückliegenden Jahres nach Alkoholgenuss in größeren Mengen die Gäste einer Kneipe belästigt. Einen herbeigerufenen Polizist, der ihren Ausweis sehen wollte, griff sie mit Fäusten an, berichtet das Internetportal sonline.hu. In einem Eilverfahren sprach das Stadtgericht von Marcali jetzt schon wenige Wochen nach der Tat das Urteil wegen Gewalt gegen eine Amtsperson.

Schwarzbrennerei in Kaposvár ausgehoben

Insgesamt 800 Liter reinen Alkohol und 2900 Liter verdünnten Alkohol, dem nur noch Aroma zugesetzt werden sollte, haben Zollmitarbeiter in einem Einfamilienhaus im Komitatszentrum Kaposvár beschlagnahmt. In Keller und Garage fanden die Beamten auch entsprechendes Zubehör für die Herstellung alkoholischer Getränke. Deshalb sei zu vermuten, dass sich der auf frischer Tat ertappte Mann schon seit längerer Zeit für das Panschen von Getränken eingerichtet hatte, berichtet der Zoll am Donnerstag.

Das Interessante an dem Fall: Der mutmaßliche Täter ist Profi, denn er betreibt völlig legal eine Schnapsbrennerei. Jetzt muss er mit einer Strafe von etwa zehn Millionen Forint (etwa 37000 Euro) rechnen. Die konfiszierten Alkoholitäten haben einen Marktwert von rund zwölf Millionen Forint. Auch die legale Pálinkaproduktion des Mannes ist in Gefahr.