Wizz Air will Passagierzahlen erhöhen

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air möchte mit neuen Routen und einer Ausweitung des bestehenden Flugplans seine Passagierzahlen rund um den Standort Budapest noch in diesem Jahr um insgesamt 20 Prozent erhöhen. Dies hat die Airline kürzlich mitgeteilt. Zu diesem Zweck werde ab dem 24. Juli 2010 ein weiterer Airbus A320 zur bestehenden Flotte stoßen. Neu in den Flugplan aufgenommen würden Frankfurt/Hahn sowie Bari. Die Ziele London/Luton, Brüssel, Eindhoven, Malmö, Turku und Bourgas sollen zudem öfter angeflogen werden als bisher.

Steuerpolizei für Ungarn?

In Ungarn könnte nach etwa achtjähriger Pause wieder eine Steuerpolizei eingeführt werden. Mit entsprechenden Erwägungen befasse sich die kommende Regierung, berichtet die Wochenschrift für Politik und Wirtschaft „HVG“ auf ihrer Web-Site. Aufgabe wäre die Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit der Besteuerung und die Verfolgung von Verdächtigen. Viele hofften, dass durch die Arbeit einer solchen Steuerpolizei endlich die „großen Fische“ an die Angel kämen.

In Ungarn werden derzeit etwa für ein Fünftel des Bruttosozialproduktes keine Steuern gezahlt, berichtet das Blatt weiter. Dagegen betrage die Steuerhinterziehung in den anderen EU-Staaten durchschnittlich 10 bis 12 Prozent.

Das Verfassungsgericht hatte mit Wirkung vom 31.12.2002 das damalige Gesetz über die Steuerpolizei kassiert, weil es nicht mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament verabschiedet worden war. Da nach der Parlamentswahl vom April die künftig regierende Fidesz und KDNP mehr als zwei Drittel der Sitze im Parlament innehaben, wäre jetzt eine verfassungskonforme Lösung möglich.

Bosch beginnt mit Standortwechsel von Wales nach Ungarn

Der Komponentenhersteller Bosch Group, zweitgrößter ausländischer Arbeitgeber in Ungarn, hat damit begonnen seine Produktion von Wales nach Ungarn zu verlagern. Dies geht aus einem Bericht der Zeitung Napi Gazdaság hervor. Das Unternehmen plane die Schaffung von insgesamt 400 Arbeitsplätzen am Standort Miskolc und eine geringe Ausweitung der Beschäftigtenzahl in Hatvan. Die erste Produktionslinie aus Wales werde im August 2010 in Ungarn erwartet, so ein Sprecher von Bosch. Der komplette Umzug soll im Sommer 2011 abgeschlossen sein. Die Firma hatte die Verlagerung seiner Aktivitäten von Wales nach Ungarn Mitte Januar angekündigt und mit den um bis zu 65 Prozent niedrigeren Arbeitskosten begründet. Insgesamt 900 Arbeitnehmer in Wales verlieren ihren Job.

5,7 Prozent Inflationsrate in Ungarn

Die Verbraucherpreise in Ungarn haben sich innerhalb eines Jahres deutlich erhöht. Das Zentrale Statistische Amt ermittelte für April eine Jahresinflationsrate von 5,7 Prozen. Innerhalb der ersten vier Monate dieses Jahres belief sich der durchschnittliche Preisauftrieb sogar auf 5,9 Prozent.

Preistreiber waren vor allem Kraftstoffe (25,2 Prozent), Elektroenergie (12,3 Prozent), Arzneimittel (7,2 Prozent, Alkohol (10,9 Prozent), Kaffee (10,6 Prozent) und Eier (6,6 Prozent). Erheblich teurer wurden auch die Dienstleistungen, so die Müllabfuhr um 11,2, Abwasser 7,1 und Frischwasser 6,9 Prozent. Die Kosten für Fernheizung dagegen fielen um 18,5 Prozent, was dazu führte, dass die Gesamtkosten für Haushaltsenergie nur um 3,7 Prozent zunahmen.

Geringer fielen die Preiserhöhungen mit durchschnittlich 2,4 Prozent bei Lebensmitteln aus. Dabei gab es sogar teils erhebliche Rückgänge, so fielen die Preise bei Zucker um 9,9, Mehl 7,7, Schweinefleisch 7,1 und Speiseöl 6,5 Prozent.