Balaton-Flughafen öffnet im April

Der Flughafen für Balaton-Urlauber, Fly Balaton in Sármellék, nimmt im April den Flugverkehr wieder auf. Der Konkursverwalter des in seiner Existenz bedrohten Airports entschied sich für den weiteren Betrieb im Konkursverfahren, teilte der Vorsitzende des Balaton Entwicklungsrates, Tamás Suchman, laut einem Bericht des Internetportals sonline.hu auf einer Sitzung des Gremiums mit. Das Betriebsrecht für den Flughafen habe die Grundstücks-Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft SCD Holding erworben. Die Unternehmensgruppe ist vor allem in der ungarischen Bauindustrie und im Lebensmittel-Großhandel tätig.

In diesem Jahr kann der Flughafen nach Aussage Suchmans etwa 50 000 Reisende abfertigen. Er fügte hinzu, dass der Urlauberverkehr im westlichen Balatonraum stark von dem für 140 000 bis 200 000 Passagiere ausgelegten Flughafen Sármellék abhängig ist, der mit bedeutenden staatlichen Subventionen und Unternehmerkapital geschaffen wurde. Gegen den bisherigen Betreiber wurde wegen gewaltiger Schulden das Konkursverfahren eingeleitet.

(Mehr dazu in unserer April-Ausgabe)

Hajdúszoboszló trotzt der Krise

Mit der Eröffnung des Aqua-Palace setzt der Badeort Hajdúszoboszló im Osten Ungarns vor Saisonbeginn Zeichen. Die bedeutende Investition für 4,8 Milliarden Forint (rund 17,8 Millionen Euro) wird Anfang März ihrer Bestimmung übergeben, berichtet das Tourismus Panorama. Die EU unterstützte das Projekt mit 2,25 Milliarden Forint Fördermitteln.

Es herrsche keine Krisenstimmung, berichtete die Marketingmanagerin der Hungarospa AG, Zsuzs Kállai. Das Bad sei auch 2009 nicht hinter die Zahlen des Vorjahres zurückgefallen. Von der neuen Investition werde eine 25prozentige Steigerung des Umsatzes erwartet.

Das überdachte Spaßbad Aqua-Palace mit einer 1600 Quadratmeter großen Wasseroberfläche auf insgesamt 15 000 Quadratmeter Gelände kann 1000 Gäste gleichzeitig empfangen. Die ganzjährig betriebene Anlage ist Teil des größten Badekomplexes Europas mit unmittelbarer Verbindung zum Heilbad und zum Freibad. Als Extras stehen den Gästen ein Kino-Bad, Privatbecken, eine Saunawelt, eine Surfebahn sowie den Kindern eine ganze Etage zum Baden zur Verfügung.

Wenig Erfolg für Rauchverbot in Pécs

Seit einem Jahr ist das Rauchen in Pécs an Haltestellen, in der Umgebung von Ämtern, Krankenhäusern und auf Spielplätzen verboten. Doch viele halten sich nicht daran, stellt ein Bericht des Internetportals bama.hu fest. Die Lage habe sich zwar nach Aussage der Aufsicht für öffentliches Gelände etwas verbessert, soch viele handelten gegen die Regeln. Ein Reporter beobachtete junge Leute beim Rauchen an einer zentralen Haltestelle des südwestungarischen Komitatszentrums, wo Kippen in großer Zahl auch am Boden herumliegen.

Allerdings habe die Stadtverwaltung auch nicht für Schilder gesorgt, die auf das Rauchverbot hinweisen. An manchen Stellen gibt es sogar trotz des Rauchverbots Aschenbecher für die Raucher. Von amtlicher Seite werden zwar besonders die Schwerpunkte wie Kinderspielplätze kontrolliert, insgesamt rechnet man jedoch nur mit allmählicher Veränderung in der Einstellung der Menschen.

Regierungschef rechnet 2014 mit dem Euro

Ungarn könnte Anfang 2014 den Euro einführen. Diese Auffassung vertritt Ministerpräsident Gordon Bajnai in einem Beitrag der Zeitung „Népszabadság“ (Donnerstag). Die Bekämpfung der Krise konzentriere sich nicht auf die nächste Wahl im April dieses Jahres, sondern auf das nächste Jahrzehnt. Wenn nach der Parlamentswahl genügend Weisheit und Ausdauer bleibe, dann könne Anfang Januar 2014 der ungarische Euro eingeführt werden.

Hunderte Apotheken von Konkurs bedroht

Bis zu 400 Apotheken in Ungarn könnten für immer die Rolläden herunterlassen, weil sie keine staatliche Unterstützung erhalten, sagte der Präsident der Ungarischen Apothekerkammer, Tamás Horváth, dem Wirtschaftsblatt „Világgazdaság“. Großhandelsketten wollten sie nicht einmal umsonst haben, weil sie mit Verlust wirtschaften.

Durch die Liberalisierung der Apothekengründung habe sich die Zahl der Apotheken in Ungarn innerhalb von drei Jahren um 412 auf 2407 erhöht, während sich die Preisspanne verringerte und die Zahl der eingelösten Rezepte bei 150 Millionen im Jahr blieb.

Da der Großhandel auch bei den Apotheken ein Anwachsen der Verbindlichkeiten registrierte, führte er strengere Regeln ein. Für das Begleichen von Rechnungen wurde eine Schonfrist von nur zwei Tagen eingeführt. Wenn Bestellungen einen festgesetzten Kreditrahmen übersteigen, wird für die betreffende Apotheke nicht geliefert. Imm nordostungarischen Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg beispielsweise liefert der Großhandel für die Hälfte der Apotheken nur noch gegen Bargeld.