Ungarns internationale Reserven auf Rekordhoch

Wie die Ungarische Zentralbank (NBH) mitgeteilt hat, lagen die ausländischen Rücklagen Ungarns zum Zeitpunkt Ende März auf dem historischen Rekordhoch von 33.852 Milliarden Euro. Allein von Ende Februar bis Ende März seien sie nochmals um 992 Millionen Euro gestiegen, davon waren 700 Millionen internationale Währungsreserven. Am 19. März hat die OTP Bank dem Staat zudem den letzten Teil eines insgesamt 1,4 Milliarden Euro umfassenden Kredits, geschlossen am 26. März 2009, zurückgezahlt.

Daimler: 83,4 Mio Euro Staatshilfen für Projekt in Ungarn

Nach Angaben der Zeitung Napi Gazdaság hat die ungarische Regierung der Daimler AG insgesamt 22,15 Milliarden Forint an Staatshilfen für den 800 Millionen Euro teuren Bau einer Mercedes-Benz-Produktionsstätte in Kecskemét zugesichert. Dies bedeutet, dass der ungarische Staat sich mit rund einem Zehntel an den Kosten des Baus (83,43 Millionen Euro) beteiligen werde.

Ungarn: Mercedes will attraktivster Arbeitgeber werden

Die im Bau befindliche Mercedes-Benz-Fabrik in Kecskemét will der attraktivste Arbeitgeber der Region werden. Das kündigte der Leiter des Bauprojekts und künftige Fabrikdirektor Frank Klein an. Dazu biete Mercedes Benz den Arbeitgebern ausgezeichnete Möglichkeiten der fachlichen Entwicklung und Weiterbildung, nicht zuletzt die einzigartige Chance, aktive Teilnehmer der Realisierung eines Projekts von derartig großer Tragweite zu sein.

Klein machte auf die herausragende wirtschaftliche Bedeutung der in Kecskemét für 800 Millionen Euro entstehenden Fabrik aufmerksam. Sie bringe riesige Vorteile für die gesamte ungarische Wirtschaft. Ungarische Unternehmen hätten bereits Aufträge für mehr als 75 Prozent der Bauarbeiten gewonnen. Daneben bewarben sich 17 ungarische Produzenten erfolgreich für die Zulieferung von Grundmaterialien für die Autofertigung und gewannen damit ein großes Auftragsvolumen.

Auch für die 2012 beginnende Serienproduktion starten ungarische Unternehmen als potentielle Partner. Bislang schlossen sich der Mercedes-Mitteilung zufolge 260 Mitarbeiter dem Projekt an, darunter 160 ungarische Beschäftigte, von denen ein Großteil derzeit an einer Ausbildung teilnimmt. Bis Jahresende wird das Personal auf etwa 700 Mitarbeiter anwachsen. Mit Fertigstellung der Fabrik wird die Mercedes Benz Manufacturing Hungary GmbH annähernd 2500 Mitarbeiter beschäftigen.

Germanwings jetzt auch Hannover-Budapest

Germanwings hat jetzt den regelmäßigen Flugverkehr zwischen Hannover und Budapest aufenommen, teilt die Gesellschaft mit. Der größte deutsche Billig-Flieger schafft damit seine dritte Direktverbindung mit der ungarischen Hauptstadt und festigt damit seine Zusammenarbeit mit dem Budapester Flughafen, die bereits im Mai 2003 begonnen hatte.

Auf der neuen Linie wird es wöchentlich vier Direktflüge geben. „Wir starteten unsere Flüge von Budapest nach Köln im Mai 2003 und nach Stuttgart im September 2003”, sagte der Chef der Unternehmenskommunikation, Heinz Joachim Schöttes. „Jetzt sind wir froh, die Hauptstadt Ungarns mit Hannover zu verbinden.” Von Budapest nach Köln werden die Flüge gleichzeitig ausgeweitet, so dass an drei Tagen der Woche jeweils zwei Mal geflogen wird.

Das solide Wachstum von Germanwings zeige deutlich die Ergebnis eines langfristigen Engagements in Budapest-Ferihegy, dem ersten internationalen Flughafen von Ungarn. Die langfristige Kooperation zwischen Germanwings und dem Budapest Airport bringe klare Ergebnisse für die Fluggäste, sagte der Kommunikations-Chef des 60 Jahre alten Flughafens, Károly Szilágyi.

Germanwings verfügt über eine junge Flotte von 30 A 319-Jets. Die Gesellschaft mit Sitz in Köln konzentriert sich auf Flugangebote zu den wichtigsten Geschäftszentren Europas. Sie hat drei wichtige Zielgruppen: Geschäftsreisende, Besuchsreisen zu Freunden sowie Familie und Erholung. Derzeit haben Geschäftsreisende einen Anteil von 42 Prozent unter den Passagieren von Germanwings.

Benzinpreis auf Höhenflug

Die Preise für Benzin und Diesel haben Mitte dieser Woche in Ungarn einen historischen Höchststand erreicht. Die Mol AG, größter Anbieter im Land, erhöhte 95-er Benzin um 4 auf 341 Forint, was durch den erneuten Kursverfall der Landeswährung etwa 1,23 Euro ergibt. Diesel stieg sogar um 8 Forint je Liter auf 321 Forint. An den Tankstellen gibt es Preisunterschiede zwischen 10 und 30 Euro, berichten Medien.

Einer Experteneinschätzung zufolge hat der Kraftstoffpreis damit etwa die Spitze erreicht. Es sei wahrscheinlich, dass er bis zur Autosaison im Sommer nicht zurückgeht, sagte der Leiter von Cashline Wertpapier AG, Kornél Sarkadi-Szabó, ausgehend von der Entwicklung des Ölpreises dem Nachrichtensender inforádió. Er rechnet jedoch noch in diesem Jahr mit einer Wende auf dem Aktienmarkt, in deren Folge die Kraftstoffpreise sinken könnten. Bei einem drastischen Preisverfall könne die Modifizierung innerhalb eines Jahres auch unter 300 Forint pro Liter gehen.