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Winter fordert erstes Todesopfer in Ungarn

Noch ist es für die Jahreszeit zu warm, wahrer Frost noch außer Reichweite. Doch schon berichtet die Polizei über das erste Kälteopfer dieses Winters in Ungarn. Im südungarischen Komitat Csongrad starb ein Mann auf dem Transport ins Krankenhaus an Unterkühlung. Seine Verwandten hatten den Hausarzt im Dorf Tomörkény um Rat gefragt, nachdem der Mann seit Tagen kein Lebenszeichen von sich gegeben hatte. Sie fanden ihn in seiner Wohnung im Bett, zusammengekrümmt von der Kälte. Auch die notärztliche Hilfe konnte ihn nicht mehr retten, teilte die Polizei am Montag mit.

Deutsche Bühne mit zwei Premieren im Dezember

Gleich mit zwei Premieren verabschiedet die Deutsche Bühne Ungarn in Szekszárd das Jahr 2009. An diesem Dienstag (8.12.) kommt die beliebteste und meist gespielte absurde Komödie „(K)Narrenspiel“ des ungarischen Autors Gábor Görgey auf die Bühne. Sein Name ist eng mit der Geschichte des Theaters der deutschen Minderheit verbunden, weil er mehrere Jahre lang hier als künstlerischer Berater tätig war. Görgey, der in diesen Tagen seinen 80. Geburtstag begeht, analysiert in seiner aufregenden Komödie das Zusammenspiel sehr unterschiedlicher Charaktere aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, bei denen Machtpositionen das Zusammenleben wesentlich beeinflussen.

Am 17. Dezember, also unmittelbar vor dem Weihnachtsfest, überrascht das Theater seine jüngsten Zuschauer mit dem Tanzspiel „Aschenputtel“ in der Choreographie von Klára Pataky. Zu der Musik von Károly Horváth (Maria Stuart, 2009) stellen sich auch die Schauspieler einer neuen Herausforderung. Sie erzählen das Märchen von Aschenputtel ausschließlich durch ihre Körpersprache.

Ungarns Winzer des Jahres kommt aus Eger

Die ungarische Weinakademie hat György Lőrincz aus dem Weinbaugebiet Eger zum Winzer des Jahres gewählt. Nach seiner Karriere als Spitzensportler, in deren Verlauf er sich als erstklassiger Wasserballer einen Namen machte, konnte er schon mehrfach durch seine Leistungen in der Weinproduktion auszeichnen. Er absolvierte die Universität für Gartenbau und Lebensmittelindustrie, um anschließend im Weinfach zu promovieren.

Seine berufliche Laufbahn begann dann bei der Egervin Weinwirtschafts AG, wo er zum Leider für Technologie und Produktentwicklung aufstieg. Später übernahm er die Aufgabe des Geschäftsführers beim Familienunternehmen St. Andrea GmbH. Als Anerkennung für seine Leistungen wurde er unter anderem in Polen als Mann des Jahres gewählt und erhielt 2007 das Ritterkreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn. Er war in seinem Heimatland auch schon Winzer der Winzer sowie in Eger Winzer des Jahres. Seinen jetzigen Titel darf er auf Lebenszeit tragen, muss aber nach einem Jahr dem Titel die Jahreszahl seiner Wahl hinzufügen.

Schlag gegen Wirtschaftskriminalität in Ungarn

Einen Coup gegen die Wirtschaftskriminalität hat die Direktion der Flughafenpolizei in Budapest gelandet. Bereits am Freitag wurden die Direktoren der Rechtsabteilungen der Budapester Flughafen AG und der Budapester Verkehrsbetriebs AG in Gewahrsam genommen, wurde am Sonntag mitgeteilt. Ihnen werden Bestechlichkeit, Untreue und andere Straftaten vorgeworfen. Gegen weitere drei Personen laufen ebenfalls Strafverfahren in diesem Fall.

Ein Sonderkommando der Polizei nahm den Direktor der Rechtsabteilung des Verkehrsbetriebes fest, als er zehn Millionen Forint (etwa 37 000 Euro) von einem Mitarbeiter einer Firma übernahm, die mit seinem Unternehmen in einem Vertragsverhältnis steht. Dabei leistete der Direktor passiven Widerstand, während der andere Beteiligte zu flüchten versuchte.

Die Ermittlungen hatten bereits im April nach der Anzeige durch eine Privatperson begonnen, die die Ermittlungsbehörde auf Korruption im Zusammenhang mit dem Verkehrsbetrieb aufmerksam gemacht hatte. Die Polizei fand Beweise dafür, dass der Direktor der Rechtsabteilung der Airport AG mit seinem früheren Untergebenen, dem derzeitigen Direktor der Rechtsabteilung der Budapester Verkehrsbetriebs AG zusammenspielt. Durch Manipulationen brachte er offenbar beträchtliche Summen beiseite, die für Anwaltsbüros bestimmt waren die aus Abrechnungen nicht geleisteter Arbeiten stammten.