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Erdarbeiten am Balatonring stehen vor dem Abschluss

Beim Bau des Balatonrings in Sávoly stehen die Erdarbeiten für die 4.650 Kilometer lange Rennstrecke planmäßig kurz vor dem Abschluss und das, obwohl der Kreditvertrag mit der Bank noch immer nicht unter Dach und Fach ist. Der spanische Investor hatte auf eigene Kosten die Arbeiten begonnen und ließ im September gleichzeitig 50 Großmaschinen auf dem Baugelände arbeiten, die täglich 13.000 Tonnen Erde bewegten.

Die Bauarbeiten für das 200 Millionen-Euro-Projekt sind bereits seit einem Jahr im Gange und verzögerten sich während der Finanzkrise um einige Monate. Projektmanager Javier Garcia Pardo berichtete auf einer Pressekonferenz Anfang Oktober 2009, dass der Bau des Kanalsystems am und um den Balatonring abgeschlossen wurde, der Bau der Kläranlage ist im Gange und wird im November fertig gestellt.

„Ende Juli 2010 müssen die Bauarbeiten am Balatonring beendet sein. Das ist unser wichtigster Termin. Mit Proberennen soll die Bahn dann getestet werden, damit beim Grand Prix im Herbst 2010 alles perfekt ablaufen kann“, so der Projektmanager.

Thermalbad-Diebe in Ungarn gefasst

Eine auf Thermalbäder „spezialisierte“ Diebesbande ist jetzt der Polizei in Ungarn ins Netz gegangen. Seit Jahresbeginn hatte sie in verschiedenen Thermalbädern des Landes Umkleidekabinen „ausgeräumt“. Damit fügten sie Badegästen einen Schaden im Umfang von mehreren Millionen Forint zu (1 €/267 Ft.), sagte Chef-Ermittler Zoltán Szegedi von der Polizei in Pápa (Komitat Veszprém) laut einem Bericht des Privatsenders InfoRadio. Die drei Mitglieder der Bande gingen sehr planmäßig vor, indem sie zunächst in den Umkleideräumen beobachteten, wer Wertgegenstände in den Schränken aufbewahrt. Dann brachen sie die Türen auf, nahmen zumeist Bargeld, Schmuck, Handys und Geldkarten mit.

Vor dem zurückliegenden langen Wochenende wertete die Polizei in Pápa Aufnahmen von Überwachungskameras des dortigen Bades aus und schickten Fotos an sämtliche Thermalbäder des Landes. Sie boten die Grundlage dafür, dass die Bande im Budapester Széchenyi-Bad festgenommen werden konnte. Die mutmaßlichen Täter sollen außerdem auch in Győr, Siófok, Esztergom, Mezőkövesd und Füzesabony ihrer „Tätigkeit“ nachgegangen sein.

Ungarn: Nach Enteignung soll Management gehen

Nach der gewaltsamen Übernahme der Leitung des Wasserwerks in Pécs vom französischen Minderheits-Eigentümer Suez hat die Stadt nunmehr die Abberufung des Managements in die Wege geleitet. Das teilte die Stadtführung am Dienstag in einer Pressemitteilung mit.

Bürgermeister Zsolt Páva strebt eine außerordentliche Vollversammlung in der Pécser Wasserwerk AG an. Es bestehe der Verdacht auf Wirtschafts-Straftaten, deshalb wolle die Selbstverwaltung der Stadt als Mehrheits-Eigentümer die Ablösung des Managements im Rahmen einer Vollversammlung erzielen. Die Abteilung für Wirtschaftsschutz des Komitatspräsidiums der Polizei habe Ermittlungen angewiesen.

Dem Wasserwerk unter französischer Leitung und zu 48 Prozent Eigentum des Suez Environment wird unter anderem vorgeworfen, über die von ihm gegründete Aquainvest GmbH zahlreiche zweifelhafte Finanz-Transaktionen abgewickelt zu haben. Davon habe diese weder die Selbstverwaltung noch deren Beauftragte informiert. Nach Aussage des von der Stadt beauftragten Anwaltsbüros spiegelten die Bilanzen nicht die tatsächliche wirtschaftliche Lage wider.

Bürgermeister Páva erklärte, er unternehme einen erneuten Versuch, um den Konflikt unmittelbar mit der Pariser Mutterfirma zu regeln. Am Dienstag habe er in einem Brief den Generaldirektor von Suez über die „Gesetzesverletzungen informiert, von denen die Selbstverwaltung Kenntnis erhalten” habe. Páva äußerte die Hoffnung, dass Suez in Kenntnis des Missbrauchs der Leiter des Pécser Wasserwerks die Initiative der Selbstverwaltung unterstützen werde. Von der Antwort der Franzosen mache die Selbstverwlatung ihre weiteren Schritte abhängig.

Anfang September hatte das Stadtparlament von Pécs beschlossen, den Betreibervertrag mit Suez zum 30. des Monats zu kündigen und dessen Anteile zurückzukaufen. Als die Gegenseite angeblich nicht schnell genug reagierte, ließ die Selbstverwaltung der Stadt das Firmengebäude kurzerhand von 20 Sicherheitsleuten unter Führung eines Anwalts besetzen. Dem bisherigen Führungspersonal wurde der Zutritt verwehrt. Suez rüstet jetzt zum juristischen Gegenschlag, der die hoch verschuldete Stadt laut Medienberichten Milliarden Forint kosten könnte.

Warnstreik der Eisenbahner in Ungarn

Mit einem zweistündigen Warnstreik protestieren die fünf ungarischen repräsentativen Eisenbahner-Gewerkschaften am Dienstagvormittag gegen die geplante Stilllegung von Nebenstrecken. In der Zeit werden werden weder Personen- noch Güterzüge fahren. Die Regierung habe sich bei Abstimmungen am Montag nicht verpflichtet, ihre Entscheidung über die Stilllegungen zurückzuziehen, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Eisenbahner, Dezső Simon, der Online-Ausgabe von „Népszabadság“. Daraufhin sei der Warnstreik beschlossen worden.

Bei der Wahl des Zeitpunktes habe man die Herbstferien in den Schulen sowie das geringe Fahrgastaufkommen am Vormittag berücksichtigt. Absicht der fünf Gewerkschaften sei nicht die Bestrafung der Fahrgäste, sondern die schlechte Entscheidung der Regierung. Die Gewerkschaften wollten die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass die 40 Milliarden Forint, die der Eisenbahn entzogen werden, hauptsächlich die Reisenden berühren, die im kommenden Jahr ein niedrigeres Niveau der Dienstleistungen antreffen.