Vier-Sterne-Hotel für Siklós

Die Zukunft des bislang brach liegenden Geländes der ehemaligen Grenzerkaserne in Siklós (Baranya) scheint immer klarer zu werden. Eine in holländischem Eigentum befindliche Budapester Firma plant die Errichtung eines 4-Sterne-Sporthotels. Die Gruntmij Canor GmbH ist bereits als Investor in Ungarn bekannt. Sie baute das Budapester Spaßbad Aquaworld sowie etliche Wohnparks, Hotels und Supermärkte.

Bügermeister János Marenics zeigte sich in einem Interview zuversichtlich, vor allem weil der Kaufvertrag über das Grundstück bereits unterzeichnet ist. Der Reservierungsbetrag von zehn Prozent der 120 Millionen Forint Kaufsumme sind bereits in der Stadtkasse.

In Siklós soll neben dem Hotel ein Einkaufszentrum entstehen. Später möchten die Investoren Apartmenthäuser zum Hotel errichten. Für das Vorhaben sollen privates Kapital und Fördermittel der Union gewonnen werden.

Nach Ausnahmewinter droht Hochwasser

Dem langen Winter könnte in Ungarn Hochwasser folgen. Die Inspektion für Umweltschutz, Naturschutz und Wasserwesen des oberen Theißgebietes bereitet sich auf die Gefahr vor, nachdem für die nächsten Tage Tauwetter angekündigt ist. Derzeit stehen sieben Eisbrecher bereit, um mögliche Barrieren von Treibeis zu beseitigen. Rund 4,6 Kubikkilometer Wasser seien im Schnee auf den Feldern gespeichert, sagte ein Experte der Inspektion. Zu schnelles Tauen könnte die Flüsse des Gebietes mehr als einen Meter ansteigen lassen. Außerdem sei damit zu rechnen, dass große Ackerflächen zeitweise unter Wasser stehen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass für das Wochenende ergiebige Regenfälle angekündigt sind.

Ungarn: Student wollte 22 Menschen umbringen

Ein Budapester Student hat 22 Menschen ermorden wollen, berichtete die Polizei am Wochenende. Der 22-jährige hatte geplant, in einem Einkaufszentrum der Hauptstadt oder an der eigenen Universität wahllos 22 Menschen „hinzurichten“. Er wurde jedoch rechtzeitig von der Polizei gestellt und gestand sein Vorhaben. Als Sportschütze besaß er eine 9-mm-Parabellum, mit der er seine Tat begehen wollte. Auf den Amoklauf hatte er sich bereits anderthalb Jahre lang vorbereitet.

Über das bevorstehende Blutbad hatte die Polizei eine Information bekommen. Wie sich herausstellte, war im Freundeskreis des jungen Mannes schon seit langem Bekannt, dass er sich auf einen solchen Anschlag vorbereitet. Auf verschiedenen Web-Sites studierte er Berichte über Schießereien an Schulen in den USA und Europa, während er auf der eigenen Web-Site schon Gedichte über seine geplante Tat veröffentlichte. Nach dem Amoklauf wollte er Selbstmord begehen. Nach einem vorläufigen medizinischen Untersuchungsergebnis leidet der Student an einer Persönlichkeitsstörung. Er habe deshalb 22 Menschen töten wollen, weil er 22 schlechte Jahre gehabt habe.

Ungarn vor Gaspreis-Erhöhung

Die Ungarn müssen im April mit einer kräftigen Erhöhung des Gaspreises rechnen. Einen Anstieg von 5 bis 10 Prozent prognostizieren Experten in der Zeitung „Népszava“ (Samstag) ab April. Dies machten die gestiegenen Erdölpreise notwendig, da sie in neunmonatigem Abstand den Weltmarkt-Preisen für Erdöl folgen. Diese waren in letzter Zeit von 60 auf über 70 Dollar je Barrel gestiegen. Bei Gas sei somit je 1000 Kubikmeter auf eine Anhebung von 300 auf 320 Dollar zu rechnen.

Ein Experte von der GKI Energieforschungs GmbH sieht dagegen eine etwa 5-prozentige Peiskorrektur. Seiner Ansicht nach sei diese jedoch vor allem auf den im Verhältnis zum Dollar schwächelnden Forint zurückzuführen.

Der strenge Winter dieses Jahres hat in Ungarn den Erdgasverbrauch um 25 Prozent anwachsen lassen, berichtet das Blatt weiter. An einem durchschnittlichen Wintertag bei durchschnittlichen minus zwei bis drei Grad würden in Ungarn 60 bis 70 Millionen Kubikmeter Gas verbraucht. Bei frostigeren Temperaturen wachse jedoch der Bedarf um 15 Millionen Kubikmeter.

Der Mehrverbrauch belaste einen Haushalt mit geringerem Bedarf mit monatlich 3000 bis 6000 Forint (11 bis 22 Euro), bei einem größeren Haus könnten die Zusatzausgaben bei 10 000 bis 12 000 Forint liegen. Nach einzelnen Berechnungen könne ein Kunde mit mittlerem Verbrauch nach einem kalten Wintermonat eine Rechnung über 40 000 bis 50 000 Forint bekommen.