Ungarn stöhnt unter Schneemassen

Starke Schneefälle haben in Ungarn am Samstag landesweit den Verkehr erheblich behindert. Der Budapester Flughafen blieb bis in die Abendstunden geschlossen. In der Hauptstadt wuchs die Schneedecke auf 24 Zentimeter. Nach einer Unterbrechung sollen in der Nacht bis zu weitere 20 Zentimeter Schnee fallen. 1170 Beschäftigte und fast 100 Räummaschinen der Stadtreinigung waren pausenlos im Einsatz, um die Hauptstraßen, Brücken und Zufahrten zu Gesundheitseinrichtungen von den Schneemassen zu befreien.

Die öffentlichen Verkehrsmittel fuhren mit erheblichen Verspätungen. Auch im Zugverkehr kam es teils zu größeren Verzögerungen.

Für den mittleren Teil Ungarns löste der meteorologische Dienst die rote Alarmstufe aus. Nur alle zehn Jahre einmal komme es vor, dass innerhalb von 24 Stunden so viel Schnee fällt. Der Rekord steht bei 28 Zentimeter und stammt aus dem Jahr 1998. Für 48 Stunden liegt der Rekord bei 38 Zentimeter. Auch am Sonntag ist mit weiteren Schneefällen zu rechnen.

Parken in Budapest wird teurer

Für Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Parken müssen die Budapester und ihre Gäste vom Montag (1. Februar an tiefer in die Tasche greifen. Die Preise auf den Linien des Verkehrsunternehmens BKV steigen um 4 Prozent, so dass ein Ticket statt 300 nunmehr 320 Forint (rund 1,20 Euro) kostet. Da die Parkgebühren an den Preis der jeweiligen Fahrkarten gekoppelt ist, steigen auch diese automatisch mit. In der Innenstadt bedeutet das eine Anhebung der Grundgebühren auf 400 Forint, in den entfernteren Stadtteilen auf 300, 240 oder 160 Forint. Nach Angaben der Hauptstädtischen Vereinigung für öffentliche Parkplätze beläuft sich die tatsächliche Erhöhung der Parkgebühren auf 6,67 Prozent.

Millionenstrafe für Penny-Markt in Ungarn

Ein Sonderangebot von Schnittkäse hat der Penny Market GmbH in Ungarn eine Strafe von 30 Millionen Forint (etwa 110 000 Euro) vom Wettbewerbsamt des Landes eingebracht. Die Aktion vom Juni vorigen Jahres habe den Tatbestand unehrenhafter Handelspraxis gegenüber den Kunden erfüllt, stellte die Behörde jetzt fest. Es habe sich um Lockreklame gehandelt, wobei die vorhandenen Vorräte in einem Maße begrenzt gewesen seien, das von dem Inhalt der Reklame abwich. Das Wettbewerbsamt stellte noch einen weiteren Verstoß bei einem Sonderangebot fest und sprach deshalb eine Strafe von drei Millionen Forint aus.

Keine drastischen Peiserhöhungen in Hévíz

Gute Nachricht aus Hévíz: Zumindest im ersten Quartal dieses Jahres soll es im Heilbad keinerlei Preiserhöhungen geben, berichtet der Newsletter Tourismus Panorama unter Berufung auf die Leitung des Bades. Aber auch danach, wenn Anfang April traditionsgemäß die Tarife „angeglichen“ werden, sollen die neuen Preise nicht drastisch höher ausfallen. Es gehe um eine moderate Erhöhung, ließ das Bad verlauten.

Trotz der Wirtschaftskrise hätten im vorigen Jahr mehr Menschen Hévíz besucht als im Jahr davor. Der Besucherrekord sei auf das hohe Niveau der Dienstleistungen, dem Ausbau eines Wellness-Bereichs und der Erneuerung des Empfangsgebäudes zu verdanken. Dabei sei auch in Hévíz zu spüren, dass immer mehr Gäste aus dem eigenen Land kommen. Ausfälle bei Gästen aus Österreich und Deutschland seien durch Touristen vom östlichen Markt kompensiert worden.