Gefro Banner

Plaza-Erbauer zahlen Schadenersatz

Die Plaza-Investition in Siófok hat die Talsohle noch nicht durchschritten. Die Sió Immobilien Invest als Bauherr kämpft noch immer mit der Bank, kleinere Arbeiten können jedoch auf Risiko des Investors innerhalb von Tagen anlaufen, heißt es in einem Bericht des Internetportals sonline.hu. So müsse weiter Grundwasser abgepumpt derden, was etwa drei Wochen Arbeit bedeute. Das Unternehmen finanziert dies dem Bericht zufolge aus eigenen Mitteln, da diese Arbeit weitergehen muss. Unter dem Einkaufzentrum muss das Grundwasser bis in eine Tiefe von 16 Meter entfernt werden.

Firmenchef Balázs Kiss sagte sonline.hu, dass mit der Selbstverwaltung von Siófok ein neuer Vertrag geschlossen worden sei, nachdem die Stadt den vorherigen gekündigt habe. Der Investor muss 29 Millionen Forint an die Stadt zahlen, weil es bis zum Oktober dieses Jahres sowohl das Plaza als auch den Szabadság tér (Freiheitsplatz) hätte fertigstellen müssen. Kiss kündigte an, dass der Löwenanteil der Arbeiten beginnt, wenn eine Übereinkunft mit der finanzierenden Bank gelingt.

Erstrangige Aufgabe sei dabei der Bau des Parkhauses unter dem Szabadság tér und die Gestaltung des Platzes. Bis zum Beginn der kommenden Saison müsse der Platz auf jeden Fall fertig sein, ebenso wie die Fassadenarbeiten am Einkaufszentrum. Danach sei noch mit Arbeiten Stadtzentrum bis etwa zum Weihnachtsfest kommenden Jahres zu rechnen.

Wirtschaft in Ungarn wieder zuversichtlicher

Die Befindlichkeit der Wirtschafts-Akteure in Ungarn hat sich im letzten Quartal dieses Jahres im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten verbessert, bleibt dabei aber schlechter als vor der gegenwärtigen Krise (3. Quartal 2008). Zu diesem Ergebnis gelangt das Marktforschungsinstitut Tárki in einer Untersuchung für das Magazin für Wirtschaft und Politik „HVG“. Auf einer Skala von 0 bis 100 erreichte der Befindlichkeitswert jetzt 37,5 Punkte. Im vorangegangenen Quartal waren es nur 33,3 Punkte gewesen.

Zwar könne vorläufig nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden, dass die Trendwende erreicht ist. Gute Chancen dafür gebe es in den kommenden Quartalen. Der günstigere Befindlichkeitswert ergebe sich aus dem Vertrauen in günstigere Zukunftsaussichten, während die derzeitige Lage noch immer ziemlich düster gesehen wird. Doch die Bevölkerung insgesamt, besonders aber die Unternehmens-Chefs beurteilen die Position Ungarns entschieden besser als in den zwei vorherigen Quartalen.

Verbot der Ungarischen Garde verschärft

Von Mitte kommender Woche an gilt in Ungarn das Tragen der Uniform der verbotenen rechtsextremistischen Ungarischen Garde auf öffentlichen Veranstaltungen als gesetzwidrig, berichtet die Zeitung „Népszabadság“. Das gilt auch für Kleidung, die der Uniform ähnelt, was allerdings nach Einschätzung von Rechtsexperten schwer zu definieren ist. Verstöße gegen das Verbot werden mit einer Geldstrafe bis zu 50 000 Forint bestraft, besagt die entsprechende Regierungsverordnung.

Einige Juristen halten die Verfügung nicht für ausreichend durchdacht. Sie werfe Fragen bei der Interpretation auf. Gegenüber dem verstärkt auftretenden Neonazismus könne der Kampf auf diese Weise nicht erfolgreich aufgenommen werden. Niemand ziehe in zweifel, dass das rechtskräftige Urteil zur Auflösung der Ungarischen Garde durchgesetzt werden muss. Doch darauf sei die modifizierte Regierungsverordnung nicht das beste Instrument. In einem funktionierenden Rechtsstaat könne es nämlich nicht passieren, dass jemand in der Uniform einer aufgelösten Organisation auf der Straße marschiert.

Schmuggel in Ungarn aufgeflogen

Schmuggelgut für’s Weihnachtsgeschäft hat der ungarische Zoll an der rumänischen Grenze beschlagnahmt. Der Lkw aus Rumänien hatte nach den Begleitpapieren Schuhe und Textilien an Bord, teilte der Zoll mit. Bei näherer Prüfung stellte sich heraus, dass es sich um genau 271 483 Stück gefälschte Markenartikel wie Plüschtiere, Haarspangen, Geldbörsen, Schals, Armbanduhren und Kissenbezüge handelte. Die Waren haben einen Marktwert von 430 Millionen Forint (rund 1,6 Millionen Euro). Der Zoll leitete ein Verfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf falsche Warenkennzeichnung ein.

Neue Grippe fordert achtes Opfer in Ungarn

Die neue Grippe hat Zeitungsangaben zufolge ihr achtes Opfer in Ungarn gefordert. Ein etwa 60 Jahre alter zuckerkranker Mann starb Dienstagmorgen in einem Krankenhaus imKomitatszentrum Szombathely. In seinem Körper wurde das neue Grippevirus nachgewiesen.

Am darauffolgenden Tag starb im Gefängnis von Szombathely eine 53-jährige Frau, bei der aller Wahrscheinlichkeit nach auch die neue Grippe (H1N1-Virus) die Ursache ist, berichtet die Regionalzeitung „Vas Népe“ am Freitag auf ihrer Web-Site. Die Frau befand sich dort in Untersuchungshaft.

Der 60-jährige Mann war schwer zuckerkrank, eine Impfung wäre in jedem Fall angezeigt gewesen, hieß es. Ere war mit typischen Grippesymptomen ins Krankenhaus gebracht wurden. Das Virus hatte Komplikationen verursacht, so dass der Mann an bakterieller Lungenentzündung starb. Diese Krankheit nahm einen schnellen Verlauf, so dass der Mann innerhalb von zwei Tagen tot war.