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Balaton-Schifffahrt leidet unter Krise

Die Balatonschifffahrt in diesem Jahr angesichts der weltweite Wirtschaftskrise deutliche Verluste hinnehmen müssen. Das geht aus einem Bericht des Internetportals sonline.hu hervor. Eine starke Hauptsaison konnte die schwache Periode vor dem Sommerbeginn nicht ausgleichen. Dennoch sei die Schifffahrts-Gesellschaft Bahart mit den Einnahmen zufrieden, verkündete Generaldirektor Gyula Horváth am Wochenende auf einer Pressekonferenz. Die dort genannten Zahlen zeigen im Vergleich zum vorigen Jahr einen sechsprozentigen Rückgang bei der Fahrgastschifffahrt und ein Minus von vier Prozent beim Fährverkehr.

Starken Zuspruch erfuhren die Disko-Schiffe, häufig meldeten sie Ausverkauf der Plätze. Ähnlich erfolgreich verlief die Beförderung von Radfahrern auf den Fähren: In der Saison stieg die Zahl der Radfahrer um 30 Prozent. Als wahre Erfolgsgeschichte spricht auch die Bilanz des Móló-Hotels in Siófok für sich: In dem Hotel verzehnfachte sich die Zahl der ausländischen Gäste, was für die Verhältnisse am Balaton einmalig ist. Zugleich musste die Bahart die stärksten Verluste in der Veranstaltungs-Schifffahrt hinnehmen.Die Zahl der Bestellungen ging dort auf die Hälfte zurück.

In diesem Jahr rechnet die Bahart mit Preiseinnahmen von netto zwei Milliarden Forint (rund vier Millionen Euro). Wegen des Rückgangs im Fahrgastverkehr entstand ein Minus von 100 bis 140 Millionen Forint. Das sollte durch Kosten-Abbau abgefangen werden. So wurde bei Kraftstoff gespart, Löhne wurden eingefroren und das Personal wurde um 30 Beschäftigte reduziert. Der Gewinn des Unternehmens wird um die 50 Millionen Forint liegen, im vorigen Jahr waren es 75 Millionen

Mehrheit der Ungarn spricht nur Ungarisch

Fremdsprachen-Kenntnisse sind in Ungarn bei weitem nicht so verbreitet, wie allgemein angenommen. Drei Viertel der Bevölkerung kann nur in der eigenen Muttersprache kommunizieren, ergab eine Untersuchung des statistischen Amtes der EU, Eurostat. Damit trägt Ungarn in der Europäischen Union (25- bis 64-Jährige) die rote Laterne. 17,6 Prozent der Ungarn gaben an, eine Fremdsprache zu sprechen, 7,7 Prozent verständigen sich in zwei Fremdsprachen.

Im EU-Durchschnitt sind es nur 36,2 Prozent, die ausschließlich die eigene Muttersprache beherrschen. 35,7 Prozent sprechen eine, 28,1 Prozent zwei Fremdsprachen. Erwartungsgemäß dominiert unter den Fremdsprachen das Englische. Ausgesprochen vorbildlich präsentiert sich Norwegen, wo nur 2,9 Prozent der Bevölkerung allein die Muttersprache können. Dagegen beherrschen 22,4 Prozent eine und 74,4 Prozent zwei Fremdsprachen. Sehr gut schneiden auch Litauen, Schweden, Lettland und Estland ab. Deutschland bewegt sich mit 28,6 Prozent „Einsprachlern“ sowie 41,3 Prozent mit einer und 30,2 Prozent mit zwei Fremdsprachen im guten Mittelfeld.