Drogenring in Ungarn ausgehoben

Ein Netz von Drogenhändlern ist von der Polizei im Komitat Csongrád ausgehoben worden, teilte das Polizeipräsidium am Samstag in Szeged mit. Nach etwa viermonatigen Ermittlungen waren am Vortag fünf Personen festgenommen und wegen des Verdachts des Drogenmissbrauchs verhört worden. In der Wohnung des einen von ihnen fanden Polizisten bei einer Hausdurchsuchung 4545 Extasy-Tabletten und in kleinerer Menge einen drogenverdächtigen Stoff sowie Mittel zum Konsum und zum Dealen. Der Wert der Drogen beläuft sich auf 10 bis 12 Millionen Forint (etwa 40 000 bis 50 000 Euro).
Nach bisherigen Angaben kam die synthetische Droge aus Holland nach Ungarn, darunter nach Szentes und von da aus weiter in die Stadt Csongrád und andere Siedlungen der Region. Die weiteren Ermittlungen richten sich auf die Klärung der Rolle der ins Verfahren einbezogenen Dealer sowie die Identifizierung der weiteren Dealer.

30-jährige Frau erfriert ihrer Wohnung

In ihrer ungeheizten Wohnung ist eine Frau in Ungarn gestorben, teilte die Polizei des Komitats Pest am Freitag mit. Nach ärztlicher Meinung wurde der Tod durch Auskühlung verursacht. Der Lebensgefährte rief den Notarzt am Morgen zu der 30-Jährigen in Halásztelek, als er sie nicht mehr wecken konnte. Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes konnten bei ihrer Ankunft nur noch den Tod der Frau feststellen. In der ungeheizten Wohnung herrschten auch am Tage nur minus zwei Grad.

Tod nach Mandeloperation – Kein Kunstfehler

Der Tod eines Jungen nach einer Mandeloperation im Ausbildungskrankenhaus der Komitatsstadt Kaposvár ist nicht durch einen Fehler der behandelnden Ärzte verursacht worden. Das bestätigte am Donnerstag der Amtsärztliche Dienst Ungarns nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens. Zuvor war schon das Krankenhaus in einer internen Untersuchung zum selben Ergebnis gekommen.

Am 23. November war das Kind operiert worden. Zwei Tage später wurde es nach Hause entlassen, kam jedoch einen weiteren Tag danach wieder in dieses Krankenhaus. Die Eltern klagten darüber, dass das Kind weder isst noch trinkt. Bei der Behandlung auf der Kinderstation traten massive arterielle Blutungen auf. Eine zwölfstündige Intensivbehandlung mit wiederholter Wiederbelebung konnte jedoch das Kind nicht retten.

Zwei Polizisten in Ungarn wegen Bestechlichkeit entlassen

In Ungarn sind zwei Polizisten wegen des Verdachts der Bestechlichkeit mit sofortiger Wirkung aus dem Dienst entlassen worden. Kontrolleure des Polizeipräsidiums des im Nordosten des Landes gelegenen Komitats Szabolcs-Szatmár-Bereg stellten die beiden Beamten auf frischer Tat, hieß es am Donnerstag im Polizeibericht. Nach den vorliegenden Daten bestehe gegen sie der begründete Verdacht, die Straftat der Vorteilsnahme verübt zu haben. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf, während der Polizeichef der Stadt Záhony an der ukrainischen Grenze die beiden Beschuldigten feuerte.

Sand vom Theiß-Ufer geklaut

Die Einwohner der südungarischen Kleinstadt Mindszent sind empört: Der schöne Strand an der Theiß bietet ein erschütterndes Bild. Jede Menge Sand ist seit dem Herbst illegal abgebaut worden, berichtet der private Fernsehsender Duna TV aus der rund 50 Kilometer nördlich von Szeged gelegenen Kommune. Der Raubbau hinterließ unübersehbare Spuren, durch die Sandproduktion entstanden kraterartige Löcher.

Zu Beginn sah auch der Verein der Stadtschützer dem Geschehen noch mit einigem Wohlgefallen zu. Seine Mitglieder gewannen den Eindruck, dass die Uferzone durch die Arbeiten leicht zur Theiß hin abfällt und sich so die Qualität noch verbessert. Damit war aber bald Schluss, denn zuletzt erreichte die abtransportierte Sandmenge mindestens 6000 Kubikmeter. Mit Unterstützung der Polizei stoppte Bürgermeister István Zsótér schließlich die Sandgewinnung und erstattete Anzeige.