Balaton fordert zwei weitere Opfer

Siófok – Der wegen seiner Gefahren oft unterschätzte Balaton hat am Sonntag zwei weitere Opfer gefordert. Am Sonntagfrüh fanden Badegäste in Balatonboglár einen 47-jährigen Mann aus Villány tot im Wasser, teilte der Komitats-Polizeisprecher von Somogy, Gábor Bíró, der „Balaton Zeitung“ mit. Der Mann war nicht als vermisst gemeldet, daher gab es vorläufig keine Erkenntnisse darüber, wann er zum Baden aufgebrochen war.

Am Nachmittag nach 15.00 Uhr starb ein 18-jähriger Jugendlicher aus Budapest im Plattensee. Er war mit einer Gruppe baden gegangen und dabei ums Leben gekommen, sagte der Sprecher weiter. In der Zeit galt die Sturmwarnung Stufe II, bei der das Baden im Balaton grundsätzllich verboten ist. In beiden Unglücksfällen werden die Ursachen polizeilich untersucht.

Insgesamt sind damit in der zurückliegenden Woche sechs Menschen im Balaton zu Tode gekommen. Die Polizei weist in dem Zusammenhang noch einmal auf die Vorschriften hin, die Unglücke im größten Binnengewässer Mitteleuropas verhindern sollen. Dazu gehört das Badeverbot bei Sturm, aber auch die Einhaltung der gekennzeichneten Entfernung vom Ufer beim Baden.

Vielfältige Programme für Balaton-Urlauber in der neuen Woche

Siófok – Eine Vielzahl abwechslungsreicher Programme erwartet die Urlauber in der bevorstehenden Woche rund um den Balaton, berichtet das Unabhängige Balaton Multimedia Zentrum. Zwei Wochen lang dauern die Badacsonyer Weinwochen, die bereits am Freitag begonnen haben. Vonyarcvashegy bei Keszthely empfiehlt vom 27.-29. Juli ebenfalls ein Weinfest, bei dem es außer Getränken auch einen Straßenball, Volkstanz und Operettenkonzerte gibt. In Keszthely selbst wird es jeden Abend nach 20.00 Uhr auf in der Fußgängerzone unterhaltsam. Am Dienstag treten Bauchtänzer auf, am Donnerstag kommen Anhänger der Rockmusik auf ihre Kosten. Auch Balatonszemes, Balatonakarattya, Balatonföldvár, Zamárdi und andere Orte warten mit bunter Unterhaltung auf.

25 000. Besucher an restaurierten frühchristlichen Gräbern in Pécs

Pécs – Das Besucherzentrum an den frühchristlichen Grabsstätten in Pécs finden seit der Eröffnung im Frühjahr starkes öffentliches Interesse. 25 000 Menschen haben den Ort der Ausgrabungen am Bischofsdom besucht, nachdem die Cella Septichora und mehrere Gräber aus dem 4. Jahrhundert restauriert und mit einem Glasdach versehen wurden. Auch zahlreiche Ausländer, darunter aus Deutschland, Finnland, Japan, Australien und den USA befanden sich nach einem Bericht des Internet-Portals „Pécsi Napilap“ unter den Besuchern.

Mehr als 1,5 Milliarden Forint (rund sechs Millionen Euro) flossen in die Restaurierung der frühchristlichen Gräber. Insgesamt wurden auf dem alten Gräberfeld in Pécs bislang 20 spätrömische Bestattungsbauten ausgegraben. Nur einige davon sind für das Publikum geöffnet. Seit dem Jahre 2000 gehören die Grabstätten zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Mann im Balaton verschwunden

Siófok – Ein 28-jähriger Mann aus der Ortschaft Baracska (Komitat Fejér) ist am Samstag nahe der Tihanyer Schifffahrtslinie im Balaton verschwunden. Das teilte die Polizei des Komitats Somogy der „Balaton Zeitung“ mit. Die Polizei war von einem Schiff aus wegen des Falls informiert worden. Eine Familie – Mutter, Sohn und Tochter – hatte ersten Angaben zufolge mit ihrem Segelboot vor Anker gegangen, um im Tiefwasser zu schwimmen. Als das Boot im Wind zu treiben begann, versuchten sie es wieder zu erreichen. Dabei verschwand der junge Mann im Wasser. Taucher befinden sich auf der Suche nach dem Vermissten.

Balaton erreicht Badewannen-Temperatur

Siófok – Gegen die seit Tagen herrschende Hitze in Ungarn bietet auch das Wasser des Balaton keine Abkühlung mehr. Im Plattensee wurde eine Temperatur von 30 Grad gemessen, meldet der ungarische Rundfunk am Samstag auf seine Internet-Portal. Die Hundstage gehen vorerst bis Sonntagabend weiter. Im Land sind Höchsttemperaturen zwischen 37 und 42 Grad zu erwarten.