Balaton – früher ein emotionaler Begegnungsort zwischen Ost und West, heute für Genießer und Aktivurlauber

Aktivurlauber erkunden auf dem Drahtesel – auch in der Vor- und Nachsaison – die über 200 Kilometer weite Natur rund um den See. Feinschmecker und Freunde edler Tropfen kehren in ausgezeichnete Restaurants und Weinkeller ein. Naturliebhaber erforschen vergessene Welten. Über das alles informiert eine neue Broschüre des Ungarischen Tourismusamtes. 

ITB Berlin, 04. März 2014. Lange Grasstrände, seidiges Wasser und Sonne pur – dieses Urlaubsidyll begeistert jedes Jahr zahlreiche Urlauber rund um den größten Binnensee Europas. Aber auch sportliche Gäste kommen hier voll auf ihre Kosten: Neben Surfen, Segeln, Angeln, Tennis, Reiten, Golf und Wandern eignet sich die Strecke rund um den Balaton perfekt zum Radfahren.

Über Stock und über Stein: Radwanderweg „Balaton Körút“

Der rund 210 Kilometer lange, grün ausgeschilderte Radwanderweg „Balaton Körút“ führt Fitnessbegeisterte und Hobbyfahrer auf asphaltierten Radwegen und ruhigen, flachen Nebenstraßen direkt an den schönsten Badestränden vorbei – immer mit der Möglichkeit für eine kurze Erfrischung in Europas größtem Badesee. Freunde edler Tropfen freuen sich auf eine Pause inmitten der traumhaften Weinberge des Landes. Ebenfalls an der Strecke liegt der weltberühmte und weltgrößte Thermalsee Hévíz. Hier vollbringt ein Bad wahre Wunder.

 

Verbesserte Infrastruktur für Radfahrer

Vor allem am westlichen Ufer des Balatons wird derzeit die Infrastruktur für Radfahrer verbessert. Über 50 Raststätten gibt es in der Region, damit treffen Radler auf den Hauptradwegen alle zwei, auf den kleineren Radwegen alle fünf Kilometer einen Rastplatz an, welcher gleichzeitig als Informationspunkt dient. Außerdem kommen zu den bereits bestehenden acht Radwegen noch fünf weitere, neue Wege hinzu. Überblick bietet eine neue Landkarte, die nicht nur gedruckt, sondern auch als Webapplikation erhältlich sein wird. Außerdem wurde am West-Balaton ein Pannenhilfsdienst für Radfahrer ins Leben gerufen, quasi „gelbe Engel für Radler“. Am besten geeignet für Fahrradtouren sind die Monate Mai, Juni, September und Oktober, wenn es angenehm warm, aber noch nicht beziehungsweise nicht mehr zu heiß ist. Dabei lässt sich der Balaton-Radweg mit Abstechern und Besichtigungen bequem in vier bis sieben Tagen abfahren. Der rege Schiffs- und Fährverkehr auf dem See erleichtert besonders im Sommer Abkürzungen oder Varianten – problemlose Mitnahme von Rädern inbegriffen. Fahrradverleih-Stationen finden Urlauber am westlichen Balaton in den Touristen-Informationsbüros in Keszthely, Gyenesdlás, Vonyarcvashegy, Balatongyörök, Bad Hévíz und Bad Zalakaros. Es stehen sowohl Trekkingfahrräder als auch City Bikes zur Verfügung. Die Räder können in jeder der sechs Ortschaften zurückgegeben werden, müssen also nicht zwingend an den Ausgangspunkt zurück. (http://west-balaton.hu/de/-latnivalok/kereparkolcsonzes)

Auf der Halbinsel Tihany verbindet die neue Strecke des Tihanyer Radwegs den Tihanyer Fährhafen mit der Schiffanlegestelle. Auf dieser Strecke kommen Urlauber nun auch per Rad nach Tihany, um zum Beispiel dem regionalen Bauernmarkt (Tihanyer Marktplatz „Piac Placc”) einen Besuch abzustatten. Auch Düfte können vitalisieren – die weitläufigen Lavendelfelder bei Tihany verströmen einen betörenden Duft. Von der berühmten Abtei aus haben sportliche Urlauber einen wunderschönen Ausblick.

Genuss rund um den See: Seit Februar 2014 erwartet im Nordwesten des Sees ein neuer Genusstempel seine Gäste. In Vonyarcvashegy wurde der 200 Jahre alte Festetics-Keller zum interaktiven Erlebnisraum umfunktioniert und unter dem Namen Bock Balaton Bistro eröffnet. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1820, als Graf György Festetics das Gutspresshaus am Südhang des Weinanbaugebietes im Keszthelyer Gebirge bauen ließ. Errichtet auf einem vorhandenen Keller, erstrahlt es im klassizistischen Stil und ist das geschichtsträchtigste Presshaus des Weingebietes. Der Ausstellungsraum für Wein- und Gastronomie „Festetics Helikon Taverna“ ist ein interaktiver Erlebnisraum: Gäste freuen sich auf Weine, spektakuläre weinhistorische Ausstellungen, 3D-Fotografien, Filme, für Kinder maßstabgerechte Legomodelle sowie Spielplätze. Mit der Eröffnung des Bock Bistros Balaton soll der Qualitätstourismus weiter gestärkt werden. Mit neuen Rezepten will Chefkoch Bíró Lajos – der schon die Ungarische Mannschaft bei „Bocuse d or“ unterstützte – die Gäste begeistern. Praktisch: im Erlebnisraum kann man die Zutaten kennenlernen und die Gerichte kosten. (www.bockbisztrobalaton.hu).

Ökotouristische Besucherzentren: Im neuen Besucherzentrum der Seenhöhle in Tapolca entdecken Urlauber die Welt der Höhlen – mit samt ihrer einzigartigen Naturschätze. Kurzweilig, aber dennoch äußerst informativ ist die Ausstellung zur Höhlenforschung dank 3-D-Kino auch für Kinder. (www.bfnp.hu)

Im traditionsreichen Kur- und Badeort Balatonfüred, am Nordufer des Sees, gibt es Urlaubsspaß für die ganze Familie. Zu Beginn der Saison wird das neue Besucherzentrum auf der Tagore-Promenade in Balatonfüred eröffnet. Das terrassenförmige Gebäude erinnert an die Architektur der traditionellen Balatoner Pavillons. Im ökotouristischen Besucherzentrum befindet sich ein spektakuläres Außen- und Innenaquarium, in dem alle Balatoner Fischarten leben.

Segelschiffe und Museums-Dampfer: Originalgetreu wurde der erste Schaufelraddampfer am Balaton nachgebaut – der Kisfaludy Dampfer. Graf István Széchenyi hatte das Schiff im Jahre 1846 zu Wasser gelassen. Ab diesem Sommer wird es erneut über den Balaton fahren. Das einzige schwimmende Schiffsmuseum am Balaton erinnert an die Pionierzeit der ortsansässigen Schifffahrt und bietet Platz für bis zu 100 Passagiere. Im Salon zeigt eine Ausstellung ganzjährig die Entwicklung der Dampfschifffahrt seit der Reformerzeit sowie das Badeleben.

Anreise und Übernachten am Balaton: Dank zahlreicher Flugverbindungen können Urlauber das eigene Auto zu Hause lassen. Der Spezialreiseveranstalter Mutsch Ungarn Reisen erweitert im April 2014 das Flugprogramm zum Regionalflughafen Héviz-Balaton (SOB) an der westungarischen Bäderstraße. Neben den bisherigen Abflughäfen Frankfurt/Main, Düsseldorf, Hamburg und Berlin werden Flüge ab Friedrichshafen und dem Euroairport Basel an. So ist die bequeme Anreise auch in der Vor- und Nachsaison gesichert. Am Balaton finden Urlauber für jedes Budget und für jeden Geschmack die richtige Unterkunft. Bestens ausgestattet und vom ADAC bewertete Campingplätze direkt am Wasser, mit echter Lagerfeuer-Romantik, warten mit einem umfangreichen Angebot auf – darunter FKK-Camping, Thermal-Camping oder Familien-Camping. Luxuszelte, Caravans und sogar Bungalows können dazu gemietet werden. Besonders preiswert sind kleine, familiär geführte Pensionen, die gerne auf Ihre persönlichen Wünsche eingehen. Dort finden Gäste Ruhe und eine angenehm-freundliche Atmosphäre. Noch individueller ist es, ein eigenes Ferien-Traumhaus zu mieten. Das Portfolio von Novasol, dem Veranstalter für den Ferienhausurlaub, umfasst gehobene Wohnungen und Häuser in jeder Preisklasse. http://www.novasol.de/ferienhaeuser/ungarn.html

Nähere Informationen unter www.ungarn-tourismus.de .