Grenzöffnung: 25 Jahre sind vergangen. Erlebbare Geschichte am „Eisernen Vorhang“

Die Route des „Eisernen Vorhangs“ durchquert die westungarische Stadt Sopron. Alle, die mehr über die ungarische Rolle in den Tagen der Grenzöffnung erfahren möchten, wandeln hier auf den Spuren deutsch-ungarischer Geschichte. Oder sie entdecken Ungarn überraschend anders. 

ITB Berlin, 04. März 2014. Ungarn, bisher als „lustigste Truppe im sozialistischen Block mit seinem Gulaschkommunismus“ und als Urlaubsdestination von gutbetuchten Ostdeutschen bekannt, wagte das bisher Unglaubliche. Ausgerechnet in diesem Land, wo sich seit Jahren deutsche Urlauber aus Ost und West trafen, um ihre auseinandergerissenen Familienbande wenigstens einigermaßen zu verbinden, wurden die Grenze geöffnet. Im Spätsommer des Jahres 1989 sammelten sich tausende von Ausreisewilligen DDR-Bürgern am Balaton und in Budapest und harrten in einfachen Unterkünften, Zelten und sogar Autos aus, in der Hoffnung auf eine Ausreise in den Westen. Am 19. August 1989 – viele Deutsche und Europäer erinnern sich auch heute noch gerne daran – öffnete Ungarn die Grenze bei Sopron und entließ diese Menschen in die Freiheit. Der Untergang des DDR-Regimes war damit eingeleitet, Ungarn hatte Zeichen gesetzt und eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Mauerfalls übernommen. Ungarn hat sich hiermit einen ruhmreichen Platz in der Weltgeschichte erschaffen, wovon noch viele Generationen sprechen werden.

Seitdem ist dieses kleine, von der Sonne verwöhnte Land im Herzen Europas eine beliebte Feriendestination. Es wurde viel Herzblut und Kreativität in den Ausbau der Erholungsgebiete investiert und darauf verwendet, die Traditionen mit der Moderne zu verbinden. Ein vorzügliches Mikroklima sorgt für die Reife von vollmundigen und berühmten Weinen. Wenn im Norden des Kontinents noch der Winter herrscht, dann kann man hier bereits den Duft der Rosen riechen. Einen Besuch wert sind vor allem die zahllosen Kulturgüter, die diesem Land seinen prägenden Stempel aufdrücken, der Balaton mit seinem seidigen Wasser, die märchenhaften Wälder im Norden und Südwesten und die duftenden Wiesen in der Hortobagy Puszta. Budapest als Hauptstadt erwartet seine Besucher mit wunderschöner Architektur, einer gepflegten Thermen-Welt und nicht zuletzt mit seinem pulsierenden Leben. Die ungarische Küche verwöhnt jeden Gaumen. Ungarn hat vor nunmehr 25 Jahren die Menschen berührt und sie in eine neue Zeitrechnung geführt. Das Unfassbare hatte hier seinen Beginn.

Ungarn-Reisende, die die Landschaften und Städte kennen lernen möchten, welche zu Zeiten der Grenzöffnung eine wichtige Rolle spielten, begeben sich am 21. Juni 2014, für eine Teilnahmegebühr von 4 Euro pro Person, auf die „Tour des Eisernen Vorhanges“. Die Eiserne Vorhang-Route wurde auf Initiative des Europäischen Parlaments nach dem Vorbild des Berliner Mauerwegs entlang dem ehemaligen Eisernen Vorhang gestaltet. Die ehemalige Grenzzone bietet spannende Eindrücke und lässt die Stimmung zu Zeiten des Eisernen Vorhanges vor dem geistigen Auge der Gäste wiederauferstehen. Hier kann man sich Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes „erwandern“ und gleichzeitig die heilkräftige Luft des Stadtteils Lővérek im Soproner Gebirge genießen.

Es gibt viel Vertrautes und ebenso Neues in Ungarn zu entdecken, sowohl Geschichtsträchtiges vor Ort als auch Persönliches, wie in den Stätten des Aufbruchs vor 25 Jahren. Ferienhaus war das Schlagwort früher und auch heute. Novasol hat in der Region des Neusiedler Sees eine breite Auswahl an netten Ferienhäusern, ebenso warten viele handverlesene und luxuriöse Domizile auf einen Besuch am Balaton. Auch Budapest mit dem Flüchtlingslager des Malteser Hilfsdienstes hat eine wichtige Rolle gespielt. Deswegen lohnt sich ein Besuch in Budapest. Bei Novasol können Besucher der Hauptstadt direkt im Zentrum hervorragend gelegene Appartements buchen und überraschend anders die pulsierende Stadt zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Ungarn ist eben anders. Jeder, der kommt, kann sich davon überzeugen!

Nähere Informationen unter www.ungarn-tourismus.de.