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Ausgabe Januar 2011 – Balaton: „Stiefkind“ der Nation?

Ausgabe Januar 2011

Balaton trat über die Ufer
Pegel liegt 13 cm über dem erlaubten Maximalwasserstand

Fischcenter für den Balaton
Fischereigesellschaft verhandelt mit der Selbstverwaltung Siófok

Zäh fließende Hilfsgelder
Kolontár: Drei Monate nach der Giftschlammkatastrophe

„Wo auch das Pferd Mensch sein kann“
Ökologische Tierhaltung und Projekte für die Umwelt

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Titelstory im Januar 2011 in der Balaton Zeitung

Balaton: „Stiefkind“ der Nation?

Zivilbündnis kämpft für Bildung einer selbständigen Urlaubsregion

Das Bündnis der Zivilverbände am Balaton BCSZSZ drückte seine Bedenken aus, dass die Region Balaton das schlecht bedachte „Stiefkind“ des Staatshaushaltes für 2011 ist, obwohl das Gebiet nach Budapest die wichtigste touristische Destination Ungarns darstellt. Deshalb entschied das Zivilbündnis auf seiner Vollversammlung Ende des Jahres in Siófok, in die Offensive zu gehen und die Schaffung einer einheitlichen statistischen Region Balaton voranzutreiben.

Auf der Vollversammlung wurde den bisher 24 Mitgliedern des Zivilbündnisses und den 10 neuen Antragsstellern vor Augen geführt, dass die Region im letzten Entwicklungszyklus in Bezug auf den Erwerb von EU-Mitteln und Geldern aus dem Staatshaushalt weit unter dem Landesdurchschnitt geblieben ist. Dadurch seien viele Investitionsprojekte ins Stocken gekommen oder warten weiterhin auf ihre Beurteilung. Ziel des BCSZSZ sei es, eine wirtschaftlich anerkannte Region Balaton zu schaffen, die einheitlich und als Ganzes entwickelt werden kann. Zurzeit gehört die Urlaubsregion drei statistischen Entwicklungsgebieten mit unterschiedlichen Perspektiven und Zielen an.

Sándor Bagyó, Vorsitzender des Verbandes für Wasserrettung, erwartet ein hartes, Politik freies Vorgehen vom Zivilbündnis und fordert auch den Balaton Entwicklungsrat BFT auf, seinen Beitrag zur Schaffung einer tatsächlichen Region Balaton zu leisten. Das Bündnis wandte sich an den für das Gebiet zuständigen Abgeordneten im Europaparlament. Falls diese Aktivitäten zu keinem Ergebnis führen, sind die Zivilen bereit, eine Unterschriftenaktion zu starten.

EU-Normen zufolge können Gebiete mit 800 Tausend Einwohnern eine selbständige Region bilden. Die zum Einzugsgebiet des Balaton gehörenden 179 Gemeinden haben zusammen jedoch nur 280 Tausend ständige Einwohner. Deshalb müssen die am See anliegenden Komitate Veszprém, Zala und Somogy über die Schaffung einer gemeinsamen Region nachdenken, um das Zerstückeln des Feriengebietes Balaton zu verhindern. Erste Gespräche des Zivilbündnisses mit den Präsidenten der drei Abgeordnetenversammlungen wurden bereits eingeleitet.

Eine Lösung für die einheitliche Entwicklung der Destination Balaton und für den Erwerb von Fördermitteln könnte Jenö Szalóki, Ehrenvorsitzender des Tourismusverbandes Gyenesdiás, zufolge aber auch der Zusammenschluss der zahlreichen Balaton TDM – Tourismus-Destinationsmanagements – sein.

BCSZSZ will außerdem mehr Einfluss bei Fragen der Entwicklung des Balaton und bemüht sich um eine ordentliche Mitgliedschaft mit Stimmrecht im BFT.

T.T.

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