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Siófok

Die Stadt Siófok am Südufer des Balaton ist mit 25.000 Einwohnern eine kleine, im ungarischen Tourismus aber eine große Stadt – die Sommerhauptstadt Ungarns. Hundert Kilometer südlich von Budapest gelegen hat Siófok mit guter Anbindung über Bahn, Autobahn und Schiff Tausende an Unterkünften jeder Art zu bieten.

Urlaubsmöglichkeiten in Siófok

Mit ihren 15 Kilometern Strandlänge steht Siófok im Guinness-Buch der Rekorde und hat für Jung und Alt genau das Richtige für einen schönen Urlaub parat: vom Wellnessurlaub in den schönen Vier-Sterne-Hotels und dem Thermalbad „Galerius“, über den Familien-Badeurlaub am Plattensee mit seinem wunderbar warmen, weichen Wasser bis hin zu viel Action und Party für die Jugend. Die Promenade Petöfi sétány in Siófok am so genannten Aranypart – Goldenes Ufer – ist mit unzähligen Clubs, Sportmöglichkeiten wie Wasserball, Strandvolleyball, Bungee-Jumping, Cafés und Restaurants ein Treffpunkt der europäischen Jugend für den Aktiv- oder Partyurlaub.

Kulturreisende wandeln in ihrer Geburtsstadt Siófok auf den Pfaden des weltberühmten Operettenkomponisten Emmrich Kálmán, des europaweit hochgeschätzten, modernen Bildhauers Imre Varga und des großen, in Amsterdam berühmt gewordenen Psychologen Géza Révész. Ein besonderes architektonisches Kleinod ist die 1990 vom berühmten Architekten Imre Makovecz im Stil der organischen Architektur gebaute evangelische Kirche. Herrliche, liebevoll renovierte Villen vom Anfang des 20. Jahrhunderts gestatten einen Einblick in das damalige Kulturleben der Stadt Siófok, die im Sommer die Avantgarde von Budapest in die Sommerfrische an das „Ungarische Meer“ lockte.

Programme und Sehenswürdigkeiten in Siófok

Im Sommer sorgen Musik-Festivals, Open-Air-Discoveranstaltungen, Operettenabende, Miss-Wahl und Jazzmusik im Freilichttheater, sowie abendliche Orgelkonzerte in den bedeutenden Kirchen der Stadt für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Regelmäßige Schiffsausflüge mit Musik, Animationen für Kinder im zentralen Strandbad, Gokart-Bahn, Reiterhöfe, das Full-Extreme-Paintball- und Sportzentrum am Ausgang von Siófok-Kiliti, sowie das Museum und Café im Wasserturm, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt, das Emmrich Kálmán Geburtshaus mit seiner reizenden Ausstellung, das Eiermuseum, das Mineralmuseum und die kleine Shoppingmeile in der City bieten neben Badespaß auch eine Vielfalt an Programmen.

Entwicklung des Badelebens in Siófok

Den Balaton in der Provinz Pannonia kannten und liebten bereits die Römer. Sie nannten ihn Pelso, nutzten sein Wasser zum Baden und bauten Häfen, sowie zwei parallel zum See verlaufende Basaltstraßen. Die Spurlinie der römischen Straßen ist bis heute erhalten.

Siófok wurde im Jahr 1055 das erste Mal in der Gründungsurkunde des Klosters Tihany erwähnt. Die Türken errichteten hier im 16. Jahrhundert eine Festung und bauten einen Hafen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist Siófok ein Geheimtipp für den entspannten Sommerurlaub, denn die am Südufer des Balaton eröffnete Eisenbahnlinie machte es bereits 1861 möglich, bequem von der Hauptstadt nach Siófok zu reisen. Das kleine Fischerdorf verwandelte sich im Nu mit zahlreichen Wirtshäusern, Musikstuben, Hotels und Pensionen in ein Zentrum der Badekultur. Der Massentourismus begann in den 1960-iger Jahren und erreichte seinen Höhepunkt Ende der achtziger Jahre. Damals waren im Sommer täglich fast zwanzigmal so viel Touristen in der Stadt wie sie Einwohner hatte. Der Balaton war zu dieser Zeit ein Treffpunkt der Deutschen aus Ost und West.