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Ausgabe Mai 2012 – Einbruchserien am Süd-Balaton

Einbruchserien am Süd-Balaton

Harte Strafen für Verkehrssünder
Polizei greift ab 1. Juli noch strenger durch

Viele Ausflügler am Balaton
Gute Auslastung der Hotels an den Wochenenden

Giftige Staubwolken
Einwohner von Kolontár verlieren die Geduld

Flughafen Sármellék im Ausverkauf
Neue Betreiberfirma Hévíz-Balaton Airport GmbH schließt Pachtverträge ab

Titelthema im Mai 2012 in der Balaton Zeitung

Einbruchserien am Süd-Balaton

Sonderkommissionen und Bürgerwehr gegen Vermögensdelikte

In mehreren Gemeinden am Süd-Balaton ist die Zahl der Einbrüche in Wochenendhäuser drastisch gestiegen. Zur Aufklärung dieser Einbruchsserien wurden unter Koordinierung der Bezirkspolizei Somogy Sonderkommissionen gebildet.

Der Bürgermeister von Balatonfenyves, Gábor Lombár, sagte der Nachrichtenagentur MTI gegenüber, dass in seiner Gemeinde im Jahre 2010 insgesamt 75 Einbrüche registriert wurden, im Jahre 2011 bereits 127. Die Tendenz sei steigend und werde angesichts der immer schwierigeren wirtschaftlichen Lage der Menschen auch in diesem Jahr klar erkennbar weiter steigen. In der acht Kilometer langen Gemeinde gibt es 5200 Immobilien, nur etwa 600 Häuser sind ständig bewohnt. Alle anderen sind Sommerhäuser, die im Winter monatelang leer stehen. Mit einer eigenen Bürgerwehr und elf an strategisch wichtigen Stellen installierten Kameras bemüht sich die Gemeinde, für mehr Sicherheit zu sorgen und die Angriffe gegen das private Eigentum seiner Einwohner einzudämmen.

„Das neue Gesetz für Selbstverwaltungen lässt die Gründung einer Polizei der Selbstverwaltung zu, die dazu notwendigen Bedingungen werden zurzeit geprüft“, so Lombár.

Der Bürgermeister von Balatonlelle berichtet Ähnliches: in der Gemeinde gibt es kaum Gewaltverbrechen, aber viele Vermögensdelikte. Verübt werden die Delikte entweder von Einbrechern, die alles mitgehen lassen oder von Tätern, die sich nur für Wertgegenstände und Metallgegenstände interessieren. Letztere stehlen in großer Menge auch Kanaldeckel. In vielen Fällen nutzen Einbrecher die leer stehenden Häuser zum Übernachten und suchen nach Lebensmitteln.

György Galácz, Bürgermeister von Balatonmáriafürdö, führte der Nachrichtenagentur MTI gegenüber aus, dass die geringe Präsenz der Polizei den Einbrechern in der acht Kilometer langen typischen Feriensiedlung mit nur 800 ständigen Einwohnern viel Raum bietet. Im letzten Jahr wurden insgesamt 9 Einbrüche registriert, in diesem Jahr wurden von den Eigentümern bisher bereits 50 gemeldet. Hier werden vor allem Gasrohre aus Kupfer und Kanaldeckel gestohlen. Dem Bürgermeister zufolge sind solche Diebstähle auf die schlechte wirtschaftliche Lage vieler Menschen und auf die derzeit hohen Marktpreise für Metalle zurückzuführen. Er rechnet mit einer weiteren Zunahme an Vermögensdelikten und beantragte mehr Polizeischutz, sowie Kameraüberwachung für die Gemeinde.

Der Pressesprecher der Bezirkspolizeidirektion Somogy, Kornél Karsay, sagte der Nachrichtenagentur MTI, dass die Polizei der Aufdeckung dieser Einbrüche am Süd-Balaton besondere Aufmerksamkeit widmet. Erschwerend kommt bei der Aufklärungsarbeit hinzu, dass es in den Feriensiedlungen kaum Augenzeugen gibt und dass viele der Einbrüche in die Sommerhäuser erst nach Monaten entdeckt werden. In den betroffenen Polizeidirektionen Siófok, Fonyód und Marcali sind Sonderkommissionen gebildet worden, die neben der Aufdeckung der Delikte durch häufigere Einsätze auch in Zusammenarbeit mit zivilen Sicherheitsdiensten weiteren Einbrüchen vorbeugen sollen.

In Balatonfenyves konnte bereits ein Drittel der Vorfälle aufgeklärt werden. In Balatonmáriafürdö gibt es Verdächtige, die unter Beobachtung stehen.

T.T.

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