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Ausgabe Oktober 2011 – Großprojekt gestartet

Großprojekt gestartet

Aufschwung im Fahrradtourismus
Mäßige Saison für die Balatoner Schifffahrtsgesellschaft

Halbfertige Rennbahn wird besteuert
Sávoly erwartet 240 Millionen Forint aus der neuen Grundstückssteuer

SCD-Programm in Gefahr
Schicksal der geplanten Projekte rund um den See ist ungewiss

Turbulenzen in Sármellék
Liquidationsverfahren bei Flugplatzpächter eingeleitet

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Titelthema im Oktober 2011 in der Balaton Zeitung

Großprojekt gestartet

Investorengruppe baut in Balatonfenyves einen neuen Hafen

In Balatonfenyves haben bereits im August die Vorbereitungsarbeiten auf dem Gelände des riesigen Projektes zum Bau eines der größten Häfen am Balaton begonnen. Mehr als ein Jahrzehnt haben die Gemeinde und der Investor um dieses Projekt gerungen und nun soll nach den Vorbereitungsarbeiten bereits Ende des Jahres mit dem Bau begonnen werden. Nach der Fertigstellung des Ein-Milliardenprojektes wird es im Hafen 300 Liegeplätze geben.

István Heves, Geschäftsführer und Eigentümer der Investgesellschaft Elöny GmbH, zufolge ist das größte Problem bei diesem Projekt, dass es sehr schwer ist, für Investitionen im Tourismus Darlehen von Banken zu bekommen. „Trotzdem können wir nicht weiter mit dem Baubeginn warten, weil wir sonst die im Jahre 2008 erhaltenen EU-Fördermittel in Höhe von 100 Millionen Forint verlieren. Wie er weiter ausführte, wurden die ursprünglichen Pläne überarbeitet, so dass nun 1 Milliarde Forint zur Verwirklichung des Projektes notwendig sind. Diese Summe soll nur in einem geringen Teil von einem Bankkredit abgedeckt werden.

Einerseits sei es sehr schwer, überhaupt Darlehen zu erhalten, andererseits verlangen die Banken doppelte Sicherheiten. Die Firma will bereits während des Baus Verträge für die Liegeplätze im Hafen abschließen und mit den Pachteinnahmen das noch fehlende Kapital sicherstellen. Der Investor ist eine Projektfirma von drei ungarischen Privatpersonen, die nach sechs Jahren Vorbereitungsarbeit Anfang 2006 mit der Beschaffung der Genehmigungen für den Bau des modernen Hafens und eines Vier-Sterne-Wellnesshotels begonnen hatte.

Heves zufolge sind die Möglichkeiten für den Segeltourismus am Balaton bisher nur teilweise ausgeschöpft, in der Versorgung mit Häfen ist der südwestliche Teil des Sees ein weißer Fleck auf der Karte. Deshalb ist es sehr wichtig, dass in Balatonfenyves ein Segelhafen mit hoher Kapazität an Liegeplätzen entsteht.

Von den Liegeplätzen sollen 30-40 Plätze zur Unterstützung des Segelsportes vor Ort reserviert werden, die anderen werden in erster Linie inländischen Segelsportlern angeboten. Schon jetzt ist aber auch ein Interesse ausländischer Bootsbesitzer vor allen aus Skandinavien und Polen zu verzeichnen, sagte der Geschäftsführer.

Bei einer wirtschaftlichen Betreibung des fertig gestellten Hafens und einem Tourismus mindestens auf dem Niveau von 2008 startet die Elöny GmbH dann auch mit einem Investvolumen in Höhe von 2 Milliarden Forint den zweiten Teil des Projektes, den Bau des Wellness- und Konferenzhotels mit 150 Betten.

T. T.

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