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Ausgabe März 2010 – Aufregung in der Kulturhauptstadt

Pécs

Top-Themen im März 2010 in der Balaton Zeitung

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Titelstory im März 2010 in der Balaton Zeitung

Aufregung in der Kulturhauptstadt

Pécser Nationaltheater – Bauexperten warnen vor Gefahren

Die Kulturhauptstadt Europas Pécs2010 hatte eben erst den Start in das ereignisreiche Jahr gefeiert, da schlug die Nachricht vom maroden Zustand des altehrwürdigen Nationaltheaters wie eine Bombe ein. Selbst eine Katastrophe sei möglich, berichteten die Medien unter Berufung auf das statische Gutachten eines Sachverständigenbüros, das der Stadt schon seit einem Jahr vorliegt, aber jetzt in den Besitz der Zeitung „Dunántúli Napló“ gelangte. Der Gutachter selbst, Ferenc Metzing, relativierte jedoch im Gespräch mit unserer Zeitung die Katastrophenberichte. Unmittelbare Gefahr gehe von den Mängeln nicht aus.

Im Auftrag der Stadt hatte das Ingenieurbüro Dr. Metzing den Zustand des Gebäudes umfassend untersucht und dabei eindeutig erkannt, dass seit der Rekonstruktion im Jahre 1987 wegen Alterung und schädlicher Umwelteinflüsse teils schwerwiegende Veränderungen eingetreten sind. Daher seien relativ zeitnah umfassende Eingriffe in den Bau dringend geboten. Gefährlich könnte es dann werden, wenn die notwendigen Maßnahmen nicht gleich erfolgen. Schwerer materieller Schaden und auch Unfälle seien als mögliche Folge dann wahrscheinlich ein Thema. Eine Gefahrenquelle ist den Berichten zufolge die Decke des Kulissenlagers. Unsachgemäß abgeleitetes Regenwasser hat die Isolierung beschädigt, es nagt jetzt an der Hauptmauer und der Stahlbewehrung der Decke, über der ein Zufahrtsweg verläuft. Die Gutachter sehen sechs mögliche Folgen, die einzeln oder zusammen Schlimmes auslösen könnten. Außerdem bewerten sie in ihrem Bericht den Balkon an der Vorderseite des Theaters als lebensgefährlich. Weitere Gefahren diagnostizierten sie im Inneren des Gebäudes, so am Orchestergraben und an den unteren Seitenlogen mit viel zu schwerer Beleuchtungstechnik.

Bauexperte Metzing beruhigt jedoch die Theaterbesucher. Ein Unternehmen sei bereits mit der Beseitigung der Mängel beschäftigt. Weder Leib und Leben der Zuschauer noch den Bestand des Hauses sieht Metzing gefährdet, wenn alle Arbeiten wie vorgesehen ausgeführt werden. Auch die Programme der Kulturhauptstadt seien deshalb nicht in Frage gestellt.

Michael Graeme

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