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Ausgabe 5/17 – Kürzere Lebenserwartung in Ungarn

Balaton Zeitung Mai 2017 - Kürzere Lebenserwartung in Ungarn

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Mehr Schutz gegen verirrtes Wild
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Balatoner Weingärten in Gefahr
Zu viele Weingärten am Balaton-Nordufer werden Bauland

Sármellék erwartet seine Fluggäste
Flugsaison hat begonnen – Flüge in viele europäische Metropolen

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Titelthema in dieser Ausgabe der Balaton Zeitung

Kürzere Lebenserwartung in Ungarn

Gesundheit der Bevölkerung verschlechtert sich

Mediziner, Behörden und Medien beschäftigt immer häufiger die Frage, warum sich die allgemeine Gesundheit der Menschen in Ungarn nicht verbessert, sondern verschlechtert.

Orsolya Surján, Direktorin des Nationalen Instituts für Gesundheitsentwicklung, sprach in einem Vortrag darüber, dass die ungarischen Frauen eine um 4,2 Jahre, die ungarischen Männer eine um 5,8 Jahre kürzere Lebenserwartung als der Durchschnitt der Menschen in der EU haben. Die Gesundheit der ungarischen Bevölkerung sei schlechter, die Wirksamkeit der medizinischen Einrichtungen niedriger als zu erwarten, die vermeidbaren Sterberaten sollten angesichts der vorhandenen Gegebenheiten um 60 Prozent niedriger liegen.

Gemäß der Zahl der mit wirksamen Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens vermeidbaren Todesfälle steht Ungarn bei den Frauen unter den 28 Ländern der EU auf dem letzten
Platz, bei den Männern auf dem drittletzten Platz.

„Deshalb sind auf allen Ebenen dringende Maßnahmen zum Überdenken des öffentlichen Gesundheitswesens, sowie eine neue Strategie für die Volksgesundheit notwendig“, sagte Orsolya Surján anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Institutes. „Insbesondere muss der Vorbeugung von Krankheiten schon beim Hausarzt eine wesentlich höhere Bedeutung zukommen. Im Jahre 2014 gab es zum Beispiel 18 Tausend Todesfälle bei Menschen unter 65 Jahren, die mit vernünftigen Interventionen des Gesundheitswesens hätten vermieden werden können.“ Mit Hilfe des bereits angewandten Schweizer Entwicklungsmodells für die Grundversorgung müssen Fachleute, wie Ernährungswissenschaftler und Physiotherapeuten viel näher an die Bevölkerung herangehen und Gesundheitsaufklärung in den Vordergrund stellen.

„Jeder Mensch ist für seine Gesundheit, für die Gesundheit seiner Familie, Freunde und Mitarbeiter verantwortlich. Das sollte sich in unseren täglichen Entscheidungen, sowie an der zwingenden Teilnahme von Vorsorgeuntersuchungen wiederspiegeln“, hieß es auf dem Gesundheitsforum. Noch nie gab es so viele Möglichkeiten wie heute, sich über gesunde Ernährung und gesunden Lebensstil zu informieren, sowie geeignete Maßnahmen dafür zu ergreifen.

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