Gefro Banner

Ausgabe Oktober 2010 – Nationalpark in Gefahr

Nationalpark in Gefahr

Enttäuschende Saison am Balaton
Siófoker Gastronomen planen gemeinsame Aktionen

Projekte in der Warteschleife
SCD-Investitonen am Balaton vom Kreditmarkt abhängig

Brandserie in Kövágóörs
Feuerteufel wütet in der kleinen Gemeinde im Komitat Veszprém

Geschenkter Flugplatz mit Lasten
Sármellék und Zalavár müssen Investitionen bezahlen

Sie kennen die Balaton Zeitung noch nicht? Sie möchten die Balaton Zeitung vorab unverbindlich testen? Dann sichern Sie sich noch heute Ihr 3-Monate-Schnupperabo

Titelstory im Oktober 2010 in der Balaton Zeitung

Nationalpark in Gefahr

Geplante Flächenregulierung in Balatoncsicsó sorgt für Unmut

Einige Einwohner von Balatoncsicsó wandten sich mit ihren Sorgen an die Presse. Laut einem neuen Entwurf des Strukturplans sollen mehrere Hektar Fläche am St.-Georgs-Berg, die derzeit unter Schutz stehen und auch Teil des Nationalparks Balaton Oberland sind, anders eingestuft werden und damit den derzeitigen Schutz verlieren. Mit der Veränderung der Einstufung kann diese Fläche bebaut werden, was neben der Schädigung der Natur auch den Wert der auf dem Berg errichteten Immobilien im Hinblick darauf senken würde, dass der Ausblick auf den Balaton der schon vorhandenen Wohnungen eingeschränkt wäre oder völlig verbaut würde.

Die Veränderung der Einstufung liegt bisher nur als Entwurf vor, über die Annahme wird der Gemeinderat auf seiner nächsten Sitzung entscheiden. Die Selbstverwaltung informierte die von der Flächenregulierung betroffenen Immobilienbesitzer in keiner amtlichen Form über die in Vorbereitung befindliche Einstufungsveränderung, auch zu ihrer Meinung wurden die Immobilienbesitzer nicht befragt.

Durch die Bebauung würde die Gegend ihr traditionelles Erscheinungsbild verlieren und zu einem beliebigen Gebiet mit Ferienhäusern werden. Außerdem würde der Charakter als traditionell genutzter Weinberg verloren gehen und auch der reiche Wildbestand (der unter die Aufsicht des Nationalparks gehört) würde Schaden erleiden, was neben der Natur auch den lokalen Jagdgesellschaften schaden würde.

„Unserem Wissen nach liegt ein Teil der Immobilien auf dem Gelände des Nationalparks Balaton Oberland, die anderen Flächen fallen unter den Schutz des Landschaftsbildes der Ortschaft. Deshalb ist zu der Veränderung der Einstufung die Einholung der Stellungnahme des Nationalparks Balaton Oberland unverzichtbar“ – führt die Eingabe der Csicsóer Einwohner an, die auch auf ein besonders interessantes Detail eingeht: „Wir halten es für sehr seltsam, dass in dem gesamten Strukturplan des äußeren Verwaltungsgebietes von Balatoncsicsó sämtliche Immobilien weiterhin die Einstufung als landwirtschaftlich genutzte Flächen besitzen, ausgenommen dieses Gebiet. Besonders beachtenswert ist, dass unserem Wissen nach das Gebiet im Besitz einer Privatperson ist.“

Die Verfasser der Eingabe verstehen nicht, warum die Gemeindevorsteher in dem umfassenden Strukturplan gerade dieses geschützte Gebiet als Touristikzone ausersahen. Der Vertreter der protestierenden Bürger sagte, dass die Einstufung des Gebiets am St-Georgs-Berg als Teil des umfassenden Strukturplans von Balatoncsicsó verändert werden soll. Der Strukturplan ist vorerst noch nicht in Kraft.

Weitere Themen in dieser Ausgabe Balaton Zeitung

Behörde vergibt Sondergenehmigungen
Trotz Verbotes zahlreiche Motorboote auf dem Balaton

Beobachtungsflüge am Balaton
Forschungsflugzeug hilft bei der kartographischen Erfassung von Schilfflächen

Dreister Betrug
Verfahren gegen Händler von Fenstern und Türen

Integration in eine andere Heimat
Ausgewandert nach Ungarn (12)

Kurze Strandsaison in Füred
Nur 15% der Badegäste kamen aus dem Ausland

Schwache Saison in Szigliget
Ausbau- und Rekonstruktionsarbeiten in der Burg

Amtsmissbrauch in Várpalota?
Hausdurchsuchung bei der Selbstverwaltung

Störche gefährdet
Ungarische Tierschützer schlagen Alarm

Genießen im goldenen Herbst
Spartipps, Events und Sonderangebote im Oktober

Kein Selbstläufer
Ungarns Wirtschaft hat sich noch nicht ganz von der Krise erholt